Mögliche Vorgehensweisen

Namen besitzen Kraft und Namen geben der Magierin Macht – Macht über das Psychogon. Aus diesem Grund sollte die Magierin sich gut überlegen, welchen Namen sie ihrem Geschöpf gibt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

v  Meditation,

v  Divination,

v  Channaling

v  Studium der Materie

 

v  und einiges mehr …

Ein Name aus dem Studium der Materie

Generell

Auf die Meditation, Divination und das Channaling gehe ich hier nicht näher ein, ich konzentriere mich auf das Studium der Materie.

Es geht nicht um Steine, Metall oder den Körper, es geht beim Studium der Materie darum, dass der Magier sich mit dem Prozess der Schöpfung auseinandersetzt.

 

In diesem Prozess fand der Magier heraus, was er erreichen will und wie er es erreichen will. Idealerweise hatte alles aufgeschrieben und beim Studium seiner Notizen vermag er, ein Leitsatz für die Entität heraus zu kristallisieren.

Ein Name aus einem Leitsatz

Der Leitsatz der Magierin, die den Personalverantwortlichen manipulieren will, um ihr Ziel zu erreichen, kann folgendermassen lauten:

„Das Psychogon weckt alle positiven Impressionen, die Gustav (der Name von Personalverantwortlichen) von mir hat und die negativen von Peter (den Konkurrenten), auf das Gustav mich mit Überzeugung erwählt.“

 

Im nächsten Schritt streicht der Magier jeden Buchstaben, der doppelt vorkommt, worauf ein Wort entsteht.

Im Fall des oben genannten Satzes bleiben folgende Buchstaben übrig:

D E R S V I T O W C K A L P N M G U H F Z.

Das ergibt das wenig klangvolle Wort:

„DERSVITOWCKALPNMGUHFZ“.

 

Da die Magierin den Namen aussprechen können sollte, modifiziert sie dieses Wort. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

v  Sie fügt Vokale dazwischen ein, damit es mehr Klagen bekommt.

v  Sie fügt Vokale und Konsonanten ein, damit es mehr Klagen bekommt.

v  Sie formt aus den vorhandenen Buchstaben ein klangvolles Wort, wobei sie Vokale und Konsonanten hinzufügen und welche weglassen kann.

Einige Magierinnen vertreten die Ansicht, dass nur mit dem vorhandenen Rohmaterial gearbeitet werden soll. Neue Vokale und besonders Konsonanten sollten weggelassen werden, geht es um die Neugruppierung von den Buchstaben und soll die Reihenfolge beibehalten werden, sollte mit Vokalen sehr vorsichtig umgegangen werden. Dabei ist wichtig, zu welchen Sphären, Bewusstseinsebenen, Chakren, Naturkräften, Psikräften usw. die Vokale gehören und sie müssen ihn Korrespondenz mit dem Zweck des Psychogons gesetzt werden.

Je enger die Magierin die Grenzen setzen, umso schwieriger ist es, aber einige sind davon überzeugt, dass sie nur so den geeigneten Namen finden.

 

Ich rate meinen Akolythen oder Paladinen, dass sie am Anfang die Grenzen weiterziehen sollen. Da ich ihnen auch rate, zu Beginn Servitoren mit bescheidenen Aufgaben zu erschaffen, ist das auch kein Problem. Künstlerische Freiheit, die durchaus sehr schwammig sein kann, trifft sich mit wenig komplexen Aufgaben.

 

Ich entwickle die einzelnen Buchstaben hier nicht zu einem Wort, wer wissen will, wie es sich anfühlt, kann es gerne als Versuchsanlage nutzen. Es ist eine gute Übung, die vor allem keine Wirkung entfaltet.

Nachdenken/Meditation über die Unterlagen

Anstatt einen Leitsatz zu formulieren, kann die Magierin über den Unterlagen brüten, sich Gedanken machen, was der Zweck der Psychogons ist, wie es aussieht, wie es seine Aufgaben erfüllt, wie es auf die Umgebung, Menschen, Tiere und diverse andere Entitäten wirkt, das dann mit Entitäten aus der Geschichte, Mythologie oder Religion vergleichen, um einen passenden Namen zu finden.

 

Bei dieser Vorgehensweise belässt es eine Magierin gewöhnlich nicht beim Nachdenken/Brüten, sie meditiert auch darüber und spricht sich gegebenenfalls mit einem Freund ab. Dieser kann dieselben Analysen durchführen und dann sagen, was für einen Namen er geben würde oder welcher Art von Wesenheit (wie die Polarität von Engeln und Dämonen) er dem Servitor zurechnen würde. Und natürlich kann er auch den Namen der Magierin analysieren und kritisieren.

Ein Name aus einer Sigille

Erschuf der Magier mithilfe einer Sigille eine Entität, kann er dessen Komponente auseinandernehmen, sehen für welche Kräfte, Sphären und Bewusstseinszustände sie stehen, um so zu einem Namen zu kommen.

 

Dabei macht er immer ein Abgleich zwischen den einzelnen Komponenten und dem Aussehen der Sigille. Kennt sich ein Magier mit Dämonologie und Sigillen aus, wird er die Verwandtschaft zu Wesenheiten, Sphären usw. erkennen und so Inspiration erhalten.

Unsicherheit bei der Namensgebung

Viele Magierinnen schrecken zurück, ihrem Psychogon den Namen einer bereits existierenden Entität zu geben. Einige fürchten, deren Zorn auf sich zu ziehen, andere, dass Befehle, die sie erteilen oder Kraft, die sie dem Psychogon zuführen wollen, an diese Entität geht. Beides ist nicht auszuschliessen.

Ich rate davon ab, den Namen einer bereits existierenden Entität zu wählen. Die Gefahr, dass Kraft oder Befehle an den falschen Adressaten gehen, ist gegeben.

 

Grosse Unsicherheit herrscht oft auch, ob der Name angemessen ist. Die Magier fragen sich, ob er genug stark ist, ist er genug aggressiv, wenn der Servitor destruktiv wirken soll oder verkörpert er genug Licht und Liebe, wenn er heilen soll.

Es sind durchaus verständliche Fragen, da Namen Kraft besitzen. Ein falscher Name kann sich negativ auswirken, denn der Name verleiht dem Servitor Persönlichkeit.

Die Antwort ist so einfach wie für viele unbefriedigend: Der Magier muss auf seinen Verstand und sein Herz hören, auf die Logik, die Gefühle und die Emotionen:

v  Verkörpert der Name, was der Servitor erreichen soll?

v  Verspürt der Magier Leichtigkeit und Wohlbefinden, wenn er den Namen ausspricht? (Wohlbefinden ist der Schlüssel, wie sich das in einem Magier manifestiert, ist sehr unterschiedlich.)

v  Ist der Magier warm, wenn er den Namen ausspricht? (Auch die Emotionen der Magier unterscheiden sich.)

v  Pulsiert der Körper in Ruhe, wenn er Name in Korrespondenz zur Bestimmung gesetzt wird? (Hier geht es um die Schwingungsfrequenzen und die energetische Ebene.)

 

Bewusstsein, Unterbewusstsein und Unbewusstsein liefern die richtige Antwort. Wichtig ist, dass der Magier auf seine eigene Wahrnehmung sowie seinen Verstand, Intuition und Instinkt vertraut.

Die Notwendigkeit eines Namens

Die Notwendigkeit

Der Name verleiht dem Servitor seine Persönlichkeit. Zusammen mit seinem Zweck und seiner Form bildet er diesen. Damit ist er unentbehrlich.

 

Es gibt aber ein ABER.

Der ätherische Name

Ein Psychogon ist ein Geschöpf der jenseitigen Welt. Dort braucht es keinen verbal artikulierten Namen. Der Name kann ein Klang sein, ein Summen, eine Ansammlung von Geräuschen, die aus seinen Schwingungsfrequenzen resultieren, die durch seine Bestimmung und Form generiert werden.

 

Eine fähige Magierin, kann damit arbeiten. Sie braucht ihm keinen Namen aus der materiellen Welt zu verleihen.