Der Zweck der Ehe

Manifestationen

 

Fühlen sich zwei Menschen verbunden – lieben sie sich –, wollen sie diese Liebe manifestieren. Sie liegen sich in den Armen, küssen sich, strahlen gemeinsam, sitzen sich nebeneinander, alle sollen sehen, dass sie zusammengehören.

 

Im Orden ist es wichtig, dass Zusammengehörigkeit gezeigt wird, damit alle sehen, wer zu wem gehört, um nicht auf die Idee zu kommen, eine Verbindung herzustellen. Aber es ist mehr, es geht um die Freude an der Verbindung. Die Manifestation lässt die Partner einander fühlen, damit die Zuneigung des Anderen, was ein angenehmes Bad ist, stärkt.

 

Verschränkung durch den Ehebund bindet beide aneinander, lässt die Energien leichter durch den anderen fühlen und schafft eine Präsenz des einen im anderen, sodass alle sehen, dass sie zusammengehören. Das Ritual selbst zeigt allen, welchen Weg die Partner gehen. Alle werden Zeugen, alle bezeugen es, alle anerkennen und achten diese Verbindung, keiner wird es wagen, sie zu trennen.

Die Kraft der Verschränkung

 

Die Ehe verfolgt das Ziel, eine bestehende Verschränkung zu verstärken. Bei der Verschränkung handelt es sich um die Verbindung der Felder auf allen Emanationen, die zwischen einzelnen Mitgliedern besteht und dem Orden, respektive dem Zirkel als Ganzes.

 

Die Beziehung zwischen den Mitgliedern hat wesentlichen Einfluss auf die Verschränkung. Loyalität gegenüber der Gemeinschaft, die Unterwerfung unter ihre Regeln, die freundschaftliche Bindung unter den Mitgliedern und gemeinsame Exerzitien prägen das Kollektive Feld, während die zwischenmenschlichen Beziehungen Verschränkung zwischen einzelnen Mitgliedern wesentlich prägen.

 

Die Ehe hilft, die technische Verschmelzung, die durch die Mitgliedschaft im Orden besteht, mit der zwischenmenschlichen Ebene – der Liebe – zu verschmelzen, um sie zu vertiefen und zu stärken. Das Zwischenmenschliche stärkt so alle anderen Ebenen der Verschränkung, wodurch die Ehepartner gestärkt werden.

Die Arten der Ehen

Die Arten der Ehen

 

  • Der Orden schliesst Ehen zwischen zwei oder mehreren Personen unabhängig ihres Geschlechts.

  • Der Orden schliesst zeitlich unbegrenzte und begrenzte Ehen.

  • Eine unbegrenzte Ehe lässt sich grundsätzlich nur im Einvernehmen aller Parteien auflösen.

  • Ehen werden unter Gleichen und Ungleichen geschlossen.

  • Ehen lassen sich auch mit Dritten – Personen ausserhalb vom Orden – schliessen.

  • Mitglieder können ausserhalb vom Orden eine Ehe führen. Es handelt sich um die säkulare Ehe, die viele Staaten anbieten. Ein Zirkel kann das zwar verbieten, aber abgesehen vom Ausschluss des Mitglieds hat er keine Sanktionsmöglichkeiten.

  • Eine rechtliche Gültigkeit haben im Orden geschlossene Ehen nicht.

 

Begrenzte Ehe

 

Eine zeitlich begrenzte Ehe kommt zur Anwendung, will sich mindestens ein Part in der Ehe nicht dauerhaft binden. Inferior wünschen meinst eine begrenzte Ehe, aber auch bei jungen Adepten, die ihren Weg noch finden müssen, kommt das vor.

 

Läuft die Zeit ab, wird ein Trennungsritual vollzogen, die Ehe erneuert oder eine unbegrenzte Ehe geschlossen. Wünsch nur eine Seite die Beendigung, wird das Trennungsritual vollzogen, da eine begrenzte Ehe geschlossen wurde.

Die Scheidung

 

Besteht eine Partei darauf, kann sie eine Zwangsscheidung verlangen. Dabei verbinden sich beide, wobei der Herausforderer versucht, das Energiesystem des Gegners zu erobern und die Verschränkung zu lösen. Gelingt es ihm, vollzieht er die Scheidung und der Gegner muss sich fügen. Misslingt es ihm, muss er sich fügen und ist von nun der unterwürfige Part in der Ehe.

 

Der Prozess der Zwangsscheidung basiert auf dem Gesetz, das auf dem Weg der Kraft jeder ein Recht auf das hat, was er beherrschen kann.

Hierarchie in der Ehe

 

Bei einer Ehe unter Gleichen besitzen alle Partner dieselben Rechte und Pflichten. Dieser Bund erfolgt, befindet sich alle Parteien auf demselben Niveau der Kraft.

 

Ehen zwischen Superioren und Inferioren werden vollzogen, wenn ein Partner von geringerer Kraft mit einem stärkeren zusammenkommen will. Adepten vermählen sich auch mit ihren Paladinen, Akolythen oder Servitoren.

 

Die Ehe unter Gleichen findet zwischen Adepten statt, die menschlich verbunden sind und sich magisch gemeinsam weiterentwickeln wollen. Durch die Ehe zeigen sie allen ihre Verbundenheit und stärken ihre Verschränkung, was gemeinsame Rituale vereinfacht.

 

Die Ehe unter Ungleichen dient, dass ein Superior und Inferior ihre zwischenmenschliche Beziehung institutionalisieren und sie gegenüber anderen manifestieren, ohne ihren Platz auf dem Weg der Kraft aufzugeben. Rituale, die ein Superior und Inferior zusammen praktizieren, können erschwert oder verunmöglicht werden, hebt er ihn auf die gleiche Stufe.

 

Es kommt durchaus vor, dass Personen auf derselben Hierarchiestufe eine Ehe unter Ungleichen eingehen, ist eine stärker als der andere oder fühlt sich der eine dem anderen gegenüber unterwürfig. Die Art ihrer Beziehung wird durch die Ehe institutionalisiert und manifestiert.

 

Ehen unter Ungleichen werden meistens auf begrenzte Zeit geschlossen, weil der Inferior sich noch entwickelt oder Angst hat, sich für immer in untergeordneter Position zu binden.

Die Ehe mit Aussenstehenden

 

Bei einer Ehe mit einem Aussenstehenden wird es kompliziert. Grundsätzlich kann nur jemand eine Ehe im Orden eingehen, der Teil von einem Zirkel ist – respektive von dessen Kollektiven Feld. Das bedeutet, die aussenstehende Person muss verschränkt werden, wozu das Liebesspiel gehört. Dazu ist nicht jeder bereit.

 

Aus diesem Grund ist es möglich, dass anstatt der Ehe einfach ein Segen erteilt wird. Aber meistens muss sich der Aussenstehende dafür entblössen. Er muss seinen Körper zeigen und von seinem Leben erzählen, sodass er sich mit dem Kollektiven Feld verschränkt. Die Verschränkung ist zu Beginn rudimentär und verstärkte sich mit der Ehe und ihrer Präsenz im Zirkel. Findet keine Verschränkung statt, ist es ein Zeichen, dass der Aussenstehende unwürdig ist und eine Ehe kommt nicht infrage – durch seine physische und mentale Entblössung muss er beweisen, ob er würdig ist.

Das Ritual der Eheschliessung

 

Die Ehepartner vollziehen die Ehe vor den Anwesenden, um die Verschränkung durch das Liebesspiel fest in alle Emanationen zu brennen und zu zeigen, dass sie zueinander gehören. Sie sollen leuchten, ihr Strahlen soll alle erfassen, sollen die Kraft der Verbindung fühlen und die Besonderheit zwischen ihnen.

 

Einige Zirkel sehen vor, dass Inferioren bei Beginn vom Ritual von den Zirkelmitgliedern genommen werden. Es manifestiert deren untergeordnete Rolle, setzt aber auch biologische, energetische und mentale Prozesse frei, die bei der Verschränkung helfen. Die geschaffene Demut lässt den Blick sinken, die Felder öffnen, sodass der Superior in ihn eindringen und ihn kontrollieren kann.

 

Einige Zirkel sehen vor, dass Inferiore von den Zirkelmitgliedern genommen werden, bevor der Superioren sie nehmen. Die Kräfte wirkten bereits auf ihn ein, jetzt werden die Emanationen und Felder aufgebrochen, sodass die Superioren leicht in sie eindringen und sie beherrschen können. Das Liebesspiel ist meistens hart, damit die Inferioren die Orientierung verlieren und die Prozesse, die die Superioren auslösen, einfacher über sich ergehen lassen können. Fühlen sie, was geschieht, gehen sie vollkommen darin auf, als sie wissen, die Ehe wird geschlossen.

 

Einige Zirkel sehen vor, dass die Ehepartner vor dem Ritual Zirkelmitgliedern zur Verfügung stehen. Sie verschränken sich mit ihnen über das Liebesspiel, huldigen so der Verbindung innerhalb des Zirkels. Die Ehepartner zeugen der Gemeinschaft Respekt, während die Zirkelmitglieder die Freude ihrer Brüder und Schwestern fühlen, die eine exklusive Verbindung einzugehen. Sie nutzen das Liebesspiel auch, um ihre Brüder und Schwestern in die exklusive Beziehung/die Ehe zu entlassen. Sie zeigen, dass sie sich für sie freuen, dass es ihnen eine Freude und Ehre ist, sie in diese zu entlassen. Wohlbefinden entsteht durch dieses Liebesspiel, Chakren und Koshas werden geöffnet, was es den Ehepartnern erleichtert, sich miteinander im Ritual zu verschränken.

 

Einige Zirkel sehen vor, dass die Ehepartner dem Lord beiliegen, bevor dieser sie vermählt. Hier gibt es zahlreiche Variationen. Die Ehepartner suchen den Lord in der Nacht vor der Hochzeit auf, wo er sie getrennt nacheinander nimmt, während einer zuschaut oder beide gemeinsam. Bei dieser Variante huldigen die Ehepartner ihrem Gebieter, der ihnen die Gnade der Eheschliessung erlaubt, zeigen aber auch ihre Verbindung zueinander und die Loyalität gegenüber ihm und dem Zirkel/Orden.

 

Die Ehepartner suchen den Lord in zwei verschiedenen Nächten auf, in denen er sehr tiefe und intensive Liebesspiele vollzieht, wobei es meist darum geht, zu erkunden, was die beiden verbindet. Die daraus entstandenen Erkenntnisse nutzte er, um das Ritual der Eheschliessung zu optimieren.

 

Die Ehepartner suchen den Lord am Morgen vor der Eheschliessung oder unmittelbar davor auf. Sie zeigen ihre Loyalität gegenüber ihm, dem Zirkel/dem Orden und manifestieren ihre Liebe untereinander, um zu zeigen, dass sie der Eheschliessung würdig sind. Am Ende bitten sie darum, dass er das Ritual vollzieht und ihnen damit die Ehe gewährt. Dies tun sie oft, während oder nach dem sie ihn oral verwöhnten.

 

Bei einer weiteren Variante, die in einem Zirkel vorkommt, gehen die Ehepartner beim Altar auf die Knie, befriedigen den Lord oral und bitten ihn, die Ehe zu vollziehen. Sie geben sich viel Mühe, ihn zu verwöhnen, die Felder blank zu ziehen und die Energie fliessen zu lassen, damit seine Chakren rotieren und er viel Kraft hat, das Ritual durchzuführen. Gleichzeitig zeigen sie ihre Unterwürfigkeit und damit die Loyalität gegenüber ihm sowie dem Zirkel/Orden. Mit ihren Händen streichelt sie sein Gesäss, Taille, Rücken, Bauch, Plexus und Brust und projizieren die Zuneigung zu ihrem Partner, um zu zeigen, dass sie dieser exklusiven Verbindung würdig sind.

Die Läuterung

Generell

 

In einigen Zirkel gehört sie zum standardisierten Ablauf, bei anderen kommt sie nur unter bestimmten Umständen zur Anwendung, während wieder andere sie einsetzen, gilt es einen oder mehrere Partner zu reinigen.

 

Die Läuterung kann drei Ziele verfolgen: erstens, die Reinigung von Mala und dem Ritual fremde Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Schwingungen, damit das Ritual der Eheschliessung ohne Widerstände abläuft. Zweitens, dass »Austreiben« des früheren Lebens, um ein oder mehrere Partner von Konditionierungen zu lösen, die störend wären. Das kommt vor allem bei untergeordneten Partnern vor, damit sie ihre Eigenständigkeit verlieren. Drittens, Ehepartner werden geprüft, ob sie den Preis der Eheschliessung bezahlen können, was primär den Inferior betrifft.

Arten der Läuterung

Unmittelbare Läuterung

 

Die Läuterung kann unmittelbar vor dem Ritual der Eheschliessung vollzogen werden. Die Ehepartner werden in getrennten Räumen durch ein Reinigungsritual, Massagen, Energielenkung, Züchtigungen und/oder andere Rituale geläutert. Zu den Ritualen, die infrage kommen, gehört die Eisspülung. Danach werden sie für das Ritual angekleidet und vor den Altar geführt.

 

Es gibt auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Reinigung. Entweder sitzen sie sich gegenüber, stehen sich gegenüber oder werden sich gegenüber fixiert. Sind sie nicht fixiert, sind sie frei, damit sie sich streicheln und küssen können, um ihre Verbindung zu zelebrieren. Diese hebt den Fokus auf das Eheritual hervor, erlaubt ihren Geschwistern aber auch, Strömungen in ihnen zu erkennen, die während dem Ritual und der Ehe hinderlich sein könnten, um sie gezielt zu lösen. Sind sie fixiert, können sie sich nur ansehen, eine Verbindung über Augen, Agya, Anahata und die anderen Chakren herstellen und müssen darum betteln, physischen Kontakt herstellen zu dürfen. Ist es dem Bündnis und/oder der Reinigung dienlich, soll es gewährt werden.

 

Die gemeinsame Reinigung kann für die Verlobten wie für ihre Geschwister anstrengend sein. Werden Ströme erkannt, die gelöst werden müssen, die aber schwer zu lösen sind, müssen sie voneinander getrennt werden. Sie bleiben zwar im selben Raum, aber es darf keine unmittelbare Verbindung geben, da diese ihre Verbindung hervorhebt, welche die wichtigsten Energiekanäle beherrscht, die jedoch für die Reinigung gebraucht werden. Dabei muss die betroffene Person von der Verbindung gelöst werden, was bei der anderen Einsamkeit auslöst, auch bei der Betroffenen, wobei diese noch Angst empfindet, dann folgt oft Schmerz. Ihr Partner muss zusehen, was ihn leiden lässt. Die Geschwister müssen beide beruhigen, sie wieder gegenüberstellen und dafür sorgen, dass sie die Verbindung wiederherstellen.

Mittelbare Läuterung/die Zeit der Läuterung

 

Die mittelbare Läuterung nimmt Tage oder Wochen in Anspruch – meistens sieben Tage oder einen Mondzyklus. Die Ehepartner werden in die Obhut von Geschwistern gegeben, die sich um ihre Bedürfnisse kümmern. Sie sorgen, dass sie die nötigen Reinigungsrituale vollziehen, meditieren, Atemtechniken durchführen, Asanas oder andere Sport, sexuell enthaltsam sind und Diät halten.

 

Die Planung der »Zeit der Läuterung« wird den individuellen Bedürfnissen der Ehepartner und ihren Fähigkeiten angepasst. Sie dürfen nicht überfordert werden, da ein Abbruch der Läuterung die Eheschliessung verunmöglicht.

 

Die Diät dient dazu, den Körper zu reinigen, damit die Energie frei fliesst. Bei einer Ehe unter Ungleichen, wird die Ernährung oft so angepasst, dass aggressive Kräfte des dominanten Parts geweckt werden und er gestärkt wird, während im submissiven Part die friedlichen, ruhenden, passiven Kräfte geweckt werden, die seine Widerstandsfähigkeit schwächen. Asanas, Pranayama und Meditation werden ebenfalls angepasst. Ein Inferior setzt beispielsweise nicht den Feueratem ein, da dieser die Aggressivität und Widerstandskraft fördert. Die Asanas sind ruhig, dienen der Entladung von aggressiven Strömungen, welche die Chakren und Koshas schlafen legen. In der Meditation konzentriert er sich, seinem Superior in Ritualen und der Ehe zu dienen, wie ihn das erfreu.

 

Zur Zeit der Läuterung gehört auch, dass die Ehepartner ihren Tutoren von ihrer Beziehung erzählen, was sie aneinanderbindet, was sie so sehr am anderen schätzen, aber auch was sie stört. Sie erzählen von ihren Hoffnungen, die sie in die Ehe setzen, von ihren Ängsten, die sie damit verbinden, um sich allem zu stellen, was mit der Ehe im Zusammenhang steht. Die Tutoren hören zu, schenken Rat, trösten, buchen nach, sie tun alles, damit ihre Schützlinge sich den Konsequenzen ihrer Entscheidungen stellen und sich über jedes Gefühl, jede Emotion und jeden Energieimpuls, der mit der Ehe und ihrer Beziehung im Zusammenhang steht, vertraut werden.

 

Inferior werden oft von allen Annehmlichkeiten ferngehalten. Sie leben von Wasser, Müsli, Brei, Suppe, Dinge, die wenig schmackhaft sind, aber alles bieten, was sie brauchen, um zu funktionieren. Kleidung tragen sie keine, im Alltag nur das nötigste, im Alltag dürfen sie weder essen, trinken, ihre Notdurft verrichten oder anderen Übungen nachging. Sie dürfen Arbeit wie andere Pflichten im Alltag erfüllen, alles andere ist ihnen untersagt, alles andere erhalten oder erhalten sie eben nicht bei ihren Geschwistern. Die Zeit der Enthaltsamkeit, zeigt ihnen sehr gut, was auf sie zukommt. Sie haben sich unterzuordnen, verlieren alle Freiheiten. Die Tutoren sind kompromisslos. Sie schenken dem Inferior keinen Trost, wenn es schwer wird, er muss sich der Last der Ehe stellen. Sie setzen eher nach, sie bohren nach Gefühlen und Emotionen, denen er sich stellen muss. Das bedeutet nicht, dass sie ihm nicht beistünden. Sie helfen ihm, alles zu verarbeiten auf keinen Fall helfen sie ihm, irgendeiner Angst aus dem Weg zu gehen. Diese wird ihm früher oder später in der Ehe einholen.

 

Der Superior wird üblicherweise auch einem rigiden Plan unterzogen, um seine Triebe, Anhaftungen sowie Hoffnungen und Ängste zu offenbaren und zu verarbeiten. Aber die Gespräche befinden sich oft auf Augenhöhe, bis es darum geht, nachzubohren. Auch bei der Ernährung und beim Trinken haben sie mehr Freiheiten. Sie bekommen eher feste Nahrung, sogar Fleisch, als Getränk Tee mit Zucker, Fruchtsäfte usw. Während der Inferior vollkommene sexuelle Enthaltsamkeit üben muss, darf sich der Superior mit seinen Geschwistern vergnügen, vielleicht sogar einer Drittperson, damit er im Liebesspiel Kräfte mobilisieren kann, die er für seine Dominanz braucht und um sich in Wallung zu bringen, um die Ehe beim Ritual zu vollziehen, aber das muss nicht sein, es ist auch möglich, dass er diese Kräfte mit Pranayama und Meditation aufbauen und stauen muss, damit sie beim Ritual über den Inferior herabbrechen.

 

Es kommt vor, dass nur der unterwürfige Part einer Zeit der Läuterung unterzogen wird. Dies meistens, wenn der Lord des Zirkels glaubt, dass er sich der Härten nicht bewusst ist oder der Superior will, dass er in Abgründe gestürzt wird, um von ihm während dem Ritual erhoben zu werden. In diesem Fall durchläuft der Inferior eine Zeit von Zucht und Ordnung. Er verliert jede Freiheit, jedes Fehlverhalten wird bestraft, ihm wird Zuneigung entzogen, sodass er alleine ist. In diesem Fall gilt auch die sexuelle Enthaltsamkeit nicht, respektive erst einige Tage oder eine Woche vor dem Ritual, da der Inferior sexuelle Dienste leisten muss. Diese Möglichkeit ist auch eine Prüfung, die er bestehen muss.