Königin des Abysos

Siehe Abyssos und Absu.

Die Schwarze Hand Ereshkigals

Ereshkigal vermag die gravitative Kraft, welche die Strömungen des Abyssos generieren, welche die Entfaltung magische Fähigkeiten beeinträchtigen, indem sie an den Feldern und Wellen der Entitäten innerhalb der Astralblase ziehen, gezielt einsetzen, um eine Entität an der Entfaltung ihrer Kraft zu hindern. Dabei steht ihr die gesamte Kraft des Abyssos zur Verfügung, somit das Fundament, auf dem die Astralblase steht, was sie selbst unter den Göttern gefürchtet macht.

 

 

Da die Schwarze Hand mit Gravitation arbeitet, kann selbst Licht sie nicht bekämpfen, es wird wie bei einem schwarzen Loch verzehrt, angezogen und zerteilt, wodurch es wenig hilft, Shamash oder Ishtar um Beistand zu bitten.

Ereshkigal und das Reich der Lebenden

Seltene Kommunikation mit dem Reich der Lebenden

Ereshkigal kommuniziert selten mit den Lebenden, was an ihren Pflichten, ihrem Wesen aber auch den anderen Göttern liegt, die es nicht schätzen, wirkt sie in den Sphären der Lebenden.

Einladung in das Reich der Lebenden

Wird Ereshkigal angerufen, spricht der Adpet eine Einladung in das Reich der Lebenden aus, da Ereshkigal weiss, dass sie in den Sphären der Lebenden nicht willkommen ist und um den übrigen Göttern klarzumachen, dass sie von einem Lebenden eingeladen wurde.

Die Barriere zwischen dem Abyssos und dem Reich der Lebenden

Die Barriere

Weil die Götter nicht wünschen, dass Ereshkigal im Reich der Lebenden agiert, entstand eine astrale Barriere, die Ereshkigal zurückhält. Sie lässt sich als energetisches Netz bezeichnen – ein L-Feld, welches aus L-Wellen besteht –, welches ihre Funktion von T-Feldern erhält, die den Willen den Göttern enthalten, Ereshkigal zurückzuhalten.

 

Diese Astralbarriere existierte nicht von Beginn weg, sie war und ist kein Teil der göttlichen Ordnung in der Astralblase. Sie entstand über die Äonen hinweg aus der Willenskraft der Götter, um Ereshkigal aus den Sphären der Lebenden fernzuhalten.

 

 

Einerseits zeigt diese Barriere die Macht, die Willenskraft innehat, andererseits ist sie auch ein Grund für das schwierige Verhältnis, dass Ereshkigal zu den übrigen Göttern und dem Reich der Lebenden hat. Es ist eine Manifestation, wie wenig willkommen sie ist.

Die Barriere und die Hand von Ereshkigal

Die Astralbarriere hält Ereshkigal als Entität zurück, aber nicht ihre Kraft. Sie schränkt ihre Hand nicht ein, mit der sie Entitäten in den Abyssos ziehen kann, sie wird auch nicht eingeschränkt, auf andere Weise auf Entitäten zu wirken – wobei sich der Orden nicht sicher ist, ob es gewisse Einschränkungen geht, was Manipulationen über den Sog hinausgeht.

Die Last ihrer Pflichten

Dank ihrem Zugriff auf die Ströme des Abyssos würde Ereshkigal absolut herrschen, hätte sie kein volles Pflichtenheft. Ihre Aufgabe ist es, zu verhindern, dass der Absu den Abyssos ausdehnt oder absorbiert. Ohne ihr Eingreifen würde die Kraft des Absu im Abyssos vergehen, indem er in ihn fliesst oder indem er sein Wellen auf ihn ausdehnt, wodurch der Abyssos sich ausdehnt und anfängt, die Wellen der anderen Sphären zu verschlingen, bis nichts mehr übrig ist als der Absu. Sprich: Sie verhindert, dass die anderen Sphären der Astralblase, über den Abyssos im Absu versinken oder verschlungen werden.

 

Das erfordert sehr viel ihrer Aufmerksamkeit, den Grossteil ihrer übrigen Ressourcen braucht sie, um die gefangenen Entitäten gefangen zu halten und gegebenenfalls Entitäten in den Absu zu ziehen. Ihr stehen nur wenig Ressourcen zur Verfügung, um auf die übrigen Sphären zu wirken, was dem Frieden zwischen den Göttern zuträglich ist, vor allem jenem zwischen Ereshkigal und Ishtar.

 

 

So zuträglich das dem Frieden der Beiden ist, ist die Macht von Ereshkigal ein Quell für Ishtars Neid und Ishtars Freiheiten eine Quelle von Ereshkigals Neid. Beide neiden der anderen, was sie nicht haben.

Kommunikation mit Ereshkigal

Arten der Kommunikation

Es gibt viele Möglichkeiten, um mit Ereshkigal zu kommunizieren, dazu gehören die üblichen Verdächtigen, wie die Invokation und Evokation, wichtiger sind aber die Astralreise oder Astralprojektion.

Inovaktion und Evokation

Bei der Invokation rufen wir Ereshkigal in uns, um mit ihr zu sprechen. Sie wird gerne für einen einfachen Austausch genutzt. Meist kommt sie aber erst zum Einsatz, wenn bereits eine Beziehung zwischen dem Adepten und Ereshkigal besteht.

 

 

Die Evokation dagegen findet im Orden keine Verwendung. Es ist sogar fraglich, ob sie überhaupt verwendet werden kann. Ihre Pflichten machen eine Anwesenheit im Abyssos notwendig.

Astralreise und Astralprojektion

Die Astralreise ist die übliche Weise, um mit Ereshkigal zu interagieren. Sie wird genutzt, um in den Abyssos zu reisen. Die Reise selbst ist ein grosses Problem. Die Strömungen vom Abyssos besitzen eine starke Gravitationskraft, die sich in Wirbeln entfaltet, welcher der Astralkörper wegstösst und kommt er näher, entsteht eine Zugkraft, als würde ein tiefer, dunkler Abgrund ihn in die Tiefe ziehen – was er auch tut. Es verhält sich ähnlich wie mit Planeten im Weltall, ist der Antrittswinkel nicht korrekt berechnet, prallt ein Objekt ab oder verglüht. Es ist wichtig, die Schwingungsfrequenz anzupassen, um das exakte Gleichgewicht zu finden.

 

Während bei der Astralreise der Astralkörper projiziert wird, der aus den L- und T-Feldern besteht, wird bei der Astralprojektion der Geist projiziert – also primär die T-Feld, ganz ohne Energie geht es nicht. Der Geist ist flüchtiger und erlaubt, leichter durch die gravitativen Verwerfungen zu kommen. Der Astralkörper wird aufgrund seiner höheren Dichte leichter von den Wellen des Abyssos erfasst, während der Geist die Möglichkeit hat, durch sie zu sickern. Die geringere Dichte führt aber auch dazu, dass er leichter vom Sog erfasst werden kann, hat er die stossenden Wellen überwunden. Dem kann die Adeptin begegnen, indem sie die Schwingungen so verändert, indem sie sich darüber erhebt, indem sie die Kraft des Soges umdreht.

 

 

Auf die Astralprojektion wird nur selten zurückgegriffen, weil die letzte Etappe schwierig ist und die Gefahr besteht, dass der Adept sich erschöpft, bevor er Ereshkigkal gegenübertritt. Ausserdem stellt sich die Frage, wie Ereshkigal darauf reagiert, wie unten ersichtlich wird.

Andromorphe Form von Ereshkigal

Die Erscheinung

Im Orden erscheint Ereshkigal in rustikaler, bis martialischer menschlicher Form. Sie ist immer weiblich, hat breite Schultern, starke Arme, grosse Hände, grosse, starke Brüste, einem breiten Hals, einen eher quadratischen Schädel, oft einen kahlen Kopf, gelegentlich silberblond bis weisses Haar, silberne Augen, breite Hüften, starke, lange Beine und grosse Füsse, die ihr einen sicheren Halt bieten.

 

 

Bekleidet ist sie mit einem Panzerrock oder Lendenschurz aus Leder und Metall, gelegentlich mit Skeletthandschuhen, über den Händen und dem Unterarm, die zeigen, wie sie durch die Sphären greifen kann. Trägt sie Skeletthandschuhe, ist der linke oft stärker akzentuiert – dass Gerüst über Finger, Hand und Unterarm ist besser zu erkennen. Diese Hand steht für die Schwarze Hand von Ereshkigal, während sie mit der rechten Kraft feiner gliedern kann, um in die Astralblase zu greifen und andere Kräfte zu entfalten.

Ein Erklärungsansatz

Diese Erscheinung ist nichts Ungewöhnliches, sie entspricht weitestgehend den Überlieferungen von Ereshkigal. Wesentlicher ist, warum sie so erscheint.

 

Sie gebietet über den Abyssos, die Unterwelt, was nicht mit dem Jenseits zu verwechseln ist, aber es gibt Überschneidungen. Bereits im Gilgamesch-Epos wird beschrieben, wie Ishtar ihre Kleidung ablegen muss, um in das Reich von Ereshkigal einzutreten. Dabei geht es um die Konfiguration der Aura, respektive der Chakren, es müssen Schwingungen abgelegt werden, die den Zugang zum Abyssos verunmöglichen.

 

Kurz erklärt: Der Mensch ist ein Medium, dass alle Sphären berührt. Alle Sphären/Dimensionen manifestieren sich in den Chakren. Abhängig wie unsere Chakren rotieren, können wir uns in den entsprechenden Sphären bewegen. Um den Abyssos betreten zu können, müssen wir die Chakren über Svadhishthana auf Sparflamme schalten, was dazu führt, dass die Verankerungen in den entsprechenden Sphären schwächer werden, was das Abtauchen in den Abyssos ermöglicht.

 

Wer das Gilgamesh-Epos kennt, weiss auch, dass Ishtar das nur ungern tat. Der Grund ist einfach: Wird die Verankerung mit den anderen Sphären geschwächt, gibt sie sich in die Hand ihrer Schwester Ereshkigal, die im Abyssos lebt und über ihn gebietet.

 

 

Entsprechend trägt Ereshkigal einen Panzerrock oder Lendenschurz, welche die Kraft von Muladhara und Svadhishthana manifestieren, während die übrigen Chakren freiliegen, da sie diesen beiden untergeordnet sind.

Die Präsenz

Die Präsenzen und ihre Natur

Viel wichtiger als die körperliche Erscheinung und die Kleidung wird im Orden die Präsenz von Ereshkigal wahrgenommen. Sie wird durchweg als dominant und drückend beschrieben. Die Präsenz ist nicht nur majestätisch, sie hatte etwas sehr bedrückendes, etwas niederschlagendes, etwas melancholisches, etwas kaltes, um einige Adjektive zu nennen.

 

 

Wie bereits beschrieben, setzt Ereshkigal die Strömungen vom Abyssos ein, um Macht auszuüben. Das ist Teil ihres Wesens und Teil ihrer Präsenz. Es ist eine dunkle, kalte Kraft, die kompromisslos ist. Sie besitzt nicht die Nuancen der mentalen Ebene, nicht die Wärme des Geistes, sie ist sehr mechanisch und zielgerichtet. Sie hat etwas sehr Brutales, was zu Muladhara und Svadhishthana passt, die das Fundament der Existenz und des Geistes bilden. Sie liefern das Gefäss für die Existenz und Kraft der geistigen Aktivitäten, sie sind unentbehrlich, sehr direkt, dadurch aber auch sehr kalt.

Die physische und energetische Präsenz

Oft wird die Präsenz auch körperlich und energetisch unterschieden. Beim Ersten handelt es sich um die körperliche Erscheinung von Ereshkigal. Sie wirkt dominant, mächtig, wie ein Fels in der Brandung, wie eine Sonne, um die sich alles dreht und der Adept will sich um sie drehen, wobei er die Distanz zwischen sich und ihr abzuschätzen versucht, um mit ihr optimal interagieren zu können, so wie ein Planet sich um die Sonne dreht und er die optimale Distanz braucht, um nicht zu vergehen.

 

Was die Distanz angeht, die Adeptinnen einnehmen, ist die Bedeutung nicht leicht einzuschätzen. Unter dem Strich lässt sich sagen, dass auf höhere Distanz rationalere Gespräche geführt werden, dass der Einfluss von Ereshkigal auf sie geringer ist, aber auch die Verbindung schwächer ist, die Empathie der Adeptinnen für sie, während Nähe diese erheblich verstärkt, aber die Kälte so stark sein kann, dass sie alles überlagert, was mit Ereshkigal besprochen wurde, sodass es vergessen geht.

 

Die Nähe ist auch etwas, dass sich ein Adept verdienen muss. Je besser die Beziehung zu Ereshkigal ist, umso eher kann er sich am Ende an alles erinnern. Dazu ist es wichtig, dass er lernt, ihre kalte und drückende Dominanz zu akzeptieren.

 

Von starkem Einfluss ist auch die Körperhaltung der Adeptin. Betritt sie das Reich von Ereshkigal, entsteht das Bedürfnis, sich ihr zu unterwerfen. Es ist nicht immer gleich, manchmal kommt es von aussen, manchmal aus dem Unterbewusstsein und beginnt das Bewusstsein zu zwingen, aber der Impuls entsteht immer auf die ein oder andere Weise, da Ereshkigal in ihrem Reich Demut verlangt, vor allem von Menschen.

 

Dieses Gefühl der Demut stammt von der energetischen Präsenz, von der Aura von Ereshkigal, die immer den ganzen Raum einnimmt, indem sich der Adept befindet, sucht er sie auf. Die Präsenz ist im Raum/der Luft, er ist im Boden zu fühlen, in den Begrenzungen des Raumes, seinen es Wände oder der Schnitt zu einer weiteren Ebene oder Leere, das Gefühl wirkt von allen Seiten ein und rund um den Adepten.

 

 

Die Aura fördert aber nicht nur die Demut in der Adeptin, sie wirkt sich auch auf ihre Form aus. Begegnet sie Ereshkigal in astraler Form, wird die Dichte oft erhöht, um ihre Möglichkeiten einzuschränken, erscheint Ereshkigal in menschlicher/physische Form, zwingt sie die Adeptin immer in eine physische Form ihrer Wahl.

Herrschaft über die Form der Adepten

Die Entscheidungsgewalt und die vier alternativen Formen

Ob Adepten Ereshkigal in ihrer Form begegnen dürfen, entscheidet sie. Unter der Präsenz von Ereshkigals Aura fällt es Adepten sehr schwer, ihre physische Erscheinung zu bestimmen, versuchen sie sie zu erzwingen, reagiert sie mit Ärger, zusätzlicher Kraft und zwingt Adepten, wodurch sie nicht nur den Kampf verlieren, sondern oft ihren Zorn wecken, weil sie sich als ungehorsam erwiesen – ungehorsam in ihrem Reich.

 

Es gibt zwei Gründe, warum Ereshkigal so viel Macht über die physische Erscheinung hat: einerseits, weil die Adeptin ihre Chakren anpassen muss, während sie in den Abyssos herabsteigt, andererseits aufgrund ihrer enorm starken Präsenz, ihrer Dominanz, ihrem Willen alles um sie herum zu beherrschen, den sie auch braucht, um die Ströme vom Abyssos zu beherrschen.

 

Aus diesem Grund bemühen sich Adepten nicht, gegen Ereshkigal anzutreten, sie akzeptieren, werden sie von ihr in eine Form gebracht.

 

Abgesehen von der eigentlichen Form wählt Ereshkigal gewöhnlich zwischen vier weiteren Formen aus:

1.    Einem etwa dreijährigen Kind, da Svadhishthana sich mit zweieinhalb Jahren voll entwickelt hat,

2.    einem etwa siebenjährigen Kind, da Anahata sich voll entwickelt hat, somit die bewusste Ebene,

3.    einen siebenundfünfzigjährigen Mann, da sich das spirituelle Chakra voll entwickelt hat und somit alle Chakren,

4.    sowie einen im Zerfall begriffenen, alten Mann, dessen Kraft ausgezehrt ist.

 

Das dreijährige Kind

Das dreijährige Kind wird gewählt, da Svadhishthana sich gerade voll entwickelt hat, zusammen mit Muladhara beide Chakren, die für Ereshkigal sehr wichtig sind. Die mentale Entwicklung der Adeptin wird von dieser Form gewöhnlich nicht beeinträchtigt, es geht um die Vorherrschaft von Muladhara und Svadhishthana.

 

In seltenen Fällen kam es vor, dass es einen Wandel im Wesen gab, dass Adeptinnen infantil wurden, aber in diesem Fall war es ein Spiel oder eine Strafe.

Das siebenjährige Kind

Mit sechseinhalb Jahren hat sich Anahata-Chakra voll entwickelt, das Bewusstsein kann sich voll entfalten und ein Kind damit beginnen, sich immer stärker als eigenständiges Wesen wahrzunehmen. Diese Form erhält der Adept, will Ereshkigal ihm etwas beibringen. Sie macht ihn zu seinem Kind, dass gegenüber der Mutter gehorsam sein muss, aber geniesst auch das Wohlwollen der Mutter, deren Liebe.

 

Diese Form ist nicht ganz ohne Tücken, da Ereshkigal sich weniger berechenbar verhält als sonst. Weil sie ihr Herz öffnet, eine persönliche Einbeziehung will, erwartet sie vom Adepten auch mehr, vor allem was die Hingabe angeht, Dankbarkeit, wird er dem nicht gerecht, bestraft sie ihn umso härter, womit die Mutter vollkommen verschwindet und die Göttin der Unterwelt sich voll entfaltet.

 

 

Aus diesem Grund haben Adepten ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu dieser Form. Sie kann der Anfang einer vertieften Beziehung mit Ereshkigal sein, aber auch der Anfang von dessen Ende – dazu ein unangenehmes Ende.

Der siebenundfünfzigjährige Mann

Erhält eine Adeptin diese Form, erlaubt Ereshkigal die Entfaltung aller Chakren. Das klingt jetzt irritierend, da die Chakren für die Reise in den Abyssos heruntergefahren werden müssen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Chakren niemals ganz abgeschaltet werden und treffen wir Ereshkigal, treffen wir uns in einem Raum innerhalb des Raumes und der Abyssos selbst ist was Wellen und Schwingungen angeht nicht nur ein Raum, er besteht aus vielen Ebenen, die »Kammern« haben, in denen beispielsweise Entitäten eingesperrt sind und die auf sie abgestimmt sind.

 

Diese Form wird sehr geschätzt, weil viele Adeptinnen dieses Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sie haben ihre Chakren noch nicht voll entfaltet und bekommen die Gelegenheit, sie jetzt voll nutzen zu können.

 

Ereshkigal greift auf diese Form zurück, um eine Adeptin zu belohnen. Diese Form wurde noch nie einer Adeptin gewährt, die sie nicht zufriedengestellt hat. Sie gibt ihr die Chance, mit ihrer weiterentwickelter Form mit ihr zu interagieren, so auch Schwingungen aufzunehmen und nach dem Treffen mitzunehmen, was ihre Eigenentwicklung fördert.

 

 

Diese Form ist sehr selten, wird von Adeptinnen aber sehr geschätzt.

Im Zerfall begriffener Mann oder Frau

Diese Form ist wenig beliebt, wie viele sich denken können. Diese Form verpasst Ereshkigal Adepten, um sie zu demütigen oder zu bestrafen. Die Demütigung spielt, wenn sie einen Adepten für unwürdig hält, sie aufzusuchen, dann zeigt sie, wie sehr sie ihn verachtet, die Bestrafung erfolgt, wenn er Opfer nicht erbrachte oder andere Vereinbarungen nicht einhielt.

 

Wie es die Bezeichnung sagt, ist der Mann im Zerfall begriffen. Seine Zähne sind lose, die Haare fallen aus, die Glieder sind schwach, sodass der Adept sich nicht aufrecht halten kann. Und zwar nicht wegen der dominanten Aura, die von ihm Unterwürfigkeit verlangt und die jede andere Form, auch die eigene, auf die Knie zwingt, es handelt sich um Schwäche, die wir aus unserer Welt kennen, bei der der Körper zu versagen beginnt, egal was wir tun.

 

Am unangenehmsten für Adepten ist jedoch die Ohnmacht, die sie spüren. Nicht Bewusstlosigkeit, es ist die Unfähigkeit, Kraft mobilisieren zu können. Da sind wir beim Zerfall. Nicht nur die Glieder sind schwach, die Energiekanäle scheinen sich aufzulösen und sie fühlen sich dem Tod immer näher.

 

 

Diese Form wird aus vielen Gründen gefürchtet. Kein Adept will Ereshkigal erzürnen, indem er sie aufsucht, bevor er würdig ist, keiner will sie enttäuschen, indem er Vereinbarungen jeglicher Art nicht einhält, aber es liegt auch an dem Gefühl des Todes. Alle, die diese Form erlebt haben, waren sich sicher, dass sie gestorben wären, wären ihre Körper bei Ereshkigal zerfallen. Keiner von ihnen hegte einen Zweifel daran.

Die eigene Form

Belässt Ereshkigal die Adeptin in der eigenen Form, tritt sie ihr in dem Entwicklungsstadium gegenüber, indem sie sich befindet, die Art der Interaktion wird von der Interaktion selbst bestimmt und der Beziehung, die beide haben. Es ist die neutralste Form.

Sympathie und Antipathie

Ereshkigal ist aufgrund ihrer Natur nicht sehr warmherzig. Ihre Sympathie zeigt sie primär, indem sie einem Adepten ihre Gunst erweist. Das tut sie, indem sie ihn in der Magie unterstützt, es ihm aber auch leichtmacht, sie aufzusuchen. Das heisst aber nicht, dass sie ihm gestattet, sich in geringerer Demut zu üben, das Gegenteil ist der Fall, sie erwartet selbst von jenen, die sie schätzt, dass sie vor ihr knien und kriechen, wie es sich vor einer mächtigen Königin wie ihr gehört.

 

 

Ereshkigal gehört daher auch nicht zu den Göttern, die Adeptinnen besonders gern verehren, da sie sehr dominant und kalt ist, da sie ihre Sympathie nur indirekt zeigt und in jedem Fall vollkommene Ergebenheit erwartet.

Die Hand von Ereshkigal

Ein Grund, warum viele Adepten sich scheuen, mit Ereshkigal zu arbeiten, ist »die Hand von Ereshkigal«. Wie mehrfach erwähnt, kann Ereshkigal durch alle Sphären greifen, Entitäten in den Abyssos ziehen oder durch Gravitation die Kräfte beeinträchtigen.

 

Sie hat selbstverständlich kein Problem, nach Adeptinnen zu greifen, die sie kennt. Das ist sogar sehr leicht, dass sie ihre Wellen und Schwingungen kennt, sodass sie sie leicht erwischt. Ein Fliehen von Ereshkigal gibt es nicht, eine Verteidigung gegen sie ist sehr schwer.

 

Ereshkigal greift oft abends nach Adepten, die mit ihr arbeiten, wenn sie etwas von ihnen will. Dieser Griff kann sehr unangenehm sein, ein kalter Schauer geht nicht nur durch den Körper, sondern durch alle Emanationen, was dazu führen kann, dass der Adept hellwach und aufgedreht wird, was seine Meditation erheblich stören kann, sodass er möglicherweise keinen Kontakt herstellen kann, was sie erzürnt. Es ist gewöhnlich keine Absicht von ihr, es ist schlicht ein Effekt des Kontakts, der aufgrund ihrer Natur war für Menschen sehr unangenehm sein kann.

Der Kontakt kann aber auch den Effekt haben, dass er eine Adeptin zuerst hellwach und unruhig macht, worauf eine starke Dämmerung folgt, die sie in ein tief Schlaf fallen zu lässt. Dieser Schlaf enthält Schwingungen, die die Traumwelt in Richtung Abyssos ziehen, sodass Ereshkigal sie leicht zu sich ziehen kann.

 

Sich über die Traumwelt/Traumblasen im Abyssos zu entfalten, ist für die meisten Adepten eine Erfahrung, auf die sie verzichten können. In der Traumwelt sollen sie Dinge verarbeiten, die sie bewusst nicht hinbekommen, alle Gefühle und Emotionen dort bleiben mehrheitlich dort – es ist natürlich sehr kompliziert, aber an sich ist es ein Ort, wo das Bewusstsein nichts zu suchen hat, wo das Bewusstsein Ruhe von allen Dingen hat, die es sonst beschäftigen, respektive die es in das Unterbewusstsein verbannt, um sich ihnen nicht stellen zu müssen. Jetzt jedoch wird der Adept über dieser Welt der Regeneration in die Kälte des Abyssos gestossen.

 

Am unangenehmsten ist es für Adeptinnen, wenn sie aus der Traumwelt in den Abyssos gezogen werden. Entweder zieht Ereshkigal die Adeptin als die Person, die sie ist, aus ihr oder nimmt die Form, die sie gerade hat. Erstes erfordert mehr Aufwand von Ereshgikal, da eine Transformation einsetzen muss, bei Zweiten zieht sie die Adeptin einfach aus der Traumwelt in den Abysso. Abhängig, was für Gefühle sie hegt, was sie für eine Rolle hat, trifft es die Adeptinnen wie ein Schlag. Es kann im Guten wie im Bösen sein, es liegt wieder an Bewusstsein und Unterbewusstsein.

 

Ereshkigal kann auch den Traum von einem Adepten verändern. Es fällt ihr sehr leicht, da er in der Traumwelt nicht bei Bewusstsein ist, evtl. nicht er selbst ist, sie ihn durch den Kontakt kennt, leicht findet, leicht manipulieren kann und sein Bewusstsein im Unterbewusstsein sehr gut kennt. Sie kann ihm schöne Träume bescheren, aber diese Mühe machte sich sehr selten, für gewöhnlich schickt sie ihm Albträume, ist sie unzufrieden und können nicht nur eine schlimmsten Ängste enthalten und die können auch mit ihrer Kälte und Dominanz angereichert werden.

 

 

In der Regel greift Ereshkigal am Abend nach Adeptinnen oder auch am Morgen, wenn Bewusstsein und Unterbewusstsein sich treffen, die Nacht den Tag abgelöst und umgekehrt. Aber ist die Beziehung zwischen der Adeptin und ihr tief, kann es auch in alltäglichen Situationen zu Berührungen kommen, wenn Ereshkigal erforschen will, warum die Adeptin etwas fühlt oder sie etwas von dieser Kraft haben will. Aber das ist extrem selten, da nur wenige eine derart enge Beziehung zu ihr aufbauen können und die Verschränkung sehr stark sein muss, damit Ereshkigal überhaupt darauf reagiert – es im Rauschen aller anderen Dinge, die sie managen muss, nur schwach.