Der richtige Umgang mit Karma

Bei der Erschaffung von Psychogenen gelten die Gesetze von Karma. Erschaffen wir eine Entität, die Leid verursacht, generiert das negatives Karma.

Was auch immer wieder unter Karma verstehen, jede Aktion, die wir ausführen, alles, was wir sagen, selbst was wir denken oder fühlen, löst eine Reaktion in unseren Schwingungsfrequenzen aus und die Schwingungen in uns entscheiden, was für Kräfte wir anziehen und abstossen.

Die Erschaffung eines Psychogons erfordert viel Aufwand in Form von Zeit und Energie. Während dieses Prozesses werden unsere Schwingungen modifiziert. Wer Tage oder Wochen damit zubringt, ein Wesen zu erschaffen, das den Konkurrenten in den Tod treiben soll, wird Schwingungen generieren, welche Entitäten oder auch nur Felder, Wellen und Emissionen anziehen, die destruktiv wirken.

 

Aus einer spirituellen Sicht bedeutet das, dass wir Zerstörung über uns bringen. Aus magischer sich bedeutet es vor allem, dass wir uns dessen bewusst sein und achtsam sein müssen, damit uns schädliche Entitäten oder Kräfte nicht berühren.

Gute Welt und Böse Welt

Verweist auf die Konsequenzen

Es obliegt nicht mir, zu entscheiden, was gut und böse ist. Wenn eine Magierin ein Psychogon erschafft, um ihren Vergewaltiger in den Tod treiben, werden einige das für gut erachten, andere nicht, ich überlasse die Entscheidung jedem selbst. Ich verweise nur auf die Konsequenzen.

 

In diesem Fall kann man sagen, dass der Vergewaltiger, der Gewalt angewandt hat, Gewalt auf sich zog. Nur ist Karma kein geschlossener Kreislauf zwischen zwei Personen. Es schliesst nicht ab, es geht immer weiter.

Die Verführung der Macht und dessen Kraft

Ein Psychogon zu erschaffen, um sich an einer Person zu rächen, einen Konkurrenten auszuschalten oder sich irgendwie einen Vorteil zu verschaffen, ist sehr verführerisch. Aber je mehr wir auf eine derartige Entität setzen, umso aggressiver wirken wir im Kosmos.

Damit sind wir wieder bei den Schwingungen, aber auch mit den Wellen, die wir ständig in alle Richtungen emittieren. In unserem alltäglichen Leben ziehen wir Unterwäsche, Hose, Pullover, Jacke, Schuhe, Handschuhe, Mütze an, dazu kommt Schmuck. Damit manifestieren wir, was wir sind oder gerne wären. Wer uns auf der Strasse erkennt, wird uns anhand dieser Täuschungen erkennen, da er das, was wir wirklich sind, nicht sehen kann und wir dürfen es auch gar nicht zeigen, wenn wir das wollten.

Aber jenseits der physischen Welt, wo Schwingungen, Wellen und Felder miteinander interagieren, können wir uns nicht verbergen. Wir können nur uns vorübergehend verstecken, um einer Entdeckung zu entgehen, eine Entität abzuwehren oder Kräften auszuweichen, aber das geht nur für wenige Augenblicke.

Und ja, wir sind ständig auf der Strasse, bei der Arbeit oder in einer Vergnügungseinrichtung. Wir kleiden uns, um zu täuschen, um dann nach Hause zu gehen, wo wir sind, was wir sind. Aber in der kosmischen Ordnung gibt es keine räumliche Trennung, wir können sie nicht betreten und verlassen, wir sind immer da und wir werden immer offenbaren, wer wir wirklich sind. Die Kräfte, die zu uns gehören, werden wir anziehen, jene, mit der wir uns aufgrund unserer Schwingungsfrequenzen nicht verbinden können, stossen wir ab.

Wer glaubt, er kann ein Psychogon erschaffen, das einen Konkurrenten vernichtet und es so programmieren, dass es sich danach auflöst, sodass er von dessen Aggressionen befreit ist, irrt sich. Die eigene Konditionierung fand während der Schöpfung des Psychogons und dessen Arbeit statt und sie bleibt ein Teil von uns.

Auch dürfen wir nicht vergessen, dass es zu jedem Menschen, mit dem wir interagieren, eine Verschränkung gibt. Zu den meisten Menschen ist sie sehr flüchtig. Grüssen wir jemanden auf der Strasse, ist sie nicht von Belangen, verbringen wir den Arbeitstag mit einer Person, ist sie stärker, aber setzen wir eine Entität auf eine Person an oder attackieren sie anderweitig magisch, wird die Verbindung besonders stark, denn wir wirken hinter dem Schleier, wir wirken dort, wo die Kräfte, die verschränken, existieren.

 

Wir dürfen nie vergessen, Magie entsteht nicht aus dem Nichts. Magie ist keine Trickserei, Magie ist eine Wissenschaft, die nach bestimmten Gesetzen funktioniert. Wir setzen Kräfte/Energien in Bewegung, in diesen hinterlassen wir Spuren, mit diesen führen wir Verschränkung herbei und diese lösen sich nicht einfach auf.

Verantwortung

Ein Psychogon einfach machen zu lassen, klingt gut. Und warum sollten wir eine solche Entität schaffen, wenn wir ihr immer über die Schultern sehen müssen?

Ja, Psychogone sind da, um für uns etwas zu erledigen. Aber wir müssen lernen, sie zu erschaffen. Um zu sehen, wie erfolgreich wir waren, müssen wir ihr Wirken überwachen. Wer medial veranlagt ist oder Astralreise beherrscht, hat einen grossen Vorteil, die anderen müssen weltlich Recherchen anstellen.

Wie es dem Konkurrenten am Arbeitsplatz läuft, bekommen wir an der Arbeit mit. Ob der Angebetete sich zu uns hingezogen fühlen, finden wir auch relativ schnell heraus. Soll ein Helfer der Nervensäge, die einen im Zug immer anrempelt, Alpträume verpassen, müssen wir Kontakt zur Person aufbauen und uns an das Thema heranarbeiten.

Beim Arbeiten mit Psychogonen gilt wie mit allen magischen Praktiken: Wir müssen überprüfen, ob wir erfolgreich waren und was für Nebenwirkungen oder Kollateralschäden wir produzierten.

Es gib leider Magierinnen, die glauben, dass für Magie Regeln der Moral, Ethik oder des Anstands nicht gelten. Aber wie ich schon sagte: Wir fordern das Karma geradezu auf, auf uns zu wirken. Wir entkommen unseren Taten weit weniger als andere. Das soll nicht als moralisches Urteil von mir gewertet werden, es ist nur ein Hinweis. Und nochmals: Magie ist keine Trickserei und erst recht nichts, dass man heute benutzt und das Morgen verschwindet, wenn wir keine Lust mehr haben.

Das klingt auf den ersten Blick unfair, ist aber die Konsequenz unserer Macht. Deshalb nützt es nichts, sich darüber aufzuregen. Es ist klüger, es zu akzeptieren, sich bewusst zu sein, was ein Psychogon anrichten kann und zu akzeptieren, dass das gemäss der kosmischen Ordnung ein Akt der Aggression ist.

 

Um Kollateralschäden und damit unnötig Aggression zu vermeiden, sollten wir uns nicht nur überlegen, was unser kleiner Helfer machen soll. Wir müssen uns auch fragen, was er machen könnte, dass wir nicht beabsichtig haben und ob Drittpersonen plötzlich von seinen Aktionen betroffen sein könnten oder sogar zu seinem Ziel werden.

Selbstreflexion

Das richtige Mass

Einige glauben, dass sie zu allem imstande sind, dass es sie nicht kümmert, wie viel und was für Kollateralschäden es gibt, aber das trifft auf die wenigsten von uns zu. Allerdings kommt es unter Magiern auch häufig vor, dass sie sich moralisch schlechter reden, als sie sind.

Einige glauben auch, wenn sie die Kräfte hinter dem Schleier nutzen können, ändern sich für sie die Regeln von »Gut und Böse«, aber die Kräfte der Polarität wirken nach wie vor auf sie. Fakt ist: wir leben in einer Welt der Polaritäten und damit von Gut und Böse. Ob bei der Märchenstunde in der Kindheit, den Geschichtsunterricht in der Schule oder den Nachrichten im Fernsehen, alles dreht sich um Gut und Böse, um Richtig und Falsch, Sieger und Verlierer usw.

Er kennt das ein Magier nicht, erkennt er nicht, wo er steht und wird bei der Schaffung eines Psychogons scheitern. Verlangt er von diesem Dinge, die er nicht wirklich will, generiert er Interferenzen in deren Felder, die eine Konstitution oft verunmöglichen und sollte es doch entstehen, ist es vollkommen verkrüppelt und entweder ineffektiv bis nutzlos oder wendet sich sogar gegen den Magier.

 

Es ist unerlässlich, dass die Magierin in sich geht, um herauszufinden, wie sich ihr moralischer Kompass genau bewegt. Sie muss wissen, wie sie auf welche Aktionen des Psychogons reagieren wird. Dabei darf sie auch die Torsion nicht vergessen, die bei magischen Operationen immer wichtig ist – rückwärts gerichtete Zeit. Diese vermag Schwingungen aus der Zukunft in die Vergangenheit zu tragen und somit beispielsweise der Schock, wenn ein Mensch zu Schaden kommt. Dieser Schock wird Teil des Psychogons, er wird es schädigen, er wird es ineffektiv bis nutzlos machen, um diesen Schock – der aus der Zukunft kommt – zu verhindern. In gewisser Weise schützt die Magierin sich so selbst, aber sie wird mit der Konstruktion ihres Psychogons versagen.

Der freundliche Spiegel

Selbstreflexion ist gut, jeder Magier muss sie meistern, aber eine gute Freundin ist unentbehrlich. Haben wir jemanden, der uns gut kennt, können wir mit dieser Person unsere Pläne besprechen und sie kann uns sagen, was sie davon hält und was sie glaubt, wie wir reagieren werden.

 

Magierinnen sollten sich nie zu schade sein, sich mit Vertrauten auszutauschen. Sie sind bei der magischen Arbeit unersetzbar. Sie vermögen für uns ein Spiegel zu sein, sie vermögen unser Gewissen zu sein, sie mögen Aspekte unserer Persönlichkeit zu verkörpern und selbstredend eine aussenstehende Perspektive einbringen.