Langes Leben brauch einen Wohnort

Der Magier erschafft seinem Servitor eine Wohnstätte, wenn er ständig auf seine Dienste zurückgreifen will. Hat er sich ein Servitor geschaffen, um ihn beruflich, im Liebesleben oder der Magie zu beraten, wird er ihm einen Altar oder eine Statue erschaffen, wo er leben kann, wo er umsorgt wird und von wo er mit dem Magier interagieren kann.

 

Sobald ein Psychogon eine längere Lebensdauer hat, ist es für die Magierin unerlässlich, ihm eine Wohnstätte zu schaffen. Theoretisch kann sie festlegen, dass es sich nur in ihrem Haus aufhält, in einem Bereich vom Haus, vielleicht irgendwo im Garten, aber physische Begrenzungen sind besser, ein Ort, der ihm allein gehört, noch viel besser, denn das ist für ihn Heimat – für ihn Heimat und für sie Kontrolle.

Was als zu Hause dienen kann

Ein Altar oder eine Statue sind eine Möglichkeit, damit der Magier dem Servitor ein Zuhause geben kann. Eine andere ist ein Gemälde, eine Puppe, eine Sigille, ein Stein, sogar ein verziertes Stück Holz, eine Flasche, es kommt so ziemlich alles infrage, dass sich magisch bearbeiten lässt.

 

Entscheidend ist, dass die Magierin das Objekt zur Heimat des Psychogons macht, es ist der Ort, an dem es sich wohlfühlt und an dem es wirken kann. Je mehr Zeit und Mühe die Magierin investiert, je besser sie die Wohnstätte an den Servitor anpasst, umso wohler wird es sich fühlen, umso besser wird es seine Aufgabe erfüllen und umso treuer wird es sein.

Religion und keine Hexerei

Auf den ersten Blick mag es spektakulär klingen, einem Servitor ein Zuhause in Form eines Altars, einer Statue oder eines Bildes zu geben oder ihn in einer Flasche »einzuschliessen« - das klingt märchenhaft. Aber all diese Dinge sind magischer oder religiöser Alltag.

 

Seit tausenden von Jahren erschaffen Religionen nicht nur Statuen oder Altäre für ihre Gottheiten, sie erschaffen ganze Gebäude für sie – Tempel. Im Christentum, in dem Götzen verachtet werden, gibt es wunderschöne Skulpturen, Gemälde und Kathedralen, um die Menschen Gott näher zu bringen. Sie beten Jesus, Maria und andere an. Nun, man kann darüber streiten, was ein Götze ist, aber im Christentum werden gewisse Entitäten angebetet und bei ihnen um Hilfe ersucht.

Einquartierung des Psychogons

Idealerweise quartiert der Magier den Servitor bei dessen Erschaffung ein. Er wird in seinem Zuhause manifestiert. Geschieht dies, kann er fest an seine Wohnstätte gebunden werden, wodurch der Magier auch sicher sein kann, dass er kein Eigenleben entwickelt.

 

Erschafft die Magierin aus welchem Grund auch immer erst später eine Wohnstätte, muss sie diese mit Bedacht wählen. Sie kennt ihre Psychogon bereits, somit weiss sie, welche Charaktereigenschaften die Materialien seiner Wohnstätte besitzen müssen. Sie weiss auch, ob sie einen Altar, ein Bild, ein Edelstein oder was auch immer benutzen sollte. Dann folgt ein Ritual, bei dem das Psychogon aufgefordert oder ihm befohlen wird, in der Wohnstätte Einsitz zu nehmen. Wie bestimmt sie vorgeht, hängt vom Psychogon, seiner Aufgabe und ihr selbst ab.

Material- und Formkunde

Ein Magier überlegt sich gut, was für Materialien er verwendet. Das Material sollte zu den Eigenschaften des Servitors passen. Jedes Material ist mit bestimmten Kräften und Sphären assoziiert. Gewisse Materialien stossen einem bestimmten gearteten Servitor ab.

Nehmen wir ein Psychogon, das mit dem Element Feuer arbeitet. Es wäre unklug, ihm eine Skulptur aus Eis als Heimstätte zu geben. Holz kommt für es durchaus infrage, denn Holz ist Nahrung für das Feuer und es kann aus dessen Schwingungen zehren, wird aber an der Substanz nagen, bis es sein eigenes Zuhause zersetzt hat. Das kann dazu führen, dass das Holz morsch wird und zerfällt oder im Extremfall sogar Feuer fängt. Ob es zerfällt oder in Flammen aufgeht, hängt wesentlich davon ab, wie das Psychogon von der Substanz zehrt. Macht es das langsam, zerfällt sie, bezieht es abrupt und dynamisch Energie, erhöht es die Schwingungsfrequenz und das Holz geht in Flammen auf.

Wie die Magierin das Material weise wählt, überlegt sie sich auch, was für eine Gestalt die Heimstädte haben soll. Entscheidet sie sich für einen Altar, ganz ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ein Altar kann eine Statue enthalten, Sigillen und andere Ornamente. Wählt sie eine Statue, überlegt sie sich, welche Kräfte in ihrem Psychogon wohnen, welche Form sie ihm gegeben hat und welchen Namen und wenn sie sich für eine Gestalt entschieden hat, wird sich fühlen, ob es richtig ist oder nicht.

Bei der Wahl der Form können dem Magier geometrische Formen helfen. Das Quadrat steht für die Erde, ein Sichelmond oder ein Kreis für Wasser, ein Dreieck für Feuer, ein Stern für Wind, ein Kreis oder eine Schlaufe der Unendlichkeit für den Geist und den Äther. Wenn der Magier diese Formen zusammensetzt und etwas verzehrt, kann er damit menschliche oder tierische Formen hervorbringen.

 

Egal wie die Magierin vorgeht, entscheidend ist, dass sie Verstand, ihr Herz und ihr Bauch sagen, dass es die richtige Wohnstätte ist.

Von Pergament, Elektronik und die Macht von Brücken

Ein Stück Papier oder eine E-Mail kann einem Servitor als Heimstätte dienen. Am effektivsten lassen wir einen Servitor auf einem Stück Papier oder einer E-Mail Einsitz nehmen, indem wir eine Sigille dafür entwickeln. Sie besteht aus drei Komponenten: Die Sigille des Servitors, der Sigille des Hauses und der Sigille der Verschränkung.

Es versteht sich, dass die Sigille des Servitors eine Verkörperung von diesem ist. Wenn der Magier beabsichtigt, den Servitor auf Papier oder Elektronik Einsitz nehmen zu lassen, sollte er bei dessen Schöpfung eine Sigille verwenden, um bereits eine Vorlage zu haben, aber auch den Ablauf der Konstitution nicht zu stören. Sigillenmagie ist eine eigene magische Richtung, die entsprechend Kräfte fliessen lässt, sodass die gesamte Schöpfung in einem steten Fluss ist.

Bei der Sigille des Hauses hat die Magierin darauf zu achten, dass sie mit Dimensionen und Sphären arbeitet, die auf das Wesen des Servitors eingehen, sodass dieser sich in seinem Haus wohlfühlt.

 

Bei der Sigille der Verschränkung handelt es sich um eine Brücke zwischen dem Haus und der Umgebung. Diese braucht der Magier, um den Servitor in das Medium zu bringen, aber der Servitor nutzt sie auch, um mit der Umgebung zu interagieren. Sie kann daher auch als Mauer verwendet werden, um die Aktionen des Servitor mit seiner Umgebung einzuschränken oder ganz zu unterbinden sowie sie zu fördern, so wie es der Magier wünscht. Somit ist es ein mächtiges Kontroll- und Hilfsmittel.

Die Gefahr von Bildnissen

Die Magierin sollte als Heimstätte für ihr Psychogon alles meiden, was mit einer anderen Person assoziiert ist. Das offensichtlichste Beispiel ist das Foto einer Person. Verwendet sie das Foto einer Person, besteht die Gefahr einer Verschränkung mit dieser. Es könnte dazu führen, dass es diese Person als Ziel identifiziert oder sie berät, abhängig was dessen Aufgabe ist. Sicher besteht die Gefahr für alle möglichen Irritationen durch die Schwingungen der Person.

 

Für Irritationen können auch Amulette, Medaillons oder Schmuck führen, die einer Person gehörten. Üblicherweise gibt es eine persönliche Bindung zwischen diesen Objekten und den Besitzern und auf der magischen Ebene bedeutet das eine Verseuchung durch Schwingungsfrequenzen. Natürlich kann der Magier Reinigungsrituale durchführen, richtig ausgeführt, kann er die Objekte dann verwenden, doch bei Fotos funktioniert so etwas nicht. Enthalten die Objekte Initialen, Namen oder andere Insignien der Personen, besteht auch die Gefahr, dass die Schwingungen der Person zu Irritationen führen kann.

Die Reinlichkeit des Hauses

Die Magierin hat darauf zu achten, dass das Gefäss ihres Psychogons sauber ist. Verwendet sie ein Amulett oder andere kleine Dinge, die sich leicht verstauen lassen, kann sie ein Kästchen herstellen oder kaufen und weihen, um das Amulett vor fremden Emissionen zu schützen. Ein Altar ist ideal, denn dieser bietet nicht nur eine Heimstätte, sondern auch die Möglichkeit, fremde Emissionen fern zu halten.

Verschmutzungen sind gefährlich, sie stören die Verbindung des Servitors mit der Umgebung, können ihn aber auch Schwächen, indem die Schwingungen auf jenes des Gefässes überspringen und von diesen auf den Servitor.

 

Deswegen gibt sich der Magier viel Mühe, das Haus reinzuhalten. Er tut es, indem er das Gefäss vorbereitet, um fremde Emissionen fernzuhalten und/oder Rituale exerziert, um fremde Emissionen fernzuhalten. Bei Bedarf exerziert er auch Rituale, um das Haus des Servitors zu reinigen.

Wohnungswechsel

Es kann vorkommen, dass ein Servitor eine neue Heimstätte braucht. Möglicherweise wurde das Gefäss zu stark verunreinigt, vielleicht erwies es sich als nicht optimal für ihn, vielleicht zehrt er die Kräfte des Gefässes zu sehr aus, ob es nur der Energiezufuhr dient oder es aus einem anderen Grund geschieht, vielleicht agiert er darin nicht, wie er sollte, vielleicht ändert sich sogar sein Wesen.

Bequemlichkeit oder Effektivität

Erforderliche Bequemlichkeit schaffen

Die Magierin muss eine Wohnstätte aussuchen, in der sich ihr Psychogon wohlfühlt. Sie weiss selbst, dass es sich besser arbeiten lässt, befindet sie sich in einer angemessenen Umgebung. Sie weiss, entspannen kann sie nur, wenn es in ihrem Haus gemütlich ist.

Wo sich ein Servitor wohlfühlt, hängt von seinen Eigenschaften ab. Ein verlässlicher Indikator ist, seinen Charaktereigenschaften Elemente zuzuweisen und dann Objekte und Materialien zu verwenden, die zu diesen gehören.

 

Nebst Elementen kann die Magierin auf Farben, Strukturen im Material oder Muster darin zurückgreifen sowie auf Ornamente, deren Winkel, Bögen, Hieroglyphen, Piktogramme, Glyphen, Runen, Buchstaben, Nummern und zahlreiche andere Symbole, die dem Charakter entsprechen.

Bequemlichkeit oder Effektivität

Es kommt vor, dass es Friktionen zwischen Effektivität und Bequemlichkeit gibt. Es gibt Materialien oder Trägersysteme, die es den Servitor bequem machen, aber es ihm erschweren, seine Aufgabe zu erfüllen. Dann muss der Magier eine Entscheidung treffen. Soll es der Servitor bequemer haben oder seine Fähigkeiten optimaler entfalten können.

Grundsätzlich gilt: Je länger der Servitor existieren soll, umso mehr Gewicht sollte die Bequemlichkeit haben. Denn fehlende Bequemlichkeit führt zu Verspannungen. Im Fall eines Servitors bedeutet das Verwerfungen in den Schwingungen seiner Elemente. Dies schwächt ihn und kann ihn sogar zersetzen.

 

Hat er dagegen nur eine kurze Lebensdauer, liegt der Schwerpunkt auf der Effektivität, denn seine Kraft wird er in kürzester Zeit entfalten.

Die Räumlichkeit der Wohnstätte

Um Räumlichkeiten bemüht sich die Magierin, erschafft sie einen langlebiges Psychogon. Dabei handelt es sich um Sektionen oder Teile eines Trägersystems, die dafür gedacht sind, dem Psychogon einem Platz zuzuweisen und/oder ihm Energie zuzuführen.

Baut die Magierin einen Altar, hat sie zahlreiche Möglichkeiten, einen Hohlraum für ihr Psychogon zu erschaffen sowie einen, um ihm Körperflüssigkeiten, Wein, Sirup, Zucker oder andere Getränke und Nahrung zur Verfügung zu stellen, um es aufzuladen.

 

Aber auch bei einfacheren Objekten ist es nicht schwierig. So kann die Magierin im Brustraum einer Statue oder Puppe den Wohnraum für das Psychogon erschaffen, während im Kopf jener für die Opfergaben ist. Bei einer Pfeilspitze kann der Raum für die Opfergabe hinten sein, während der Wohnraum im Zentrum liegt. So bezieht das Psychogon die Kraft von hinten, nimmt sie auf und kann sie über die Spitze emittieren.

Hilfsmittel Räucherwerk

Der Magier greift gerne auf Räucherwerk zurück, erschafft er einen Servitor. Er kann dem Servitor mit dessen Hilfe eine Form geben. Aber er verwendet es auch, um den Servitor auf die Wohnstätte zu übertragen, er nutztes als Gabe, aber auch als Verbindung zu Umgebung. So kann es einem Servitor, der in einem Altarraum wohnt, nur möglich sein, über Räucherwerk mit der Umgebung zu interagieren.

 

Ebenfalls bietet sich das Räucherwerk dem Magier an, um die Wohnstätte des Servitors sauber zu halten oder von fremden Emissionen zu schützen. Besonders effektiv ist es, weil das Räucherwerk eine Wohnstätte mit einem bestimmten Duft einhüllt und fremde Düfte fernhält. Da ein Duft immer für Schwingungsfrequenzen steht, werden so unliebsame Kräfte und Entitäten ferngehalten.

Der Altar - die Luxusimmobilie

Ein Altar ist für einen Servitor der reine Luxus. Denn der Magier kann im Zentrum einen Wohnraum für ihn schaffen, in einem äusseren Ring einen Bereich für die Gaben und in einem weiteren Ring ihn mit der Umwelt verbinden und um ihn von äusseren Emissionen zu schützen. Natürlich hängt die Qualität vom Altar von den Fähigkeiten des Magiers ab.

Das Räucherwerk - die Jugendherberge

Bis jetzt schrieb ich primär von festen Trägerobjekten, welche Psychogonen als Wohnstätte dienen. Aber sie können auch in Räucherwerk existieren, Gewürzen, in Pulver, selbst in Luftmolekülen. Aber diese Optionen wählt die Magierin lediglich, hat ihr Psychogon nur eine kurze Lebensdauer. Vor allem beim Räucherwerk vergeht er mit dessen Auflösung, was auch ein mächtiges Mittel ist, um seine Beendigung festzulegen.

Die Pflanze als Wohnstätte

Die Vorteile und die Wahl der Pflanze

Eine Pflanze als Wohnstätte bietet viele Möglichkeiten, da eine Pflanze ein Lebewesen ist, das Prana enthält und damit eine natürliche Energiequelle für den Servitor sowie eine Aura, die der Servitor nutzen kann, um mit der Umgebung zu interagieren.

Entscheidend ist, dass der Magier die richtige Pflanze wählt. Ihre Natur muss jener des Servitors entsprechen, ansonsten schickt sie Wellen in die Aura, welche diesen abwehren und gelingt trotzdem eine Okkupation, setzt ihre Schwingungen ein, um ihn zu vertreiben, sodass er kämpfen muss, um Einsitz zu nehmen. Vielleicht gelingt es ihm, aber meistens wird er geschwächt und verliert damit an Kraft.

Hat die Magierin ihr Psychogon in einer Pflanze implantiert, sollte sie diese in einen mit Ornamenten versehenen Topf stellen. Über die Erde nimmt die Pflanze Flüssigkeit und Nährstoffe auf, um sich am Leben zu erhalten und das Psychogon zu versorgen. Die Magierin nutzt den natürlichen Vorgang der Lebenserhaltung, um ihr Psychogon zu füttern. Gleichzeitig kann sie die Fotosynthese zum selben Zweck nutzen. Weiter nutzt sie den mit Ornamenten versehenen Topf, um die Pflanze vor fremden Kräften zu schützen. Der Topf sollte mit der Aura der Pflanze interagieren und neben dem Schutz dem Psychogon helfen, mit der Umgebung zu interagieren.

 

Steckt die Pflanze in Erde oder Wasser, hilft das dem Servitor auch sich mit der physischen Welt zu verbinden, hat die Pflanze freie Sicht zum Himmel und kann von der Fotosynthese profitieren, hat der Servitor eine Verbindung zum Himmel, Sonne, Mond, Sterne, Planeten und sogar den Sternkreiszeichen. Ist beides gegeben, befindet er sich zwischen Himmel und Erde und ähnlich dem Menschen wird er zu einem Mittler und Medium dieser beiden Polaritäten und kann auf allen Ebenen zwischen Himmel und Erde wirken.

Die Kraft der Art der Implantierung

Wie bereits angedeutet, ist es wichtig, wie der Servitor in die Pflanze implantiert wird. Der Magier hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: er implantiert den Servitor beim Schöpfungsakt oder erschafft ihn beispielsweise auf einem Altar oder in einem Räucherwerk und überträgt ihn dann auf die Pflanze.

Besitzt die Magierin eine Pflanze, die perfekt mit dem Wesen des Psychogons harmoniert, wird es direkt in die Pflanze implantieren, sodass er nur die Existenz innerhalb der Pflanze kennt, sodass dieses zu seinem natürlichen Körper wird, zu seinem Medium, um mit ihr, der Umgebung, Himmel, Erde und allem dazwischen zu interagieren, dass es für ihn nichts anderes gibt, als durch Fotosynthese und über die Erde Kraft zu absorbieren.

 

Es ist leider nicht immer möglich, die perfekte Pflanze zu finden. Dann greift der Magier auf die bestmögliche Option zurück. Er wird Rituale durchführen, um die Pflanze auf den Servitor vorzubereiten, dann erschafft er den Servitor meistens auf einem Altar oder in einer Sigille, bereitet diesen auf die Übertragung vor und führt diese dann durch. Die Übertragung sollte in einer sterilen Umgebung erfolgen. Jeder Magier weiss, wie er einen Raum reinigt, um seine Rituale durchzuführen und das muss er bei der Implantierung machen.

Aufbau und Einsatz von einem Pflanzenaltar

Einige Magierinnen erschaffen um ihre Pflanzen Kunstwerke. Im Zentrum liegt die Pflanze, umgeben von fruchtbarer Erde, dann folgen Anordnungen von Steinen, vielleicht sogar Statuen und anderen Pflanzen, welche das Psychogon in der Pflanze unterstützen. Sie helfen bei der Interaktion mit der Umgebung oder schirmen ab.

Wie bereits erwähnt, ist eine Pflanzen ein Lebewesen. Als Lebewesen ist sie mit dem Kosmos verbunden und somit auch der künstlich geschaffene Servitor. Kunstwerke, wie oben erwähnt wurden, lassen sich mit einer Wiege vergleichen, die für ein Kind erschaffen wurde. Sie sollen behüten und für Wohlbefinden sorgen. Es zeugt davon, dass der Magier um das Wohlbefinden seines Servitors besorgt ist und dies wird die Beziehung zwischen ihm und den Servitor fördern und diesen geneigt machen, ihm zu Diensten zu sein.

 

Steht genug Platz zur Verfügung, kann eine Magierin dem Psychogon einen eigenen Platz im Garten geben. Dieser Platz ist dann das Zentrum, um das Haus zu verteidigen oder um mit anderen Sphären zu kommunizieren. Mit genug geschickt, muss die Magierin dafür nicht in den Garten gehen, sie kann es von überall im Haus machen oder im Altarraum. Das ist alles eine Frage des Aufbaus des Psychogons, der Integration in die Pflanze, seinem Vorhof im Garten und dem Ritualraum oder den Vorkehrungen im gesamten Haus.

Die Kraft und die Gefahr der Schöpfungskraft

Eine Faszination beim Erschaffen von Servitoren ist die Schöpfungskraft dahinter. Der Magier kann eine Existenz erschaffen. Ich sag jetzt absichtlich nicht leben, denn ein Servitor ist ein künstliches Gebilde aus energetischen und mentalen Feldern, das keinen freien Willen besitzt und nur sehr eingeschränkt mit dem Kosmos integrieren kann – zumindest meistens.

Bringt die Magierin eine Pflanze ins Spiel, bringt sie Leben ins Spiel. Eine Pflanze besitzt Prana, damit Lebenskraft. Eine Pflanze ist oft auch fähig, sich zu reproduzieren. Das ist die Schöpfungskraft, die ein Attribut des Lebens ist. Und sehr wichtig: eine Pflanze besitzt eine Aura, die aus Feldern besteht, mit der sie mit der Umgebung interagieren kann und die sie mit dem Geflecht von Feldern und Wellen, welche den Kosmos bilden, vernetzt.

Die Pflanze ist damit das Hilfsmittel für den Magier, um seinem eigenen Geschöpf/Servitor wahrhaft Leben zu verleihen. Ist der Servitor stark genug, kann somit enormes Potenzial entfalten werden. Aber es birgt auch ein Risiko.

 

Die Magierin darf nie vergessen, Pflanzen sind vegetativ, Tiere sind instinktiv und Menschen sind bewusst. Das ist die Leiter der kosmischen Evolution bis zu unserer Existenz. Erschafft sie ein Psychogon, gibt sie diesem mehr oder weniger Bewusstsein, aber das Prana in der Pflanze – die Kraft des Lebens –, kann der Funke sein, die dem Bewusstsein des Psychogons eine Eigendynamik verleiht, sodass es sich über seine Bestimmung, die ihm von der Magierin gegeben wurde, hinaus erhebt. Dann kann die Magierin die Kontrolle über es verlieren und es sich sogar gegen sie wenden.

Der Mensch als Wohnstätte

Es ist einem fähigen Magier möglich, einen Servitor in einem Menschen zu implantieren. Üblicherweise greift er dabei auf ein Medium zurück, das ihm dient. Das bietet dem Servitor die Möglichkeit, die Kräfte des Menschen und dessen Vernetzung mit dem Kosmos zu nutzen, die weit über die Möglichkeiten einer Pflanze hinausgehen.

Ich erwähnte bei der Wohnstätte Pflanzen, da das Prana der Pflanze dem Bewusstsein des Psychogons eine Eigendynamik verleihen kann. Denkt jetzt eine Magierin an einen Menschen als Wohnstätte, fragt sie sich, welche Gefahren hier lauern. Ihr wird die Besessenheit durch den Kopf schiessen und sie hat nicht unrecht. Es ist möglich, dass ein Psychogon die Kontrolle über sein Medium übernimmt, aber ich schriebe absichtlich, dass die Magierin auf ein Medium zurückgreift würde, welches ihr dient.

Eine Dienerin eines Magiers lässt sich ausbilden, um Kräfte und Entitäten in sich aufzunehmen und zu überwachen. Sie ist fähig, dem Servitor beispielsweise eine Wohnstätte in Anahata zu geben, in der er sich nach ihrem Willen mit Kraft versorgen und mit der Umgebung interagieren kann. So besteht die Kontrollinstanz aus der Dienerin, die entsprechend ausgebildet ist, was eine sehr sichere Sache.

Aber auch unter Kontrolle eines Dieners gibt es gewisse Gefahren. Nimmt ein Servitor in einem Menschen einsitzt, spürte er dessen energetischen und mentalen Ströme, er spürt dessen Leidenschaften, dessen Triebe, er spürt die höhere Existenz und kann Lust darauf bekommen. Der fähige Diener wird den Servitor kontrollieren, aber hat er das Gefühl, zu mehr berufen zu sein, geht seine Nützlichkeit für die Magierin verloren, weil er sich weigert, mit dieser zu kooperieren.

Während bei der Pflanze ein Garten zu dessen Unterstützung, respektive jener des Servitors genutzt werden kann, bieten die Koshas, Chakren und Bewusstseinszustände eines Mediums unglaubliches Potenzial. Wo der Servitor einsitzt nimmt, was für Aufgaben er hat und wie viel Kontrolle er auf die Systeme des Menschen hat, bestimmen über sein Potenzial.

 

Der Magier sollte auch darauf achten, den Servitor in dem Chakra oder dem Kosha einzuquartieren, die zu seiner Aufgabe passen und zu den Sphären und Dimensionen, mit denen er arbeiten muss.

Das Tier als Wohnstätte

Auf die Möglichkeiten, die ein Tier bietet, gehe ich nicht näher ein. Das Tier liegt zwischen dem Menschen und der Pflanze. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich ein Abstecher in die Mythologie zu machen oder sich mit der Bedeutung von Krafttieren auseinanderzusetzen. Dort wird er sehr viel Inspiration erhalten.

 

Zu beachten ist auch, dass ein Psychogon Kontrolle über ein Tier übernehmen kann, wobei es nicht wie eine Dienerin trainiert werden kann, dass zu verhindern.

Die Liste möglicher Trägersysteme

v  Steine,

v  Hölzer,

v  Metalle,

v  Stoffe,

v  Papier,

v  Edelsteinen,

v  Statuen,

v  Puppen,

v  Medaillons,

v  Amulette,

v  Schlüssel,

v  Flaschen,

v  Gläser oder Tassen,

v  Teller und Besteck,

v  Kerzen,

v  Waffen,

v  Teile von Waffen wie Pfeil- oder Speerspitzen,

v  Schmuck (Halsketten, Armbänder, Fingerringe, Ohrringe usw.)

v  Kleidungsstücke,

v  Tür- oder Fensterrahmen,

v  Elektronik (E-Mails, Dateien und vieles mehr)

 

v  Pflanzen, Tiere oder Menschen