Mystiker

Mein Weg

 

Viele Jahre hielt mich eine Krankheit im Griff. Ich führte ein sehr isoliertes Leben, bevor ich dank Asanas, Pranayama, Meditation und Schreiben wertvollen Freiraum gewann. Die Krankheit/meine Vergangenheit verschwand nicht, aber Kraft – Kraft ist immer Neutral – lässt sich heute nutzen. Ganz will ich sie nicht loswerden, weil sie ein Teil von mir ist und zu einem Teil meiner magischen Fähigkeiten wurde. Was geschah, ist ein Teil meines Schicksals dieser Inkarnation. Alles Leid, das ich erlebte, führte mich auch den Pfad des Okkultismus und des Verstehens.

 

 

 

Alle Pein meines Lebens ist ein Teil meines Körpers, Energiekörpers und Geistes. Würde sie vollkommen verschwinden, veränderten sich die Ebenen meiner Existenz und ich müsste die Ströme neu ausrichten, um meine magischen Fähigkeiten einzusetzen. Ohne Zweifel wäre es machbar, aber ich bin überzeugt, dass sie ein Teil von mir ist…. Und heute weiss ich auch, dass es mein Untergang währe.

 

 

 

Die Krankheit zwang mich, mich mit mir auseinanderzusetzen – mit Körper, Energiekörper und Geist. Das Fundament meiner magischen Entwicklung bildete das Yoga. Über das Yoga kam ich zum Schamanismus (der natürlich ein Teilgebiet der Magie ist) und der Magie sowie dem Okkultismus. Auch das Schreiben von Romanen inspirierte mich, mich mit Schamanismus und Magie zu beschäftigen. Am Anfang verwendete ich mein Wissen als Autor, aber als die Energie in mir floss und der Geist leichter wurde, versuchte ich Vieles. Es begann mit Meditation und Versenkungszuständen, ich lernte meine Kraft- und Helfertiere kennen. Ich erreichte wundervolle Orte, wozu eine Quelle gehört.

 

 

 

Die Quelle ist eine Insel im Dschungel, wobei die Insel eine dichte, saftige Wiese ist, ein Felswand gehört dazu, umgeben ist sie nicht von Wasser, sondern von einem massiven Dickicht, hinter Lianen und Blättern befindet sich eine Höhle, in der eine Frau lebt – eine Priesterin. Als ich ihr das erste Mal begegnete, kam es zu einem Kampf. Sie sprang mich an, wir rangen miteinander, bis ich sie auf den Rücken zwang. Sie hat schwarzes, langes Haar, sehr helle Haut, ihre Augen besitzen ein tiefes dunkelbraun, fast schwarz. Als sie auf dem Rücken lag, entspannte sie sich, ich liess von ihr ab und wir setzten uns gegenüber hin. Keiner sagt etwas, aber von diesem Tag an fühlte ich mich dort geborgen und es fiel mir leichter, durch Raum und Zeit zu sehen und andere Orte zu erkunden.

 

 

 

Seit einigen Wochen erschuf ich auf der Astralebene einen Kraftort, wo ich eine Seelenverwandte unterbrachte, die vor langer Zeit ihr Leben liess und auf der Verbannungsebene festsass. Wir sind über die Leben miteinander verbunden. Mehr will ich dazu nicht sagen. Einerseits haben Namen Kraft, andererseits will ich es nicht.

 

 

 

Ich sehe mich primär als Mystiker. Ich führe magische Rituale durch, um meine Erkenntnisse und meine Studien zu überprüfen. Auch entwickelte ich meine rituellen Fähigkeiten weiter, um meine früheren Akolythen Familiaris auszubilden. Sie sind stärker in der praktischen Magie verhaftet als ich. Und ich gebe zu, hätte ich sie nicht ausgebildet, hätte ich viele Dinge nicht gelernt. Beide gaben mir auf verschiedenen Ebenen sehr viel. Heute dürfen sich beide Adepten nennen.

 

 

 

Meine heutigen Akolythen sind nicht so eng an mich gebunden wie meine früheren, aber ich bin froh, mein Wissen weiterzugeben. Die Korrespondenz mit meinen früheren Akolythen ist sehr bereichernd. Ich bin stolz auf sie, damit auch stolz auf mich, weil sie mein Werk sind – ja, ich schrieb mein Werk.

Meine Philosophie

 

Ich weiss, viele wenden sich der Magie, Esoterik, Spiritualität usw. zu, weil sie vom konventionellen Weg genug haben. Einige wollen sich weiterentwickeln, vielleicht, weil sie in der letzten Phase ihres Lebens sind oder nach Erfolgen im Beruf sehen, dass materielle Errungenschaften nicht wirklich glücklich machen. Ich gehöre selbst zu der Gruppe Menschen, die durch Leiden auf dem Weg der Magie kamen. Weil die konventionelle Medizin mir nicht helfen konnte, ging ich einen alternativen Weg. Aber ich lehne die konventionelle Medizin so wenig ab wie die Wissenschaft.

 

 

 

Ich bin überzeugt, dass die Erlösung der Menschheit in der Magie liegt. In all den Jahren als Mystiker erkannte ich, dass Magie eine Wissenschaft ist. Wissen ist das Fundament, Erfahrung, die aus der Praxis entsteht, die Säulen, das bilden von magischen Gemeinschaften das Dach und die Interaktion aller Magier miteinander das Leben zwischen Fundament, Säulen und Dach. Deswegen bin ich der Wissenschaft zugetan – gemeinsames Streben nach Wissen und das Erbauen von Neuem. Ich glaube, führte die Magie in unserer Gesellschaft kein Schattendasein, wäre es schon lange zur Synthese zwischen Magie/Esoterik/Spiritualität und Wissenschaft gekommen und der Menschheit ginge es sehr viel besser.

 

 

 

Ich weiss, viele Wissenschaftler interessieren sich für die Mechanismen, die hinter dem konventionellen Weltbild stehen. Wenige wagen es, darüber zu sprechen. Sie fürchten um ihre Reputation und Karrieren. Ich verstehe das, sie arbeiteten hart. Aber das Wissende an das glauben, was die konventionelle Wissenschaft noch verleugnet und ins Lächerliche zieht, zeigt mir, dass es Potenzial gibt. Und ich bin immer wieder erfreut, was für lebendige Gespräche ich mit ihnen führen kann, solange ich mich Indiskretion übe.