Die Söhne von Eng

Was ist Eng

 

Eng ist kein Gott, er ist ein Prinzip und steht für:

 

  • Einen abfallenden Strudel, der aus der Welt des Lichts, des Lebens und des Bewusstseins führt,
  • für den Raum/Dimension hinter dem Raum/der Dimension in denen Leben herrscht,
  • für die Dunkelheit hinter dem Licht,
  • für den Bereich hinter dem Bewusstsein und dessen Verlust,
  • er steht für den Verlust der eigenen Existenz, den Rückfall in das Miasma vom Kosmos, den Verlust der Individualität.

Die Erschaffung und Funktion der Söhne von Eng

 

Als Anu – der erste Geist – entstand, vermischte sich die mentale Restenergie – das Mala – mit dem Prinzip Eng, sodass Entitäten entstanden. Diese Entitäten sind die Söhne von Eng, die mit dem Tod verwandt sind. Die Kraft von Eng ist energieraubend, führt in den Abgrund, in die Dunkelheit, nimmt Bewusstsein und so wirken die Söhne von Eng.

 

Sie gelten als das Gift der Götter1, womit gemeint ist, dass sie für die abfallende Energie stehen. Sie rauben Energie, Lebensenergie (energetische Ebene) und Bewusstsein (Leben auf der mentalen Ebene). Fallen sie über einen Menschen her, beginnt er zu degenerieren.

 

Sie gelten als die Boten von Uggi – dem Herrn des Todes2. Wobei es sich um das Prinzip des Todes und keine Entität handelt. Der Mensch verliert Lebenskraft, sein Bewusstsein beginnt zu dämmern. Sie künden an, was kommt, respektive der Zustand vom Menschen zeigt, dass er bald aus dem Leben scheidet.

Die Art und ihr Wesen

Die Eltern

 

Die Söhne von Eng sind die Söhne von Anu und Eng3, wobei Anu, der den geistigen Input – das Äquivalent zum Samen – liefert, als Vater und Eng, der den Bottich oder die Felder – als Äquivalent zur Eizelle – liefert, als Mutter fungieren. Die geschlechtliche Definition bei der Erschaffung von Geistern basiert auf Prinzipien und Polaritäten, sodass abhängig von der Korrespondenz der Schwingungen der individuellen energetischen und geistigen Entitäten die geschlechtliche Rolle sich ändert. Bevor Anu Kutulu und Tiamat um sich sammelte, existierten das männliche und weibliche Prinzip, wie wir es kennen, nicht.

Geist, Energiekörper und Seele

 

Am Anfang waren die Söhne von Eng mächtige Geister. Sie bestanden aus mentalen Feldern. Als Anu begann, die männliche (Kutulu) und weibliche (Tiamat) Energie um sich zu sammeln, gab er erneut Mala ab. Diese energetische Restenergie nahmen sie auf, um sich selbst zu erweitern. Somit bestanden sie aus T- und L-Feldern.

 

Die Frage ist, ob es Dämonen oder Götter sind. Anu-Kutulu-Tiamat ist ein Gott, er besitzt eine Seele. Aber führte der Prozess der Konstitution der mentalen Restenergie von Anu mit dem Prinzip von Eng dazu, dass die Söhne von Eng eine Seele erhielten? Es ist möglich, denn am Anfang von Anu-Kutulu-Tiamat war die Kosmische Seele, es folgte der Geist, gefolgt vom Energiekörper. Aber es stellt sich die Frage, wie hoch entwickelt die Seelen der Söhne von Eng sind. Ich nehme an, im Vergleich zu Menschen handelt es sich um die Seelen von Tieren. Deswegen werden sie als Gift der Götter und Boten des Todes bezeichnet.

Das Gift der Götter

 

Die Macht der Söhne von Eng geht über den physischen Tod hinaus. Sie sind fähig, die Seelen von Menschen zu zerstören – das Gift der Götter. Götter können Seelen exterminieren. Dies entspricht der Natur der Söhne von Eng, sie wollen auslöschen, sie stehen für den Tod, als Gegengewicht zu Anu, der für das Leben steht.

Humwawa und Engs Söhne im Wind

 

Humwawa könnte zu den Söhnen von Eng gehören. Er bringt Stürme, gilt als der Teufel der südwestlichen Winde4. Es ist anzunehmen, dass die Söhne von Eng im Wind reisen, wozu der Äther gehört. Sie schleichen sich an, um zuzuschlagen. Auf der physischen Ebene lösen sie Stürme aus, um den Tod zu bringen. Wobei die Stürme dafür stehen könnten, dass ein Mensch an Kraft verliert, psychisch in Unruhe gerät, bevor Krankheit und damit Pazuzu ihn erfasst.

 

Er wird als der ältere Bruder von Pazuzu erwähnt.

Die Söhne von Ninnkigal

Ihre Art und ihr Wesen

Weibliches Prinzip und Manifestationen fördern

 

Humwawa könnte zu den Söhnen von Eng gehören. Er bringt Stürme, gilt als der Teufel der südwestlichen Winde4. Es ist anzunehmen, dass die Söhne von Eng im Wind reisen, wozu der Äther gehört. Sie schleichen sich an, um zuzuschlagen. Auf der physischen Ebene lösen sie Stürme aus, um den Tod zu bringen. Wobei die Stürme dafür stehen könnten, dass ein Mensch an Kraft verliert, psychisch in Unruhe gerät, bevor Krankheit und damit Pazuzu ihn erfasst.

 

Er wird als der ältere Bruder von Pazuzu erwähnt.

Spirituelle Entwicklung, physische Ebene und Reinkarnation

 

Die Söhne von Ninnkigal behindern die spirituelle Entwicklung, eine indirekte Wirkung ist die Förderung der Sünden, die durch die Natur des Fleisches – seiner Sinneswahrnehmung – geschieht, auf den sich Sünden des Geistes aufbauen. Sie sind fähig, Menschen an die physische Ebene zu binden, wodurch sie ihnen auch den Zyklus der Reinkarnation verwehren können.

Göttliches Prinzip und Sand im Getriebe

 

Die -Söhne von Ninnkigal bekämpfen das göttliche Prinzip, sie sind der Sand im Getriebe von Geist und Energie, um die Synchronisation von Körper, Energiekörper und Geist zu behindern, wie die Vereinigung von Gedanken, Gefühlen und Emotionen, die göttliches Verständnis ermöglichen. Wahrscheinlich spielten sie eine wichtige Rolle, als die ersten Götter und später der physische Kosmos und die Menschen entstanden. Möglicherweise orientierten sich die Älteren Götter an ihnen, als sie den Kosmos, wie wir ihn kennen, erschufen. Interessant ist, dass im Necronomicon geschrieben steht, dass die Grossen Alten den Thron von Ninnkigal tragen5. Kutulu, Tiamat und Kingu sind in  Raum und Zeit gewoben und ihre Kraft wird von den Lebewesen des heutigen Kosmos absorbiert. Ohne ihre Kraft verginge unser Kosmos, auf ihrer Kraft steht er mit all seinem Leben.

Entstehung

 

Ihre Entstehung war ähnlich jene der Söhne von Eng, da sie mit diesen entstanden5.

 

Plagegötter der Krankheiten

Pazuzu

 

Pazuzu ist ein Plagegott, der aus der Restenergie von Anu entstanden7. Während sonst von den Söhnen von Eng und Ninnkigal gesprochen wird, wird er explizit genannt. Er bringt Krankheiten über die Menschen. Er ist der Herr von Plagen8 und vermag mit Seuchen ganz Zivilisationen auszulöschen. Er gilt als der jüngere Bruder von Humwawa9. Er wird offenbar von den Draconis verehrt, seine Zeichen wurde in ihren Altären gefunden10.

Azag-Thoth

 

Azag-Thoth gilt als wahnsinnig11, im Necronomicon steht, dass er auf einem Thron im Reich von Ereshkigal sitzt, der ein Auge hat, das für ihn sieht12. Er erfreute sich, als Ereshkigal Ishtar festsetzte13. Er labt sich am Leiden der Toten14.

 

Es steht für psychische Krankheiten. Während Pazuzu physische Krankheiten bringt, bringt er psychische/geistige Krankheiten15. Neben richtigen Krankheiten bringt er den geistigen Zerfall, sodass eine Zivilisation sich zurück entwickelt.

Schöpfung

 

Neben Anu wird keine weitere Kraft genannt, die an ihrer Schöpfung beteiligt war. Es wäre logisch, dass Ninnazu, der Gemahl von Ninnkigal16, einen Anteil hatte, um ein Gleichgewicht zu schaffen. Die Söhne von Eng würden damit für das Prinzip des Geistes stehen, jedoch den Abgrund.

Reihenfolge der Schöpfung der Plagegötter

 

Da Humwawa als älterer Bruder von Pazuzu gilt, entstanden die Söhne von Eng zuerst. Es passt, dass sie dem Prinzip des Geistes entsprechen. Weil die Söhne von Ninnkigal dem weiblichen Prinzip entsprechen – dem physischen Prinzip – entstanden sie zuletzt. Die Plagegötter der Krankheiten gehören zum männlichen und teilweise energetischen Prinzip, welches  zwischen dem geistigen und physischen Prinzip liegt, sodass sie als zweites entstanden.

Referenzen

 

Das Necronomicon – Das Zeugnis des Wahnsinnigen Arabers mit einer Einführung von Simon

 

Erweiterte Ausgabe

 

  1. Auflage April 2013

 

ISBN 978-3-935684-1

 

 

 

1 Seite 204

 

2 Seite 204

 

3 Seite 204

 

4 Seite 141

 

5 Seite 122

 

6 Seite 204

 

7 Seite 204

 

8 Seite 232

 

9 Seite 232

 

10 Seite 251

 

11 Seite 232

 

12 Seite 219

 

13 Seite 217

 

14 Seite 136

 

15 Seite 243

 

16 Seite 136