Mein geschätzter Dolch

 

Ich selbst setze gerne den Dolch ein. Ein Schwert besitze ich nicht. Mein Dolch ist nicht auf ein spezielles Ritual ausgerichtet. Ich weihte ihn, um mir in jeder Situation zu dienen. Er dient dazu, Energie aufzuspüren, sie zu sammeln, sie aber auch aufzuschlitzen. Letztes ist ein wichtiges Verteidigungsmittel. Jeder magische Angriff erfordert den Einsatz von Wellen und/oder Feldern. Die lassen sich mit einem Dolch aufschlitzen. Sie lassen sich aber auch einfangen, dann kann man die Hand darüber halten, sie spüren, man kennt die Intention, die Schwingungen, die Frequenzen, passt sich an und schickt sie möglicherweise sogar zurück.

 

Ich mag meinen Dolch aber auch, weil ich damit jederzeit die Verbindung zwischen physischer Welt und Äther aufschlitzen kann. Es ist kein grosser Schnitt, es handelt sich um einen schmalen Riss, der es mir erlaubt, ätherische Energie zu absorbieren, um sie umzuformen und in Magie umzusetzen.

 

Der Dolch hilft mir auch, einen Riss zwischen physischer Welt und Äther zu schliessen. Einige fragen sich, wie das möglich ist. Das ist einfach. Grundsätzlich schliessen sich Öffnungen zwischen Äther und physischer Welt sehr schnell. Es liegt in der Natur der beiden Raumzeitkontinuen. Warum? Die Basis unserer Existenz ist die Raumzeit. Sie definiert, wie alles funktioniert. Kollidieren zwei Raumzeitkontinuen, entsteht Chaos. Chaos würde beide Raumzeitkontinuen zerstören. In einem einzigen Moment würde alles aufhören zu existieren.

 

Allerdings besitzt jede Dimension auch einen Willen, der durch die miteinander interagierenden Felder und Wellen aller Lebensformen gebildet wird. Deswegen kommt es nicht zur unmittelbaren Zerstörung. Ein Portal, das nicht durch Felder unter Kontrolle gehalten wird, kollabiert unverzüglich. Es ist wie mit einer Wunde, bei der die Zellen zuwachsen, so schliesst das Raumzeitkontinuum die Lücke. Felder legen sich darüber, in die fliesst dann Energie – das Feld ist das Hologramm, die Energie der Rohstoff. Man könnte auch sagen, dass Feld ist die mentale/geistige Projektion vom kosmischen Willen/Lebenswillen und die Energie der Rohstoff und die Kraft, um diesen umzusetzen.

 

Wer sich mit Magie auskennt, versteht bereits, wie ich einen Riss zwischen physischer Welt und Äther, aber auch physischer Welt und Astralwelt mit Leichtigkeit schliesse. Ich packe meinen Dolch, ramme diesen in den Riss, um ihn auszudehnen. Ich kann auch kreuzende Linien ziehen, welche den Riss ausdehnen. Wer auch immer den Riss erschuf, hat nicht die Kraft, ihn mit Feldern unter Kontrolle zu halten. Das Universum reagiert und schliesst den Riss.