Vishuddha und die Apotheose

 

Ich fuhr Aaron mit der rechten Hand über die Kehle. Er stand blank, mit leicht gespreizten Beinen und gekreuzten Händen hinter dem Rücken da. Zwei Meter vor ihm befand sich Siona in der Sklavenhaltung.

 

„Fühle, was in ihm vorgeht“, verlangte ich.

 

Sionas Gedanken, Gefühle und Emotionen schwiegen, die Welt um uns hörte für sie auf zu existieren. „Du berührst sein Herz … Es schlägt schneller … Die Rotation der Schwingungen erhöht sich … Du greifst nach all seinen Feldern … Nach all seinen Emanationen …“

 

Aaron hielt den Blick gerade ausgerichtet, er wagte es nicht, sich zu rühren. Ich spürte die Unruhe in ihm, er wusste nicht, worum es ging. Das war wichtig, damit er und Siona lernen konnten.

 

„Vishuddha ist der Schlüssel zu jedem Wesen“, erklärte ich, „der Raum ist sein Element, damit die Dimensionen und Sphären. Es verbindet jedes Individuum mit dem Kosmos und hält die Koshas zusammen.“

 

Aaron konnte nicht schlucken, eine Macht über ihn blockierte ihn, er war da, konnte sich aber nicht rühren. Er bekam die Macht der Magie zu spüren. Er fürchtete nicht, dass ich im Schaden zufügen könnte. Er vertraute mir, aber ihm war bewusst, wie verwundbar er war, wie weniger er wusste, wo er schon einiges lernte. Dazu kam, dass er das Demonstrationsobjekt war, während Siona zuschauen und antworten durfte. Es zeigte, dass er hinter ihr stand. Er wusste, dass sie sich diesen Platz verdiente.

 

„Es ist ein Schnittpunkt“, sagte Siona, „ein Portal zwischen dem Menschen und dem Kosmos, der Inkarnation und der kosmischen Evolution … Es verbindet den Mikrokosmos mit dem Makrokosmos und ist ein Bindeglied für unsere Entwicklung …“

 

„Ohne Vishuddha gebe es keine Anbindung an den Kosmos“, erklärte ich, „die Fäden der Lotusblüten von Sahasrara könnten sich nicht an die himmlischen Sphären anbinden, unser Karma nicht wirken, aber wir hätten auch keinen Zugang zum Kollektiven Feld, zur Akasha Chronik und anderen informativen Dimensionen.“

 

Siona musste den Impuls unterdrücken, sich zu erheben. Sie wollte Aaron streicheln, um den Energiefluss in ihrem zu füllen. Ihr gefielen seine Schwingungsfrequenzen. „Er ist devot“, sagte sie und warf einen Blick zwischen die Beine, wo die Schlange schlaff war und die Hoden hingen.

 

„Er gehört mir“, erklärte ich, „was ich ihn fühlen lasse. Ich bin zufrieden, was ich ihn fühlen lasse.“

 

„Macht und Wärme“, lächelte Siona, „das beruhigt seine Schwingungsfrequenzen. Das macht ihn unterwürfig.“

 

Ich löste die rechte Hand von der Kehle strich mit der linken über den Nacken. Ich löste den Bann, Aaron schluckte, gab kurz ein Winseln von sich. „Bindu liegt über Vishuddha, Amrita kann von ihm aufgefangen werden.“

 

Siona lächelte, sie sah, wie die Schlange von Aaron Strukturen gewann und die Hoden straff wurden. „Das Netz der Emanationen“, meinte sie.

 

Aaron stand mit beiden Füssen fest auf dem Boden, die Handgelenke waren hinter dem Rücken gekreuzt, er drückte sie aufeinander. Er aktivierte Svadhishthana, seine Leidenschaft, diese floss in die warme Dominanz, die ich übertrug. Er blieb unterwürfig, gewann aber Stärke, was sich in der Erektion zeigte, wie auch Energie durch seine Felder zog, um die strukturelle Integrität zu erhöhen – die Elemente, um die es Rotationen gab, verstärkten die Bindekräfte.

 

„Wir können mit unseren Koshas ein Netz bilden, das Amrita aufzufangen imstande ist“, erklärte ich, drückte den linke Handballen am Nacken, Daumen und kleinen Finger an die Flanken und den Mittelfinger in Bindu, Zeigefinger und Ringfinger flankierten Bindung, „sodass wir es in ihnen aufgehen lassen können, wodurch die Unsterblichkeit, Unendlichkeit und Ewigkeit in sie fliessen.“

 

„Ein Weg zur Apotheose“, strahlte Siona. Ihr Körper setzte bereits an, aufzusprengen, aber sie bändigte ihn. Sie wollte an die Seite von Aaron, sie wollte ihn streicheln, sie wollte nach den Emanationen greifen.

 

„Amrita ist die Substanz der Seele, Prana die Substanz des Lebens – des biologischen Lebens, des physischen Lebens“, erklärte ich. „Das Leben pflanzt sich fort, vergeht dafür, die Seele erhält sich durch Wellen. Diese enthalten alles, was wir waren und sind. Erreichen wir die Apotheose, genügen sie sich, sodass wir uns selbst erhalten, bis dann müssen wir Erfahrungen sammeln, Inkarnationen durchlaufen, bis alles vorhanden ist, was wir brauchen …“

 

Ich legte meine rechte Hand auf den Unterbauch von Aaron, damit auf Svadhishthana, sodass seine Schlange hart und seine Hoden straff wurden. Siona grinste. Als ich meine Hand aufgelegt hatte, floss die Energie durch die Nadis. Aaron fühlte Spannung in der Haut, welche die Expansion begrenzte, diese Spannung entlud sich in seiner Schlange.

 

Ich schob die rechte Hand zum Plexus und damit Manipura: „… Hier wohnt Agi, das Feuer von Manipura, das Kräfte aufschlüsselt, transformiert und schmiedet. Hier landet Amrita für gewöhnlich, wo das heisse Agi und Prana erhalten wird …“

 

Siona sah zu den Genitalien von Aaron. Sie sah die sexuelle Kraft, die glühende, sexuelle Kraft. Sie war aggressiv, heiss, wie ein Nuklearreaktor, der jedoch kein spaltbares Material spaltete, sondern kosmische Kräfte zusammenzog, umwandelte und projizierte, um Leben in eine Frau zu pumpen.

 

„… Die Hitze lässt Amrita verdunsten, gelangt ein Tropfen bis in Manipura, wird der verbrannt, zu fein ist Amrita, in diesem heissen und dichten Feuer zu bestehen. So verbrennen Menschen ein Grossteil ihrer Kraft der Unsterblichkeit, Unendlichkeit und Ewigkeit.“

 

„Aber wir können sie auffangen“, sagte Siona, deren Schamlippen geflutet wurden. Die sexuelle Spannung von Aaron sprang auf sie über. Sie konzentrierte sich auch auf Vishuddha, das vibrierte, um Amrita zu stoppen. „Gelingt uns das, können wir Amrita vollkommen in uns aufgehen lassen, dann verbinden sich Amrita und Prana und die Aszension wird möglich.“

 

Ich lächelte zufrieden. „Für die Apotheose brauchen wir Amrita und Prana, die Unsterblichkeit, Unendlichkeit und Ewigkeit sowie die Sexualität. Wir leben in einem Kosmos, der sich zwischen diesen beiden Polaritäten bewegt. Nur wenn wir beide Kräfte vereinen, können wir aufsteigen.“

 

„Gleichzeitig müssen wir Bewusstsein, Unterbewusstsein und Unbewusstsein synchronisieren“, sagte Siona, die Mühe hatte, in der Sklavenhaltung zu bleiben, „erst wenn die Intuition und die Verstandeskraft geht, hören wir auf, in festen Mustern zu denken erst dann wird holistisches Denken möglich.“

 

Wenn bei einer Problemlösung Informationen aus allen Richtungen kommen, alle Perspektiven berücksichtigt werden, auch die Dimensionen von Verstandeskraft, Intuition und Emotionen, dann ist göttliches Verständnis möglich.

Die Brücke zwischen den Bewusstseinszuständen und der inneren und äusseren Welt

 

Ich erlaubte Siona, sich zu erheben. Sie griff nach den Schultern von Aaron, sie roch an seinem Hals, die linke Hand ging an seinen Nacken, die Rechte fuhr über Brust und Rippen zum Wirbelsäulenansatz, während ihre Nase Richtung Ohr ging. Er löste seine Hände hinter dem Rücken und wollte die Taille und damit Muladhara und Svadhishthana greifen, doch Siona befahl: „Hände weg!“

 

Die Hände waren sofort wieder hinter dem Rücken, die Schlange streckte sich, sie kompensierte den Schrecken von der Härte des Befehls. Er war verwundbar, Siona konnte Impulse in ihn schicken, die ihn Stunden, Tage oder Wochen quälen konnten.

 

„Er ist süss“, hauchte Siona, während sie mit der Zunge an seinem linken Ohrläppchen leckte, „er ist so süss, so sanft …“

 

„Er ist verwundbar“, fand ich für Siona das richtige Wort, „er ist verwundbar, er gehört zur Familie, deswegen schmeckt er für dich süss.“

 

Siona löste den Kopf mit dem rechten und sah mich an. „So schnell so schwach.“

 

„Wir nutzen Vishuddha, um zu kommunizieren. Das Wort formen wir in Manipura, in Anahata reichern wir es an, mit Vishuddha emittieren wir es.

 

Ohne Vishuddha vermögen wir auch keine mentalen Signale auszusenden. Der Herzschlag von Anahata führt das Signal, Agya formt es und visiert es an, aber Vishuddha emittiert es – ob es von Vishuddha, Agya oder Anahata ausgeht. Ohne Vishuddha vermag es die Schleier der Dimensionen nicht zu durchqueren.

 

Den Zugang zu diesem Schleier brauchen all unsere magischen Fähigkeiten. Ohne Vishuddha gibt es keine Projektionen, wir sind nicht fähig, Kräfte der Umgebung zu holen, um uns zu stärken oder aufzuladen. Vishuddha ist das Portal in uns und von uns.

 

Und es ist Vishuddha, das hilft, Kräfte, die in uns sind oder die wir in uns ziehen, über alle Koshas und auf alle Chakren zu verteilen, um sie zu verarbeiten. Ohne Vishuddha vermögen weder unsere Koshas noch unsere Chakren miteinander zu arbeiten.“

 

Tief atmete Siona ein, dann setzte sie die Zunge an der Mulde von Aarons Hals und zog sie hoch, über das Kinn, bis zu den Lippen, die sie fest küsste. Aaron ging darauf ein, sein Glied tanzte, als Siona losliess, fühlte er sich kurz verloren.

 

„Wundervoll“, lächelte Siona mich an, „es schmeckt wundervoll.“

 

„Du leckst deinen Bruder an einer empfindlichen Stelle, während er verwundbar ist, während er unterwürfig ist, dass geniesst du, das ist verständlich.“

 

Siona sah Aaron in die Augen, der ihr Bruder wurde, als beide zu meinen Akolythen Familiarii wurden. „Es ist die Brücke zwischen dem Bewusstsein, dem Unterbewusstsein und dem Unbewusstsein – Gedanken, Gefühlen und Emotionen … Es verbindet die physische Welt, unsere Welt, Maya mit der jenseitigen Welt … Der Kopf steht für diese Welt, wo die Chakren höher liegen, denn unser Bewusstsein ist auf die physische Welt ausgelegt … Unsere Sinne … Sie sind auf physische Effekte ausgelegt … Unser Denken … Unser Denken ist von klaren Strukturen geprägt … Von Polaritäten … Gut und Böse … Oben und Unten … Alles in festen Strukturen, in Schubladen, alles mit Linien und harten Winkeln … So ist auch die physische Welt aufgebaut, die Welt der Materie … Atome verbinden sich, Moleküle entstehen, feste Stoffe, die klare Grenzen kennen … Aber die feinstofflichen Welten, diese sind flüchtig, diese passen sich an, über Anahata vermögen wir sie wahrzunehmen … Vishuddha ist eine Grenze … Es ist eine Mauer zwischen Agya und Anahata, die sich verbinden müssen, um göttliches Bewusstsein zu erlangen … Aber es ist auch die Brücke … Es ist die Brücke, die wir nehmen müssen, um uns unser Geburtsrecht zurückzuholen …“

 

„Einst waren wir Pflanzen“, sagte ich, „unsere Wahrnehmung war rein reaktiv, es folgte die animalische Existenz, unsere Wahrnehmung war instinktiv, stiegen wir in der Evolution der Tiere auf, wurde sie intuitiv, nährten uns dem Denken weiterentwickelt Tiere an, umso ausgeprägter sind Chakren und je näher sie dem Mensch kommen, so haben sie eine Form des Halses, sie haben Vishuddha, Grenze zwischen dem rein rationalen, verwinkelten denken und der fluiden Wahrnehmung der Intuition. Erst mit dem Mensch sein, können wir diese Grenze überwinden – wir können eine Brücke schlagen, um am Ende Agya, Anahata, Manipura und Svadhishthana über Vishuddha zu vereinen.“

 

Agya steht für das Bewusstsein, die Verstandeskraft, für die Gedanken, Anahata für hohes Unterbewusstsein, die Intuition, die Gefühle, Manipura für Unterbewusstsein, Emotionen, Instinkte, Svadhishthana für das Unterbewusstsein, Leidenschaft und Schwingungsfrequenzen, Vishuddha für die Dimensionen, den Raum, der alles verbindet. Es ist die Brücke und das Vehikel zur Fusion aller Bewusstseinsebenen und Evolutionsstufe. Durch die Vereinigung entsteht göttliches Bewusstsein.

 

Siona küsste Anton sanft, sie fühlte etwas Anderes, etwas um das es eigentlich in dieser Lektion ging. Aaron erwiderte die Küsse, seine Schlange war hart, aber Unbehagen erfasste ihn. Als sie ihren Mund löste, sagt sie: „Es lässt sich auch einsetzen, um zu trennen.“

 

„Wofür es meistens eingesetzt wird, wollen wir jemanden beherrschen“, sagte ich.

 

Vorsichtig zog Siona die linke Hand vom Nacken ab, brachte sie auf die rechte Schulter, während sie die rechte Hand über die Taille und die Rippen hochzog, um sie auf die linke Schulter zu legen. Ihre Daumen richtete sie entlang der Schlüsselbeine. Sie hielt damit Anahata fest, dass Selbst, während sie ihm in die Augen sah. „Ich kann ihm den Zugang zur Welt hinter dem Schleier verwehren, sein Bewusstsein ganz in seinem Kopf lassen, sodass ihm nur die alltägliche Welt zugänglich ist.“

 

Jetzt erfasste Angst Aaron. Er rührte sich nicht, er konnte nicht, denn die Hände über Schulter und Schlüsselbeine hielten auch Vishuddha fest. Seine Emanationen waren in Sionas Händen.

 

„Du kannst einen Knoten in Vishuddha aufbauen, Vishuddha selbst verknoten oder die Sphären so modifizieren, dass sie den Zugang zu Anahata und in tieferen Chakren unterbinden“, sagte ich.

 

Siona lächelte. Sie genoss die Angst in Aarons Augen. „Das werde ich nicht.“

 

Kurz aber kräftig atmete Aaron aus, seine Schlange verlor etwas an Härte, was Siona fühlte. „Mein Bruder“, sagte sie direkt in die Augen. Sein Glied verlor weiter an Härte, wurde aber nicht vollkommen schlaff, die Hoden blieben noch unter Spannung, aber diese liess auch nach. Aaron war in den Händen seiner Schwester, die Unterwürfigkeit wuchs, die Spannung in ihm änderte sich, es machte ihm zu schaffen, weniger gefährlich zu sein, es war, als würde ein Hund sich auf den Rücken rollen. Er machte das nicht bewusst, lediglich das Gefühl der Unterwürfigkeit war bewusst.

 

„Aber ich könnte seinen Bewusstseinszustand beherrschen, entscheiden, was für Kräfte er nutzen kann und ich könnte bestimmen, wie stark er mit dem Kosmos verletzt ist“, strahlte Siona. Die Macht berauschte sie. Sie sah zu mir: „Ich könnte ihn von Kollektiven Feld lösen, ihn in Einsamkeit stürzen, sodass er verloren ist, keine Orientierung hat, ich könnte die Verbindung zu Akasha stören, zu seinem Karma, wodurch ich seine Evolution beherrsche. Ich könnte ihm ein vollkommen neues Leben geben.“

 

„Vollkommen lösen kannst du die Verbindung nicht“, präzisierte ich, „aber so sehr stören, um zu erreichen, was du sagtest.“

 

Siona küsste ihn kräftig, sein Glied wurde schlaff, er winselte, während er auf den Druck einging. „Ich könnte es jetzt tun“, sah sie zu mir, „dann wäre es getan, er würde mir gehören.“

 

„Wäre er ein gemeiner Mensch, hättest du recht, aber er ist ein Akolyth, er geht den Weg der Kraft, er könnte sich durchaus befreien, aber du hast recht, du könntest es versuchen und vielleicht würdest du  gewinnen.“

 

Siona lächelte frech. Ein Teil von ihr wollte es versuchen, aber dann drückte sie Aaron auf die Knie. Es gab von ihm keinen Widerstand. Sie drückte ihn hin, wo er hingehörte, aber dort war er sicher. Mit der rechten Hand glitt sie durch das Haupthaar, sie wirkt über die Lotusblüten in alle Quadranten, die sie so zu fassen bekam. „Du hättest es mit uns beiden tun können.“

 

„Ich habe es mit euch beiden getan, nur in eine andere Richtung“, erklärte ich.

 

Siona strahlte. Diese Welt war so wundervoll, sie bot so viele Möglichkeiten. Vor nicht allzu langer Zeit hätte sie das nie für möglich gehalten. Sie las über Gedankenkontrolle, aber sie wusste nicht, wie sie funktionierte, welche Macht sie wirklich hatte und was es heisst, sie zu haben. Bis  sie von mir eingeweiht wurde. Und er meinen Körper, Energiekörper und Geist konditioniert.

 

Mit gesenktem Haupt kam Siona auf mich zu, blieb einen halben Schritt vor mir stehen, bis sich die linke Hand hob. Sie schmiegte sich an mich, ich griff sie mit der linken Hand am Nacken und der Rechten am Wirbelsäulenansatz, sie schob ihre Arme unter meinen Achselhöhlen durch, griff meine Schultern und legt ihren Kopf auf meine linke Schulter. „Ich werde für immer dir gehören und ich bin so froh darüber.“

 

Ich half ihr beim Aufstieg, ich hätte sie vollkommen unterwerfen können, tat es aber nicht. Ein anderer hätte sich ihre Kraft so zu Nutze gemacht.

 

„Du bist eine würdige Akolythe und du wirst eine treue Adeptin sein, wirst mich stärken und eine der Säulen des Ordens sein“, sagte ich, was die Brust von Siona anschwellen liess. Sie drückte sich fest an mich, ich verband mich mit ihr. Es war ein Genuss, denn sie war damals bereits stark.

Konditionierung über Vishuddha

 

„Sitz!“

 

Siona gehorchte und ging in die Sklavenhaltung.

 

Ich ging in die Hocke, griff mit der rechten Hand die Kehle von Aaron und legte ihn auf den Rücken. Dieser legte die Arme angewinkelt zur Seite, die Handflächen nach oben, die Finger entspannt, die Beine leicht gespreizt und angewinkelt, die Knie drückte er nach aussen, die Füsse lagen auf den Aussenristen.

 

Siona lächelte, sie sah, wie Aaron stärker atmete. Ich griff nach seinen L- und T-Felder Feldern. „Du kannst ihn jetzt programmieren, er kann nichts dagegen tun.“

 

Ein Winseln verliess den Mund von Aaron, er beugte seine Zehen und streckte seine Finger. Ich konzentrierte mich auf seine Koshas, auf alle Ebenen, die ihn ausmachen. Ich war mir bewusst, dass er in meinen Händen lag, dass er mir gehört. Ich zweifelte nicht daran, das war die Ordnung der Dinge.

 

„Um dein Eigentum zu konditionieren, musst du dir deiner Macht bewusst sein, du musst sie annehmen, darfst nicht daran zweifeln, kein Mitleid haben, ansonsten unterbrichst du die Kohärenz, deine Dominanz geht verloren, was Schwäche ist und dein Eigen vermag sich zu widersetzen.“

 

Siona hörte mir zu, während sie auf Aaron sah. Mit ihm zusammen kam sie zu mir, mit ihm wetteiferten sie um meine Gunst und die Vorherrschaft unter mir. Er war nicht schwach, aber jetzt war wehrlos. Ihr war klar, ihr ging es gleich, aber ihr war auch klar, dass sie über ihm stand, Macht besass und sie ausüben konnte. Es war ein erhabenes Gefühl und es schien alles so einfach zu sein.

 

„Er ist zu süss, um ihn zu zerstören“, lächelte Siona.

 

Ich sah Aaron in die Augen, diese wartete, was weiter geschah. Die Wellen, die ich in ihn schickte, zeigten ihm lediglich, dass er Mein war, dass er mir zu dienen hat. Diese Dinge wusste er bereits, zu diesen Dingen verpflichtete er sich, aber jetzt spürte er es von der physischen bis zur spirituellen Ebene. Es gab keinen Ort, an dem er frei von mir war – weder in der physischen Welt noch in der Astralwelt.

 

„Das ist er“, sagte ich, „er ist ein Akolyth, mein Eigen, um geformt zu werden, so sehr er in Demut ist, fühlt er jetzt seine Koshas wie selten. Und er fühlt die Verbindung zu den äusseren Dimensionen.“

 

„Wir schulen unsere Inferior, indem wir sie unterwerfen“, strahlte Siona.

 

„Alles was wir mit unseren Akolythen tun, dient auch deren Entwicklung“, sagte ich.

 

„Du hast ein Netz in seinem physischen Körper geworfen“, sagte Siona, „es ist in seinen Zellen, es hält ihn fest, es wirkt magnetisch auf alle anderen Emanationen, um sie zusammen zu halten, um ihn zu paralysierte …“ Sie zog die Augen zusammen. „… Mit Klauen hast du nach seinem Energiekörper gegriffen, kontrollierst den Energiefluss, damit seine Leidenschaft. Du entscheidest, ob er seine Emotionen, Gefühle und Gedanken füttern kann, du entscheidest, was er empfinden kann … Du entscheidest, ob er kommunizieren kann … Du hast das Fundament seines Handelns in deinen Händen …“ Sie musterte Aaron weiter. „… Seinen Mentalkörper hältst du in einer Blase … Die mentale Ebene schwebt darin … Sie wabert darin … Sie ist paralysiert … Sie ist vorhanden aber tatenlos … Weil ihm energetische Impulse fehlen … Sein Bewusstsein ist auf seine Demut fokussiert, auf die Macht, die du auf ihn ausübst … Ihm fehlt jeder eigene Antrieb … Er weiss, er besitzt eigenen Antrieb, aber er weiss, du kannst ihn ihm nehmen …“ Siona lächelte, während sie tief in Aaron hineinsah. „… Mit Fäden greifst du nach seinem Weisheitskörper … Du hast Pollen abgefeuert, die in ihn eindrangen, sich festkrallten und die ihn über Fäden mit dir verschmelzen liessen, ähnlich wie die kosmischen Fäden sich mit Sahasrara verbinden … Du bist tief in seinem Unterbewusstsein, selbst in seinem Unbewusstsein … Du bist auf der Ebenen, die ihn mit der Akasha Chronik verbinden, mit seinem Karma, mit seinem Schicksal … Du bist dort, wo die Dinge aus vergangenen Leben gespeichert sind, ob Triebe, Anhaftungen oder Träume, aber auch die verborgenen Kräfte, die in uns wohnen, wir aber nicht kennen, die uns antreiben, wovon wir aber nichts wissen … Über den Weisheitskörper hast du Zugang zu seinem Hören Selbst, zu seiner Bestimmung … Er gehört dir, über dieses Leben hinaus … Er fühlt das tief in sich, er wird sich dem zunehmend bewusst … Er weiss es nicht nur, er versteht es … Denn sein Wissen verbindet sich mit der Intuition … Er bekommt es zu fühlen und so wird es immer deutlicher … Und so fühlt er auch die Kräfte, die in ihm verborgen sind … Weil er zunehmend versteht, wie ernst der Pakt mit dir ist, erkennt der immer mehr, wie real die Kräfte sind, von denen er weiss, aber die er bis jetzt noch nicht fühlte … Es erweitert seine Wahrnehmung, dass baut Blockaden ab – Blockaden des Zweifels … Du unterwirfst ihn vollkommen, während du ihn unterrichtest … Dass machst ihn zu deinem Sklaven, während du ihn zu einem Magier machst …“ Siona sah mich ehrfürchtig an. Sie wusste, sie war auf dieselbe Weise an mich gebunden. Solche Fäden gab es auch hier. Zwar Triebe ich sie jetzt gezielt in Aaron, damit er meine Macht deutlicher fühlte, aber in ihr gab es dieselben, sie war in diesem Leben und darüber hinaus an mich gebunden. Sie sah wieder in Aaron: „Der Glückseligkeitskörper … Du schickst Impulse in ihn, du öffnest ihn, du schaffst Raum in ihm, damit er sich in ihm entfalten kann … Sein Glück findet Aaron in der Magie, in seiner Entwicklung, so soll sich der Glückseligkeitskörper denen, um seine neue Bestimmung aufzunehmen … Du hilfst ihm, sein Schicksal anzunehmen, aber gleichzeitig gibst du es vor … Du unterwirfst ihn und lässt seine Kräfte wachsen, während du den Glückseligkeitskörper öffnest, so generierst du sein Wesen als dein Diener und Magier im Glückseligkeitskörper … Du machst es zu seinem Schicksal … Du machst, dass er es als sein Schicksal annimmt, weil es ihn glücklich macht.“

 

Ich lächelte Siona an, während ich an der Kehle zu drückte. Aaron gab ein Winseln von sich. Er hörte, was Siona sagt, er wusste, es war die Wahrheit. Er gab sich hin, so seiner Bestimmung. Seit er den Weg der Kraft ging, war er ein neuer Mensch, jetzt fühlte er es allzu deutlich, er fühlte die Verbindung zu mir auf allen Ebenen. Er fühlte, dass er nicht nur in der physischen Welt existierte, er wusste, in der Welt hinter dem Schleier herrschte nur Kraft. Er war an mich gebunden, daran liess sich nichts ändern. Freiheit erlangte er nur durch Kraft. Er musste sich beweisen. Und er wusste, Verrat brachte ihm Verdammnis.

 

Wie er sein Schicksal annahm, schickte ich Wellen in ihn, so wurde Feld für Feld konditioniert, er atmete kurz und schneller. Damit sich die Atmung beruhigen konnte, schloss er die Augen, bis er vollkommen entspannt liegen blieb. Er dämmerte weg, nicht ganz in den Schlaf, noch bei Bewusstsein, um zu fühlen, wie die Kraft in ihm wirkte.

 

Ich erhob mich, trat vor Siona, die sich auf den Rücken legte. Eine Hand fand ihren Hals, sie öffnete sie und sie es sich für eine Inferior gehörte.