Die Reinkarnation des Meisters

Grundlagen

 

Etwas, was viele Magier umtreibt, ist die Frage, ob er das Wissen aus seiner jetzigen Inkarnation in die folgende mitnehmen kann. Diesbezüglich muss sich jeder Magier vergegenwärtigen, was der Zweck der Reinkarnation ist. Wir erinnern uns in unseren zahlreichen Leben aus gutem Grund nicht an die früheren Leben. Wir nehmen Karma aus den früheren Inkarnationen mit. Das tun wir in Form von Codes. Diese Codes befinden sich in Form von Frequenzen in unserem Karma. Entsteht für uns – während wir in der Astralwelt sind – ein neuer Körper, verbinden wir uns mit diesem. Es gibt einen Kanal zwischen dem ungeborenen Kind und uns in der Astralwelt. Sobald sich Sahasrara von dem ungeborenen Kind entwickelt, nehmen wir über die Linien von Sahasrara Zugriff auf sein Energiesystem. Wir beeinflussen die Entwicklung der Nadis, Meridiane und dem Nervensystem und über diese die Emanationen und das Gehirn. Wir haben nicht vollkommen freie Hand. Hätten wir das, würden wir mit den vergangenen Erinnerungen wieder geboren. Mutter und Vater geben ihre DNA weiter, die gewisse Strukturen im Energienetz vorgibt. Wir suchen uns einen neuen Körper, somit entsprechende DNA und Strukturen im Energienetz, die möglichst zu uns passen. Kommt es zur Geburt, löst sich von unserer Höheren Seele ein Teil ab, bildet die Individuelle Seele und fährt in den Körper und mit diesem aus dem Mutterleib.

 

Wir beginnen ein neues Leben. Das Karma, dass sich in Akasha-Chakra befindet, übertrug unserer Wesen der vergangenen Leben und damit das Wissen von unserem Höheren Selbst in verschlüsselter Form auf unsere neue Inkarnation. Unser Karma existiert in Form von Frequenzen in unseren Chakren, Feldern und Emanationen. So wirken sie durch das Gesetz der Resonanz und ziehen bestimmte Personen und Ereignisse an, stossen andere ab, sie führen uns durch unser Leben. Aber sie beherrschen uns nicht, denn es sind keine klar strukturierten Gedanken und Gefühle. Im besten Fall nehmen wir die Erinnerungen der vergangenen Leben als Emotionen wahr, eher nur als Schwingungen auf der energetischen Ebene. Wir reagieren entsprechend auf Situationen und Personen, wir müssen lernen, damit umzugehen, um uns weiterzuentwickeln.

 

Würden wir die Erinnerungen aus den vergangenen Inkarnationen mitnehmen, könnten wir kein neues Leben beginnen. Wir nehmen die Gedanken, Gefühle, Emotionen und Schwingungen der energetischen Ebene mit, die wir hatten, bevor unser letztes Leben endete. Wir würden dort weitermachen, wo wir aufhörten. Das bringt das Problem mit sich, dass wir uns weiter in dem Kreis bewegen, in dem wir uns am Ende unseres letzten Lebens befanden. Und selbst die Weisen unter den Menschen befinden sich in irgendeinem Kreis. Sie kommen nicht weiter, gefangen von ihren Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Energieimpulsen. Sie leben nach bestimmten Grundsätzen, die tief in Körper, Energiekörper und Geist programmiert sind. Sich aus diesen zu lösen, ist extrem schwierig. Deswegen gibt es einen Neubeginn in einer neuen Inkarnation. Lassen wir das nicht zu, setzen wir uns selbst gefangen, wo wir im letzten Leben endeten. Noch schlimmer könnte sein, dass eine Degeneration unserer Entwicklung stattfindet, weil kein Wesen auf Dauer verharren kann. Kommen wir nicht weiter, müssen wir zurück und das wirft uns in der kosmischen Evolution zurück. Möglicherweise finden wir uns dann in der nächsten Inkarnation zwei oder drei Inkarnationen weiter zurück.

 

Will ein Magier das Wissen seiner jetzigen Inkarnation in die Neue mitnehmen, muss er sich der Konsequenzen bewusst sein. Ich rate jedem, sich sehr gut zu überlegen, ob er dort weitermachen will, wo er in dieser Inkarnation aufhört.

Rituale

Der spirituelle Weg

 

Steht der Magier vor dem Tod, konzentriert er sich auf seine jetzige Inkarnation. Er aktiviert all seine Chakren und Emanationen, konzentriert sich auf deren Schwingungsfrequenzen, verbindet sie miteinander, um sie in seinen Astralkörper zu transferieren, mit dem er in die Astralwelt übergeht. Er ist sich seiner ganzen Inkarnation bewusst, den guten und bösen Dingen, die er tat, stellt sich diesen im Fegefeuer, um in die Astralblase, wo seine Gemeinschaft lebt, zu kommen. Während dieses Prozesses verbindet sich die Individuelle Seele mit der Höheren Seele, wobei die Individuelle Seele nicht im Miasma der Individuellen Seelen aufgeht, die die Höhere Seele bilden. Ihre Wellen expandieren in der Höheren Seele, verbinden sich mit den Schatten der vergangenen Inkarnationen/Individuellen Seelen, es entsteht eine Art Hailo in der Höheren Seele, gebunden durch die Individuelle Seele der soeben beendeten Inkarnation. In diesem Hailo dominieren die Felder vom Astralkörper der vergangenen Inkarnationen. Findet der Magier einen Körper in der physischen Welt, kann er diesen ansteuern, um ihn für sich zu beanspruchen und in der Familie seiner Wahl zu reinkarnieren.

 

Bei dieser Methode übernimmt die Individuelle Seele und der Astralkörper der letzten Inkarnation das Kommando. Das bedeutet, die anderen Inkarnationen stehen zurück. Ihre Entfaltung wird dadurch beeinträchtigt. Die vergangenen Inkarnationen sollten eine von vielen werden und ein Teil vom Höheren Selbst. Weil der Magier jetzt seine früheren Inkarnationen nicht aufgeben wollte, herrscht diese über die anderen. Das nimmt erheblichen Einfluss auf die kosmische Evolution. Es ist fraglich, ob eine Weiterentwicklung unter diesen Umständen möglich ist. Selbst schwere Schäden an Höheren Selbst und der Höheren Seele sind möglich, besonders ist der Magier nicht fähig genug, diese magische Operation durchzuführen.

Der Weg des Blutes

 

Bei diesem Ritual zeugt der Magier mit einer Frau ein Kind, um es danach zu besetzen. Die Okkupation muss spätestens sechzig Tage nach dem Zeugungsakt erfolgen. Denn in den ersten sechzig Tagen prägen das genetische Material (Samen und Eizelle) und die Energie (beim Zeugungsakt freigesetzt) die Bildung vom Energienetz des Kindes. In diesem Zeitfenster sammeln sich auch Seelen in der Astralwelt um die Verbindung zu dem neuen Körper, um festzustellen, ob er sich für sie eignet und es entscheidet sich, welche Seele das neue Leben erhält.

 

Der Magier beendet seine eigene physische Existenz und überträgt seinen Astralkörper auf das ungeborene Kind. Dieser nimmt vom Kind besitzt, verbindet sich mit ihm und beginnt das Energiesystem zu programmieren. Der Einfluss ist sehr viel stärker als von einer Seele in der Astralwelt, denn der Magier braucht keinen Rohling, er braucht ein Gefäss, das seinen Geist fassen kann, sodass er sich im Verlauf der Entwicklung vom Kind vollkommen entfalten kann, bis er sich durchsetzt und sein Leben fortführen kann.

 

Es ist möglich, dass ein Magier bei dieser Technik mit vollem Bewusstsein erwacht, aber meistens geschieht das nicht. Es ist auch nicht gewünscht, denn mit dem Körper eines Erwachsenen im Körper eines Säuglings oder Kindes zu sein, ist psychologisch sehr anstrengend. Noch weit schwieriger ist es, bei vollem Bewusstsein im Mutterleib zu sein, wobei das auch interessante Möglichkeiten bietet, auf die ich hier nicht eingehe, weil es ein anderes Thema ist.

 

Der Magier und seine Auserwählte – idealerweise eine Magierin – versuchen bereits beim Zeugungsakt sicherzustellen, dass der Magier das gezeugte Kind okkupieren kann. Das geschieht, indem sie die Energien, die beim Zeugungsakt freigesetzt werden, manipulieren. Sie enthalten ihnen eine mentale Komponente vor. Sie befindet sich in Manamaya-Kosha – dem Mentalkörper. Sie verhindert, dass Seelen in der Astralwelt auf der Ebene der T-Felder wirken können. Damit halten sie das ungeborene Kind für mangelhaft. Tatsächlich ist es das auf der mentalen Ebene auch. Sie können das Kind nicht in das Kind fahren, weil ihre mentalen Felder keinen Halt finden. Eine Geburt wäre unmöglich. Oftmals führt diese Praktik dazu, dass sich am Ende vom Strahl auf der Seite der Astralwelt, der das ungeborene Kind über Sahasrara mit der Astralwelt verbindet, ein Knoten bildet, der bereits eine Sondierung vom Kind verunmöglicht und oft auch eine gravitative Wirkung hat, die Astralkörper in der Astralwelt abstossen.

 

Magier und Magierin vermögen den genannten Knoten jedoch auch bewusst aufzubauen. Entweder weil sie nicht fähig sind, die mentale Komponente zurückzuhalten oder als weiteren Sicherheitsmechanismus. Magier dürfen nicht unterschätzen, wie schwierig es ist, beim Zeugungsakt eine Komponente zurückzuhalten. Beim Zeugungsakt geht es darum, möglichst viel Energie freizusetzen und zwar jede Form von Energie/Kraft, die wir in uns tragen, damit ein neues Leben entsteht und eine Verbindung zu Astralwelt aufgebaut wird. Der Versuch, eine Kraft zurückzuhalten, kann den ganzen Prozess zerstören und es unmöglich machen, ein Kind zu zeugen.

 

Der Weg des Blutes kann nur von einem Mann gegangen werden, denn eine Frau muss das Kind unausweichlich austragen und kann es somit nicht in den ersten beiden Monaten okkupieren.

 

Der Weg des Blutes wird auch das »Rote Ritual« genannt.

Der Weg des Lebens

 

Beim Weg des Lebens okkupiert der Magier ein ungeborenes Kind, dass er nicht selbst zeugte. Idealerweise zeugen ein Magier und eine Magierin aus der Gemeinschaft für ihren Gebieter ein Kind. Dass stellt sicher, dass es richtig erzogen wird. Auch hier erfolgt die Okkupation in den ersten beiden Monaten der Schwangerschaft und es werden Sicherheitsmassnahmen beim Zeugungsakt eingeleitet. Neben den Sicherheitsmassnahmen nehmen Mutter und Vater auch die Schwingungen von ihrem Gebieter auf, konzentrieren sich, dass das Kind, dass sie zeugen, sie aufnehmen kann. Gelingt ihnen das, wird der Körper keine andere Seele und Astralkörper akzeptieren als jenen von ihrem Meister.

 

Versucht ein Magier ein Kind nach dem zweiten Schwangerschaftsmonat zu okkupieren, muss er gegen die Seele kämpfen, die den Körper für eine neue Inkarnation erhielt. Über den Kanal zwischen Astralwelt und dem ungeborenen Leben schickt sie Informationen, die die Nadis, Meridiane, das Nervensystem, die Chakren, aber auch das Gehirn aufbauen. Als erstes muss er den Schild, bestehend aus den Frequenzen des Besitzers, der aus dem Energienetz entsteht, überwinden, dann die Impulse, die über die Energielinien abgegeben werden und am Ende muss er die Kontrolle über das Energienetz gewinnen. Je länger die Schwangerschaft über den sechzigsten Tag geht, umso schwieriger ist es.

 

Ein Magier kann theoretisch irgendein ungeborenes Kind okkupieren. Das tut der mit einer Astralreise, die mit der Beendigung seiner jetzigen Inkarnation beginnt. Dabei ergeben sich mehrere Probleme. Er muss zuerst ein geeignetes Kind finden, wozu gehört, dass es nicht länger als vor zwei Monaten gezeugt wurde, aber es muss auch über einen geeigneten genetischen Code verfügen. Je weniger kompatibel dieser mit dem Magier ist, umso schwieriger ist es für ihn, dessen Energienetz zu programmieren. Friktionen, die durch die Konfiguration erfolgen, können zu Mutationen und damit physischen und psychischen Behinderungen führen. Stimmt die Zeitspanne oder genetische Code, sollte die Familie noch eine Affinität für die Magie haben oder mindestens so liberal sein, dass der Magier sich frei entfalten kann. Ansonsten könnte die Erziehung dazu führen, dass sich sein Bewusstsein nie entwickeln kann.

 

Der Weg des Lebens wird auch »das Weisse Ritual« oder »der Weg des Lichts« genannt, weil ein neues Leben hervorgeht und keines zerstört wird.

Der Weg des Todes

 

Beim Weg des Todes okkupiert der Magier einen Erwachsenen, ein bereits geborenes Kind oder auch ein ungeborenes Kind in einem fortgeschrittenen Stadium. Beim ungeborenen Kind muss er die Seele, welche das Energienetz bereits konfigurierte, vertreiben. Das ist ein sehr anstrengender Kampf, weil die Verankerung der Seele stark ist. Der Kampf kann zu physischen und psychischen Behinderungen führen. Vom Tod wird in diesem Fall gesprochen, weil die Seele in der Astralwelt nicht reinkarnieren kann. Diesen Weg geht ein Magier nur, wenn er ein ungeborenes Kind findet, dessen Energienetz und Familie für seine Zwecke perfekt geeignet sind.

 

Ein Kind lässt sich leichter okkupieren als eine erwachsene Person. Je stärker das Bewusstsein ausgeprägt ist, umso schwerer ist es, einen Geist zu vertreiben. Der Vorteil der Erwachsenen ist, dass der Magier ein intaktes Leben mit entsprechenden finanziellen Ressourcen übernehmen kann. Finanzielle Ressourcen geben oft auch den Ausschlag für solche Angriffe, vorausgesetzt Körper und Energiesystem eignen sich, um die Fähigkeiten als Magier zu behalten. Misslingt ein derartiger Angriff, führt es zu psychischen Erkrankungen, Verlust von Intelligenz, emotionalem Empfinden und bleiben beide Geister im Körper und weitgehend in Takt, führt es zu Schizophrenie.

 

Die Okkupation von Kindern bringt den Vorteil, dass Körper, Energiekörper und Geist sich noch nicht voll entwickelt haben. Wirft der Magier den Geist vom Kind raus, kann er die Entwicklung von Körper und Energiekörper nutzen, um dessen Energiesystem für seine Zwecke anzupassen.

 

Sobald der Magier den Körper eines geborenen Menschen okkupieren will, hat er ein grosses Problem: Körper, Energiekörper und Geist bilden eine Einheit – der Geist ist an den Körper gebunden. Wirft der Magier den Geist eines Menschen aus dessen Körper, bleibt die Anziehungskraft auf den Geist bestehen. Das führt oft dazu, dass der Geist an die physische Welt gebunden bleibt. Weil der Körper zum ursprünglichen Besitzer/Geist gehört, hat dieser immer die Möglichkeit, zu versuchen, seinen Körper zurück zu erobern. Ist der Magier stark genug, wird er all diese Kämpfe gewinnen, aber ist der ursprüngliche Besitzer hartnäckig genug, hat er einen ständigen Begleiter – er wird von dessen Geist heimgesucht. Dieser wird, bemerkt und akzeptiert er, dass er den Körper nicht zurückgewinnen kann, den Magier bei seinen magischen Operationen stören, in schwächen und damit seine Feinde unterstützen. Vielleicht sucht er dessen Feinde gezielt auf, um gegen den Magier vorzugehen. Was der hinausgeworfene Geist tun kann, hängt stark von dessen Willenskraft ab. Er kann ein sehr gefährlicher Gegner werden.

 

Neben der Astralreise, um den Körper von einem geborenen Menschen zu okkupieren, gibt es Rituale, um den Astralkörper eines Menschen von dessen Körper zu lösen, um den Körper so freizumachen, damit ein Magier ihn besetzen kann. Zu diesen Ritualen gehört Folter, um den Willen des Opfers zu brechen. Geschah das, wird der Astralkörper gelöst, in die Tiefe gezogen und auf die Verbannungsebene geschickt, wo der Geist paralysiert wird, sodass er den Magier nicht heimsuchen kann. Das Lösen von Astralkörper kann ebenfalls durch Schmerzen erfolgen, um diesen für die Paralyse zu nutzen.

 

Idealerweise, wenn ein Lord einen Erwachsenen Körper haben will, stellt sich ein Magier aus der Gemeinschaft zur Verfügung, sodass dessen Astralkörper in einem Ritual gelöst werden kann, damit der Lord seinen Körper in Besitz nehmen kann. Bleibt der Geist in der Nähe vom Lord, unterstützt er diesen. Er ist ein Helfer auf den feinstofflichen Ebenen.

 

Der Weg des Todes wird auch »das schwarze Ritual« oder »der Weg der Dunkelheit« genannt, weil Leben ausgelöscht wird und der Geist vom Medium bei feindlichen Okkupationen in die Dunkelheit getrieben werden muss.