Ungeeignete Sprache der Worte

Die Magie der Worte

In der verbalen und schriftlichen Kommunikation verwenden wir Worte. Wir haben für fast alles Worte. Für Objekte, denen wir im Alltag begegnen, für Ereignisse, die stattfinden, für Gefühle und Emotionen. Über die Jahrtausende hinweg erschufen wir an Konglomerat von Ausdrücken, die wir verbal und schriftlich artikulieren können, um anderen etwas zu beschreiben, um uns etwas zu beschreiben und um Dinge verstehen zu können.

 

Sprache ist für uns etwas derart Selbstverständliches, dass wir uns nicht mit ihrer Natur beschäftigen. Aber ein Magier muss das tun. Er braucht die Sprache bei Lingii, Litaneien, um Rituale zu beschreiben und für viele andere Dinge. Wer die Natur der Sprache etwas näherkommen will, soll einen Text in eine andere Sprache übersetzen. Wer das tut, wird gewisse Fallstricke erkennen. Wichtig ist, beide Sprachen sehr gut zu kennen, weshalb eine Sprache die Muttersprache sein sollte. Wenn man sich dann Gedanken macht, ob ein Wort, das auf den ersten Blick dasselbe ausdrückt, wirklich passt, wird man feststellen, dass ihm vielleicht gewisse Nuancen fehlen, Kraft dahinter, ein emotionaler Drall, etwas, was aber bei einer Litanei sehr wichtig ist.

 

Der ein oder andere Magier greift für seine magische Sprache gerne auf Latein, vielleicht sogar armenisch oder eine andere Sprache zurück. Er sucht in den Worten den richtigen emotionalen Drall. Alte Sprachen, vor allem tote Sprachen, haben den Vorteil, dass sie in Zeiten existierten, in denen Magie alltäglich oder zumindest als Existent anerkannt waren. Sie besitzen einen gewissen Spirit, den unsere Sprache verloren hat. Respektive, sie besitzen ein Drehmoment, dass wir in unserer Sprache nicht mehr erkennen, da wir sie nur im logischen Kontext kennen.

 

 

Wer musikalisch begabt ist, wer Lieder schreibt, aber auch jene, die Dichte verfassen, kommen der Natur der Sprache näher. Sie erkennen, dass der emotionale Gehalt eines Wortes sich in Kombination mit anderen Worten, der Geschwindigkeit der Aussprache und vielem mehr verändert. Er bekommt ein Gespür dafür, dass es mehr als Logik dahinter gibt und so kann er die Magie zurück in die Sprache bringen.

Verzerrtes Unterbewusstsein

Übersetzung nicht möglich

Erschaffen wir einen Servitor, geht es nicht ohne Unterbewusstsein und Unbewusstsein. Gefühle, Emotionen, Schwingungen, verknüpft mit unseren logischen Vorstellungen, brauchen wir, um unseren Servitor zu programmieren. Allerdings fehlt es den Worten an der nötigen Dimension, um diese Dinge wiederzugeben. Deswegen greifen wir auf Symbole zurück.

Die Symbole - die Sprache des Unterbewusstseins

Es gibt eine ganze Kaskade von Möglichkeiten, um mit Symbolen zu arbeiten. Wir können die Zeichensprache irgendeines Volkes verwenden, auf Symbole einer magischen Denkschule zurückgreifen, wir können Bilder verwenden, die uns allen bekannt sind. Dazu gehören einfache und komplexere geometrische Formen, Strukturen, Farben sowie Bilder von Tieren.

 

Einige von uns haben sich mit Krafttieren beschäftigt, um ihren Beistand zu erhalten oder um zu verstehen, warum gewisse Tiere in Träumen auftauchen. So nehmen wir das Bild eines Tieres, um dessen Attribute beispielsweise in eine Sigille oder einen Altar einzusetzen, den wir verwenden, um einen Servitor zu erschaffen.

 

Wer von uns sich mit Krafttieren beschäftigte, weiss auch, dass sie nicht in jeder Kultur und/oder magischen Denkschule dieselbe Bedeutung haben. Es liegt an kulturellen Unterschieden. Das sollten wir berücksichtigen, wenn wir uns entscheiden, einem Tier die entsprechende Bedeutung zu geben. Aber das allein ist nicht ausschlaggebend, genau genommen ist entscheidend, was wir für ein Tier empfinden.

 

Nehmen wir die Katze. Im alten Ägypten galten die Katzen als Wächter der Toten. Nehmen wir jetzt an, wir erschaffen einer Freundin einen Servitor, der sie von einem Geist schützen soll. Dieser Geist lebte früher in diesem Haus und kann nicht loslassen. Wir haben aber nichts für Katzen übrig, wir können mit diesen Tieren nichts anfangen. Für uns sind sie einfach pelzige Vierbeiner, die Miau machen und von unserem Hund angebellt werden. Dann nützt das Symbol einer Katze nichts. Ihm fehlt jegliche Kraft, denn nicht die alten Ägypter oder das alte Ägypten erschafft den Servitor, das sind wir. Wir exerzieren das Ritual, wir setzen unsere Kraft ein und/oder mobilisieren entsprechend Kräfte.

 

Ein anderes Beispiel ist ein Hund. Der eine liebt Hunde. Sein ganzes Leben hatte er immer Hunde, sie waren treue Begleiter, sie haben ihn immer beschützt, somit ist der Hund ein hervorragendes Symbol, um Wachsamkeit und Verteidigungsfähigkeit zu symbolisieren.

 

Ein anderer dagegen wurde viermal vom Hund des Nachbars gebissen, ein anderer Hund hat ihn auf dem Schulweg immer angebellt und zu guter Letzt wurde seine Katze noch von einem Hund gefressen. Es versteht sich von selbst, dass der Hund als Symbol eines Wächters vollkommen untauglich ist.

 

Einige denken, sie können ihre eigenen Gefühle beiseiteschieben und sich vollkommen auf die Bedeutung der Symbolik aus einer magischen Denkschule fokussieren. So einfach ist es nicht. Bei Oberflächlichkeit kann es funktionieren, aber wenn eine tiefsitzende Abneigung zu einem Tier besteht, ist es aussichtslos. Denn die ist tief in uns verankert und sie drängt an die Oberfläche, sobald wir unser Unterbewusstsein für die Magie arbeiten lassen.

 

Sobald wir unser Unterbewusstsein einsetzen, ist es wichtig, dass wir auf der rationalen Ebene mit den richtigen Instrumenten arbeiten – mit den richtigen Symbolen. Es ist nicht klug, die Logik gegen die Intuition antreten zu lassen, dass generiert unausweichlich Friktionen, welche die Bündelung von Kraft stören. Selbst wenn es uns gelingt, einen Servitor zu erschaffen, wird es Bruchstellen in seinen Schwingungen geben.

Die Wahl des richtigen Symbols

Die Suche

Kein Buch und keine Suchmaschine liefern uns die Antwort, welche Symbole am besten geeignet sind. Dort finden wir nur heraus, welche Symbole andere für etwas geeignet halten, respektive welches Tier, welche geometrische Form, welches Zeichen, welche Pflanze, welche Farbe und vieles mehr sie gewisse Attributen zubilligen. Alles wertlos, wenn wir nichts damit anfangen können.

Die Fragmente der Servitor-Insignie

Bei der Wahl der Symbole achten wir, dass sie die Fähigkeiten verkörpern, die der Servitor besitzt, die Umgebung, in der er agiert, die Sphären, die er benutzt, die Kräfte usw. Es bietet sich an, dass wir folgende Fragmente bilden:

v  Die Fähigkeiten, die gebraucht werden, um den Auftrag zu erfüllen.

v  Die Sphären, durch die er sich bewegen muss, um das Ziel zu erreichen (zeitliche Achse).

v  Die Kräfte, auf die er Zugang hat (energetische Achse).

v  Der Charakter der Entität, ob er aggressiv ist, friedlich usw. (Mentale Achse)

v  Die Verbindung zur Wohnstätte.

v  Wie er sich laben kann.

v  Wie er beendet wird und/oder die Dauer der Existenz.

 

v  Wie er konstruiert ist, also die Zusammensetzung der Felder.

Die Wohnstätte

Haben wir eine Wohnstätte für die Entität, sollten wir die Symbole daran anbringen.

Die Konstitution

Während der Konstitution reicht es, wenn wir das Symbol manifestieren, aber es ist immer ein gutes Hilfsmittel, es zu zeichnen, malen usw.