Grundlagen

Sich und sein Leben aufgeben

 

Der Weg vom Akolyth Familiaris darf nicht unterschätzt werden. Entscheidet sich ein Neolyth für diesen, übergibt er sich vollkommen seinem Gebieter und dem Orden. Das betrifft seine Existenz in Form von Körper, Energiekörper, Geist und Seele, seinen Alltag in Form von Einkommen, Vermögen und Eigentum.

 

Akolythen Familiaris besitzen nichts. Sie legen ab, was sie einst waren, um wiedergeboren zu werden. Betreten wir das Licht der Welt und lassen das Jenseitige Licht hinter uns, verlieren wir unsere Erinnerungen und fangen von vorne an. Als erwachsene Menschen behalten wir unser Wissen, unsere Erfahrungen, weil wir sie brauchen, um uns spirituell/magisch weiterzuentwickeln: Aber wir legen die Täuschungen vom Alltag ab, die uns bisher ausmachten.

 

Damit unser Karma sich im Diesseits weiterentwickelt, löschen wir unsere Erinnerungen an die vergangenen Leben durch die Schmerzen der Geburt. Sie belasteten uns zu sehr. Die Anhaftungen auf den vergangenen Leben, korrumpierte unsere Wahrnehmung von Beginn weg. Die früheren Lebe oder ein früheres Leben überlagerte einen Akolythen Familiaris zu sehr mit vergangenen Anhaftungen und Täuschungen.

Der Schock

 

Ich stellte immer wieder fest, dass es den meisten Neolythn leichter fällt, sich einem anderen zu überlassen als Geld und Vermögen abzutreten. Romantik, Neugier und Surrealität sind Gründe. Einige sehen es als Abenteuer, als etwas, dass sie versuchen wollen, endlich ein wenig Yoga, einem spirituellen Urlaub in den Bergen, in Wäldern oder in der Nähe eines Ozeans. Den Weg des Adepten zu gehen, ist für sie ein Hobby – etwas, dass sie nebenbei im Leben machen.

 

Der Einbezug der weltlichen Belange führt zu einem Schock. Die Romantik verfällt, der Neolyth kommt vollkommen in der Realität an. Die Neolythen erkennen, sie begeben sich auf einen Pfad, von dem es kein Zurück gibt und auf dem sie alles riskieren.

Die Beziehungsebene/Konstellation

Die Beziehungsebene

 

Die Gebieter-Akolyth-Konstellation funktioniert auf zwei Ebenen:

 

  1. Der magischen Ebene

  2. Der weltlichen Ebene

Die Formalisierung

 

Die Formalisierung auf der magischen Ebene erfolgt durch Rituale. Es beginnt mit dem Reinigungsritual und der Initiation vom Neolyth zum Akolythen Familiaris. Weitere Praktiken bauen das Band zwischen Gebieter und Akolyth auf, festigen es, bis die beiden eine Einheit bilden – ein Kollektives Feld.

 

Die Formalisierung auf der weltlichen Ebene ist komplizierter. Das Überschreiben von Vermögen hat steuerliche Konsequenzen. Die Übertragung vom Einkommen lässt sich über Miete, Wohnkosten usw. regeln. Aber die juristische Formalisierung ist nicht erforderlich, entsteht das magische Band, denn dieses bindet den Akolythen an seinen Gebieter und der Rest ergibt sich von alleine.

 

Die physische Ebene ist die Ebene des Gesetzes, damit von Vollmachten und anderen Formularen gemacht. Zur Besiegelung der Beziehung eignen sie sich, die Bande selbst festigen sie nicht.

 

Karl ist auch, das juristische Band kann jeder Zeit durchtrennt werden. Dagegen ist der mächtigste Adept wehrlos. Selbst die Autorität des Lords endet, wo das weltliche Gesetzt beginnt.

Magische Bande hält alles zusammen

 

Ein Gebieter sollte eine Formalisierung auf der weltlichen Ebene nicht nötig haben, weil durch Rituale und Unterweisungen der Akolyth an ihn gebunden wird. Die Verbindung erfolgt über ihre L- und T-Felder. Sie geht tiefer als jedes Stück Papier und ist durch Bürokratie unangreifbar. Kraft baut diese Verbindung auf und deswegen ist sie rein und integer.

 

Gelingt es seinem Gebieter nicht, eine Verbindung zu seinem Akolyth aufzubauen, erübrigen sich alle Ansprüche auf diesen.

 

Ich selbst regle meine Beziehung zu meinen Akolythen Formaljuristisch. In dieses seht, welche Pflichtet er hat. Es betrifft das Vermögen, aber auch die sexualmagischen Praktiken. Beides eigenen sich für einen ehemaligen Akolythen, um Rache zu nehmen.

Der Anfang - das Reinigungsritual

 

Der Gebieter entkleidet den Neolyth, nimmt ihm damit seine Kleidung und gibt ihm die erste Blösse. Er steht da wie er wirklich ist. Keine Kleidung, die täuscht, die den Blick auf die Haut verstellen, die Seele spiegelt ihr inneres, Zuckungen verraten Emotionen, Gefühle und Gedanken, der Mantel von May schwindet.

 

Der Gebieter entleert Magen, Darm und Blase vom Neolyth, wofür er Hände und Schläuche einführt. Der Neolyth reinigt sich von Innen und trägt viel Mala raus. Es ist eine unangenehme Praktik, auf die oft verzichtet wer.

 

Der Gebieter schneidet Finger- und Zehennägel vom Neolyth, putz dessen Zähne, Zahnfleisch und Zunge gut, rasiert seinen Körper vollkommen – wobei Haupthaar, Augenbrauen und Wimpern oft belassen werden, schuppt der Körper mit einer Bürste, um über die L- und T-Felder mit den Borsten zu werken und alles Mala zu erreichen. Es folgt ein Schwamm, der Mala anzieht, Schäme können auch in Mund, Anus, und Sanktum einführt werden, um Mala aus dem inneren Anzuziehen und es dann auszudrücken. Am Ende zieh der Gebieter einen Laben über den Körper, entfernt die Seife, die bei Bürste und Schwamm verwendet wurde, um den Körper glatt zu machen. Das Wasser bei der Bürste war eiskalt bis klar, beim Schwamm war mit heiss, beim Lappen angenehm wem. Kälte soll Nerven, Muskeln und Energiebahnen beben lassen, die Wärme die Energieströme aufweichen, um Elemente aufzusaugen, der Lappen mit angenehmer Wärme zog dann alles raus du ab.

 

Durch die Rasur kommt es zur Hautreizung, die über die Haarwurzeln Öffnungen auftunt, die das abfliessen von Mala erleichtern.

 

Die Entfernung der Haare ist wichtig, damit Mala, das durch den Körper fliesst, nicht in diese fliesst. Haare und Fingernägel zerfallen nach dem Tod nicht gleich wie der Körper, Restenergien fliessen in sie und vermögen das Potenzial zu entwickeln, einen Geist im Diesseits zu halten. Restenergien vermögen bei der Wiedergeburt Gedanken, Gefühle und Emotionen wecken, die den Neolyth zurückbindet.

 

Die Finger- und Zehennägel entfernt der Gebieter vor dem Waschen und Rasieren, damit Mala nicht in sie fliesst.

Die Wahl der Akolythen Familiaris

Remus Akolythen Familiaris

 

Ich hatte zwei Akolythen Familiaris – Siona und Aaron – mit denen ich zusammenlebte, bis ich sie in den Stand von Adepten erhob. Beide mussten nicht viel zurücklassen. Als ich sie kennenlernte und auszubilden begann, waren sich Studenten. Sie besassen kein Vermögen, keine Autos, keine Häuser, sie waren arm. Deswegen fiel ihnen dieser Schritt leicht auf ihr weltliches Hab und Gut zu verzichten.

 

Mit meiner heutigen Akolythe Familiaris lebe ich aus verschiedenen Gründen nicht zusammen. Sie errichtete in ihrer Wohnung einen Tempel für den Orden. Ihr Einkommen braucht sie, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und die Annehmlichkeiten des Lebens – die jeder auf dem Pfad der Kraft braucht – zu geniessen. Sie vereinigte den alltägliche mit dem magischen Leben optimal und verschrieb sich so mir und damit dem Orden.

Jung oder Alt

 

Personen mit mehr Lebenserfahrung, hohem Einkommen und Vermögen fällt es schwer, alles zurückzulassen. Sie kommen für das Konzept vom Akolyth Familiaris nicht infrage. Junge Personen, die ihr Studium beginnen, ohnehin im Lehrmodus sind und nichts zu verlieren haben, eignen sich besser. Sie beginnen ihr Erwachsenenleben im Orden, werden mit Magie in es geboren und können sich prächtig entwickeln.

Verschränkung mit weltlichen Dingen

 

Wir dürfen nicht vergessen, auch wenn jemand durch den Weg der Kraft neu geboren werden will, bleiben all die Dinge, die er erlebte, immer ein Teil von ihm. Ein eigenes Unternehmen aufzubauen, bedeutet eigene Energie in es fliessen zu lassen. Etwas von der Seele fliesst in dieses Werk. Häuser und andere Immobilien besitzen immer eine Präsenz der Besitzer. Generell Dinge, die lange im Besitz einer Person sind, sind von dessen Emissionen geflutet. Je stärker die Bindung, Bedeutung und je häufiger oder andauernder sie benutzt werden umso mehr.

 

Es handelt sich um Verschränkungen auf der mentalen – und dort der bewussten und unterbewussten Ebene – und der energetischen Ebene. Eine Entscheidung, um sich zu trennen, reicht nicht. Alle Ebenen müssen einverstanden sein. Zu versuchen, eine Verschränkung aufzureissen, bringt ein brüchiges Fundament für die Ausbildung eines Akolythen.

 

Sieht ein Neolyth nicht, dass er sich nicht lösen kann, will er es aber trotzdem tun, obliegt es dem Adepten, dass zu untersagen. Nicht nur ein Akolyth Familiaris muss in die Verbindung einwilligen, auch der Adept. Versagt der Adept, muss der Lord des Zirkels intervenieren.

 

Wir dürfen nie vergessen: Jeder Widerwille im Orden stört die Integrität unseres Kollektiven Feldes und damit unseren Schutzschild.

Das soziale Umfeld und die freie Entscheidung

Soziales Umfeld, Manipulation und freie Entscheidung

Das soziale Umfeld zurücklassen

 

Ein Akolyth Familiaris übergibt sich – Körper, Energiekörper, Geist und Seele –, Einkommen, Vermögen und Eigentum an seinem Gebieter, besitzt aber noch etwas Letztes.

 

Die Neolythen wenden sich im Erwachsenenalter an den Orden, sie besitzen ein soziales Umfeld, das von der physischen Welt geprägt ist. Dieses geben sie auf, um ihr Leben vollkommen dem Orden zu verschreiben.

 

Unser Umfeld prägt uns wesentlich, deswegen leben Mönche oder Nonnen isoliert, Priester ziehen sich für die Ausbildung zurück, im Yoga wird gelehrt, dass die richtige Gesellschaft für die spirituelle Entwicklung wichtig ist.

 

Die Menschen, die uns umgeben, pflegen eine spezifische Lebensweise. Jene, die sie umgeben, bewegen sich auf demselben Gebiet und nähern wir uns ihnen, ziehen sie uns in die Ströme, die ihr Leben prägen. Die beste Meditation, das Lesen der besten Bücher, Rückzüge in ein Kloster oder die Abgeschiedenheit nützen nichts, zieht uns das Umfeld bei der Rückkehr in den alltäglichen Strudel belangloser Gespräche, Hochgefühle bei donnernder Musik, Tiefgefühle beim Betreten des Arbeitsplatzes, das morgendliche Auskotzen über den Berufsverkehr in den Pausen und sehr viel mehr.

 

Das Leben von einem Akolythen Familiaris unterscheidet sich fundamental vom durchschnittlichen Menschen. In den Reihen seiner Freunde, kann er sich nicht mitteilen. Tut er es, stösst er auf Unverständnis. Sie machen sich über ihn lustig, sprechen von einem überholten Konzept und raten, den Weg der Magie zu verlassen. Frauen sehen sich oft mit dem Vorwurf konfrontiert, dass sie die Emanzipation zurückwerfen, Männer gelten als Schwächlinge. Beides ist absurd, denn Akolythen Familiaris emanzipieren sich, indem sie die Kräfte einfordern, die ihnen von Geburt wegen zustehen. Dieser Weg ist beschwerlich. Nur physisch, energetisch und geistig Starke wagen es, ihn zu beschreiten.

Gefahr der Isolation und Manipulation und Sicherheit durch Reife

 

Isolation ist eine Folter und ein Mittel, Menschen zu manipulieren – Gehirnwäsche. Das soziale Umfeld zurückzulassen macht die Akolythen anfälliger für Gehirnwäsche. Sie verlieren jeden Halt, damit sie leicht zu manipulieren sind.

 

Diese Kritik nehme ich ernst. Akolythen Familiaris geben alles auf, sie nehmen sich das Fundament, auf dem sie stehen, um den Weg der Kraft zu gehen. Lassen sie alles hinter sich, geben Gebieter und Zirkel Halt. Ohne Treue verlieren sie diesen.

 

Jeder Gebieter muss sich im Klaren sein, dass er ein verletzliches Wesen aufnimmt. Es obliegt ihm, dieses auszubilden und zu beschützen. Er muss es lieben, deswegen erhalten nur die Adepten den Segen des Lords Akolythen auszubilden, die beweisen, dass sie ihrer Verantwortung bewusst sind und nicht nach einem Spielzeug suchen.

Nicht autorisierte Gebieter, der Wille der Kraft und das Erheben

 

Jeder Adept darf einen Akolyth ausbilden, stellt er eine Verbindung her. Selbst Lords dürfen sich nicht gegen den Willen der Kraft stellen, aber nur jene, die ihr Verantwortungsbewusstsein zeigten, erhalten vom Lord des Zirkels eine Empfehlung.

 

Die Kraft führt Neolythen nicht immer zu Adepten, die ihnen wohlgesonnen sind oder deren Verbindung ihnen das beste bringt. Der Wille von einem Adepten, einen Akolyth zu haben, vermag einen Neolyth, der verzweifelt sucht, zu ihm zu führen. Ihre Schwingungen sind kompatibel. Solche Verbindungen erweisen sich für Akolythen oft als destruktiv, vermögen ihnen aber zu helfen, über sich hinaus zu wachsen. Das gibt ihnen die Kraft, sich von ihrem Gebieter zu lösen, einen neuen zu suchen oder sich im Orden weiterzuentwickeln.

 

Hier sei angemerkt, dass einige Lords für sich beanspruchen, welche Adepten ausbilden dürfen, unabhängig ob sie eine Verbindung aufbauen konnten oder die Kraft einen Neolyth zu einem Adepten führte. Der Lord des Zirkels gebietet über den Zirkel, er hat das Recht einen Adepten zu verstossen, hält dieser sich nicht an die Regeln.

 

Hier ist klar gesagt: Der Orden ist föderal organisiert. Die Zirkel agieren weitgehend unabhängig. Ich selbst mische mich grundsätzlich nicht in die Angelegenheiten der anderen Zirkel ein. Ich tue, wenn Missstände an mich herangetragen werden. Passt einem Mitglied die Regeln in einem Zirkel plötzlich nicht mehr, sehe ich das nicht als Missstand. Willkürliche Regeländerungen wecken meine Aufmerksamkeit, denn wir alle sind durch einen Pakt verbunden. Die Konditionen dürfen daher nicht willkürliche geändert werden. Das schädigt die Integrität des Paktes und damit das Kollektive Feld.

Freie Entscheidung und Willenskraft

Zweifel als Bedrohung - Umgang mit Kräften

 

Der Einsatz von Magie erfordert Konzentrationsfähigkeit und das ein Akolyth sich auf seine Ausbildung konzentriert. Ständige Zweifel aus dem sozialen Umfeld und dem Alltag selbst stören diese Fokussierung erheblich. Gefährdete das nur die Entwicklung, wäre es eine Sache, aber Adepten arbeiten mit enormen Kräften. Sie kommen mit Entitäten in Kontakt, die jede Schwäche nutzen, was einen Akolythen, der zweifelt, zu einer grossen Bedrohung macht.

Vergleich der Lebensweisen - Zusammenleben und Zurückschicken

 

Zweifel entstehen nicht nur durch das soziale Umfeld und dem Alltagsleben. Weit schwerer wiegt eine nicht fundierte Entscheidung eines Akolythen. Es obliegt jedem Adepten, einem Neolyth klarzumachen, was auf ihn zukommt. Er lässt nichts aus, weist auf die Entbehrungen hin, dass es kein Versprechen auf Illumination gibt und das, was im Codex steht, nicht romantisch gemeint ist.

 

Der Neolyth hat zu begreifen, dass sein Körper, sein Energiesystem und sein Geist bei diversen Ritualen und zu diversen Zwecken verwendet werden. Er muss verstehen, dass es für ihn nur noch Gehorsam gibt und er sich zur Verfügung stellt, wird es verlangt.

 

Theorie und Praxis unterscheiden sich, weshalb ein Adept einen Neolyth testen sollte, indem er ihn einigen Praktiken unterzieht. Idealerweise lebt er eine Zeit lang mit ihm zusammen. Er behandelt ihn als Akolythen Familiaris, damit er versteht – nicht nur hört, liest, nachdenkt, sondern auf fühlt und so versteht. Das gibt dem Neolyth die Möglichkeit, sein früheres Leben mit dem neuen zu vergleichen. Der Adept sollte den Neolyth noch einmal in sein altes Leben schicken, um sich aus dem Fluss des Akolythen zu lösen und frei zu entscheiden, welchen Weg er bevorzugt.

Freie Entscheidung und Willenskraft

 

Ohne freie Entscheidung gibt es keine Willenskraft, ohne Willenskraft erfolgt keine makellose Verbindung zwischen Gebieter und Akolyth. Alle Adepten wissen um die Bedeutung der Willenskraft und dass sie bei Akolythen gefördert wird. Kein wahrhafter Adept nimmt einen Akolythen Familiaris an, dessen Entscheidung nicht auf Willenskraft basiert. Ohne Willenskraft ist seine Entscheidung kraftlos, die Beziehung ein einziger Kampf, Friktionen im Energiefluss machen für Kräfte und Entitäten angreifbar und dieser Makel gefährde den Orden, führt er gemeinsame Rituale durch.

 

Freier Wille erfordert, dass die betreffende Person die Konsequenzen seiner Entscheidungen kennt. Es obliegt dem Adepten, diese dem Neolyth klarzumachen.

Ausschluss von Adepten bei fehlender Willenskraft

 

Dem Orden und jedem Zirkel steht es frei, einen Adepten von gemeinsamen Ritualen auszuschliessen, traf einer seiner Akolythen die Entscheidung, sich ihm nicht aus Willenskraft anzuschliessen. Der Orden und jeder Zirkel haben das Recht, sich zu schützen.

Offene Aufklärung

Sionas letzter Schritt zur Unterwerfung

Die Belehrung von Siona und ihre freie Entscheidung

 

„Dir ist klar, ich benutze deine Körper, Energiekörper und Geist, um Kräfte zu rufen, zu bewegen, mit ihnen in Verbindung zu treten und sie in dir zu speichern?“

 

Siona befand sich nackt in der Sklavenhaltung vor mir, die Handrücken auf den Oberschenkeln, der Blick geradeaus, in meine Augen, ich befand mich nackt in der Sklavenhaltung vor ihr, unsere Brustkästen waren gehoben, die Chakren geöffnet, wir verbanden uns über unsere Felder. Die Interaktion der Felder sorgte, dass beide die Wahrheit sprachen. Fehlinterpretationen waren durch die Verbindung nicht möglich.

 

„Ja.“ Sionas Augen waren wach und offen, die Worte kamen leise. Es fiel ihr schwer, es auszusprechen, sie kannte die Strapazen.

 

„Du weisst, du wirst zu meiner Liebhaberin und zu meiner Lebensgefährtin, kümmerst dich um meine sexuellen Begierden und was ich von dir sonst verlange?“

 

„Körper, Energiekörper, Geist und Seele gehören dir. Was du von mir verlangst, erfülle ich.“

 

„Deine Lust ist bedeutungslos, du willst sie, verlange ich es, auch wenn ich deinen Körper streichle, dein Empfinden ist belanglos, du verwandelt die Impression in Energie, fühlst du dich beschämt, spielt es keine Rolle, verlange ich es von dir, es wird dich mit Kraft erfüllen und dir Stärke verleihen. Glaubst du, du vermagst dieses Leben zu führen?“

 

„Ja.“ Die Antwort kam deutlich.

 

„Verlange ich von dir mit hundert von allen menschlichen Geschlechtern zu schlafen, machst du es?“

 

„Ja.“ Deutlich und stark. Das Herz von Siona machte einen Satz, es erregte sie, die Schamlippen reagierten. Ich spürte die sexuelle Kraft in ihren Chakren und absorbierte sie. Sie stellte sie mir zur Verfügung, um ihre Hingabe zu demonstrieren.

 

„Führst du alle meine Befehle aus, bedingungslos gehorsam, um mir zu dienen?“

 

„Ja.“

 

„So will ich dich ausbilden, dich zu einer mächtigen Adeptin machen, um dir den Weg zur Apotheose zu zeigen.“ Ich griff nach dem Kopf von Siona, beugte mich vor, küsste sie zärtlich auf die Lippen, um mit der Zunge weiter zu machen. Über Lippen und Zunge floss Energie durch unsere zentralen Energiekanäle und wir fühlten uns geborgen und sicher. Die Felder der Chakren trafen sich weiter, ihre Schamlippen dehnten sich, mein Glied entfaltete sich, wir verschmolzen miteinander.

Offene Aufklärung/Belehrung

Abtreten der physischen, energetischen, mentalen und seelischen Integrität

 

Körper, Energiekörper, Geist und Seele gehören mir und zum Teilen dem Orden.

 

Du stehst mir, deinem Gebieter, für alle magischen Praktiken zur Verfügung. Ob ich mich an deinem Prana, deiner Freude oder Traurigkeit, Lust oder Schmerz, Hyperaktivität oder Depression laben will, ich Körpersubstanzen oder Energie zur Fütterung eines Dämons brauchen, dich von einem okkupieren lasse, dich als Sammelbecken für natürliche und magische Kräfte nutze, dich als Portal zwischen den Welten verwende oder als Medium gebrauch, um durch Raum und Zeit zu sehen, du tust es ohne zu zögern.

 

Du verstehst, dass das Genannte nur ein Bruchteil der magischen Praktiken enthält und das du in deiner Ausbildung mit viel Mühen, Schmerz, Demut, allen bekannten Niederungen und Höhen konfrontiert wirst, die an deine Grenzen führe, sie überschreiten und sie ausdehnen, um dich zu erhöhen.

 

Du stehst Entitäten auf Verlangen in magischen Praktiken zur Verfügung.

 

Dem Orden und Zirkeln stehst du gemäss den Gesetzen des Ordens für magische Praktiken zur Verfügung.

 

Du stehst aussenstehenden Personen oder Gemeinschaften auf Befehl deines Gebieters oder im Rahmen des Ordnens für magische Praktiken zu Verfügung.

 

Du stehst mir, deinem Gebieter, für sexuelle Praktikern frei zur Verfügung.

 

Du stehst gemäss den Gesetzen vom Orden anderen Mitgliedern für sexuell Praktiken frei zur Verfügung.

 

Du stehst Drittpersonen oder aussenstehenden Gemeinschaften auf Wunsch ihres Gebieters oder gemäss den Gesetzen von Orten für sexuelle Praktiken frei zur Verfügung.

 

Du stehst Entitäten und magischen Wesen für sexuelle Praktiken frei zur Verfügung, verlangt es der Gebieter oder die Gesetze des Ordens.

 

Du verstehst, dass mit sexuellen Praktiken alle existierenden, sexuellen Techniken gemeint sind, ob sie Lust, Schmerz, Freude oder Demut bringen. Nur die Legalität setzt Grenzen.

 

Du verstehst, dass du ein Safeword hast. Nennst du es, breche ich die gesamte Praktik ab. Aber du bleibst meine Dienerin.

 

Du verstehst, dass du ein Saneword hast, um anzuzeigen, dass es zu viel wird, womit ich oder andere Aktive den Takt anpassen, die Praktik aber weitergeht.

 

Du verstehst, dass du ein Exitword hast. Spricht du es, enden alle Handlungen, du bist aus den Kommando entlassen, alle magischen Praktiken enden und du kannst gehen.

Materielle Belehrung

 

Dein Einkommen geht an mich.

 

Dein Vermögen geht an mich.

 

Dein Eigentum geht an mich.

Soziale Belehrung

 

Deine blutsverwandte Familie existiert nicht mehr.

 

Deine Freunde existieren nicht mehr.

Mentale Belehrung

 

Ob du Freude oder Traurigkeit empfindest, ist irrelevant.

 

Ob du Lust oder Schmerzen empfindest, ist irrelevant.

 

Dein Schamgefühl ist irrelevant.

 

Deine Müdigkeit und Tatendrang sind irrelevant.

 

All deine Gefühle spielen keine Rolle.

 

Du benutzt jedes Gefühl als Energiequelle, um zu tun, was ich von dir verlangt.

Belehrung der Impressionen

 

Ob du frierst oder schwitzt, ist irrelevant.

 

Ob es dich juckt oder kratzt, ist irrelevant.

 

Ob es streichelt oder zehrt, ist irrelevant.

 

Ob es brennt oder sticht, ist irrelevant.

 

Ob süss oder sauer, ist irrelevant.

 

Ob bitter oder salzig, ist irrelevant.

 

Ob hoher oder tiefer klang, ist irrelevant.

 

Ob grelles oder gedämpftes Licht, ist irrelevant.

 

Ob weich oder hart, ist irrelevant.

 

Jede sinnliche Impression verwandelst du in Energie.

 

Jede sinnliche Impression nimmst du auf.

 

Du entziehst dich nie einer sinnlichen Impression.

Belehrung der Abhängigkeit

 

Akolythen Familiaris dienen ihrem Gebieter über viele Jahre. Sie leben mit ihm, teilen alle Geheimnisse mit ihm, ihre L- und T-Felder verbinden sich, ihre Chakren reagieren aufeinander, sie beginnen Gefühle und Gedanken des anderen zu lesen, was sie zu einer Einheit macht.

 

Diese Einheit erlaubt es dem Akolyth, zu fühlen, was ein Gebieter verlangt und die Felder seines Gebieters haben stabilisierende Wirkung auf ihn, was ihm in Krisensituationen Halt gibt. Und durch das Fühlen der Felder des Gebieters erlangt der Akolyth Erfahrungen, die er nicht machte und nicht zu machen braucht.

 

Aber diese Verbindung birgt ein grosses Risiko. Die Gefahr, dass der Akolyth von seinem Gebieter abhängig wird, ist sehr gross. Stabilisieren die Felder des Gebieters den Akolyth ständig, benötigt der Akolyth diese, um stabil zu bleiben. Am Anfang geschieht es nur bei Ritualen, aber kommt ein Tiefpunkt, sucht er instinktiv nach Stabilität, sein Unterbewusstsein speicherte, wo er sie findet greift nach dem seines Gebieters. Als Meister seiner Felder unterbindet ein Gebieter die Verbindung, aber auch ein Gebieter ist nicht immer achtsam – auch wenn er es sein sollte. So kann es geschehen, dass eine Abhängigkeit entsteht, die einen Akolyth Familiaris schwach macht. Am Ende ist die Illumination zum Adepten unmöglich und er wird zu einem Paladin.

 

Selbst wenn ein Akolyth die Illumination zum Adepten schafft, bleibt die Möglichkeit bestehen, dass er an seinen Gebieter gebunden bleibt. Er bleibt ein Gefolgsmann, unfähig sich zu lösen – auf physischer, energetischer, geistiger und vielleicht sogar seelischer Ebene verbunden, geprägt von der Beziehung Gebieter und Akolyth.

Ausbildungskonzept

Die Härte der Ausbildung

Impressionen, Ebenen des Menschen und wohlgemeinter Sadismus

 

Der Härte der Ausbildung liegt kein bösartiger Sadismus zugrunde. Akolythen lernen alle Impressionen, zu jeder Zeit aufzunehmen und zu transformieren, um in jeder Situation, zu jeder Zeit, aus jeder Impression Kraft zu gewinnen. Es gibt nichts, aus dem sie Kraft nicht gewinnen.

 

Nacktheit macht sie nicht schwach, Sinneswahrnehmungen verwirren sie nicht, Emotionen und Gefühle lassen sie nicht die Kontrolle verlieren, Gedanken nutzen sie, um Kraft zu Fokussierung. Sie wissen um ihre Stärken und ihre Schwächen und sie wissen, wenn eine Schwäche (wie ein bestimmtes Geräusch oder eine Situation) ihren Gemütshaushalt aus dem Gleichgewicht bringt, was die Ursache ist, sie begeben sich ins Urzentrum, beobachten den Prozess, sodass die Schwingungen ihre Arbeit tun, während sie gelassen bleiben.

 

Liebesspiel und BDSM-Praktiken gehen an die Substanz der Akolythen. Nackt, ausgeliefert, nehmen sie intensive Sinnesreize wahr. Schutzlosigkeit, dem Gebieter ausgeliefert, da die Impression der Aktion, Körper, Energiekörper und Geist angehen. Hormone, Herzschlag, Gehirnaktivität, Bioelektrik, Chakren, feinstofflicher Energiefluss, das pulsieren von L- und T-Feldern, die Koshas selbst setzen alle Ebenen des Menschen in Bewegung. Der Mensch nimmt auf allen Ebenen wahr, fühlt die Kräfte auf allen Ebenen, studiert sie, vermag ihnen nicht zu entkommen. Ausgeliefert zu sein, kombiniert mit intensiven Impressionen stärken den Akolythen.

 

Ich sprach davon, dass die Ausbildung kein bösartiger Sadismus enthält. Wie erwähnt, meinte ich damit, dass es nicht um die Qualen geht. Aber viele Gebieter lernen, sich vom Leid von Adepten oder Akolythen zu laben, nehmen sie es im Ritualen wahr. Gleiches gilt für Wohlbefinden und Lust.

Die Lektionen für den Akolyth als Instrument

 

Setzt der Adept den Akolythen ein, um Kräfte zu wecken, anzuziehen, ihnen ein Gefäss zu geben oder Kraft zu überlassen, lernt der Akolyth wie die Energie durch ihn fliesst, transformiert wird und wieder austritt. Gleichzeitig lernte er die Wechselwirkung aller Ebenen seines Seins kennen.

Remus Rat an Neolythen

Akolythen Familiaris

Stellt euch folgende Frage

 

Was hier steht, ist keine Spielerei, das erwartet einen Akolyth Familiaris. Seid ihr bereit, euch selbst und euren materiellen Besitz an euren Gebieter abzugeben und euer soziales Umfeld hinter euch zu lassen?

 

Beantwortet ihr diese Frage mit Ja, seid ihr potentielle Akolythen Familiaris.

 

Aber der Orden will nicht, dass Personen, die sich überschätzen, diesen Weg beschreiten. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Prüfungen, denen sich ein Neolyth zu unterziehen hat. Im Codex führe ich sie auf, also stellt euch als erstes die Frage, seid ihr bereit, diesen Prozess zu durchlaufen.

Seid ihr bereit, den Preis zu bezahlen

 

Ich rate niemandem, den Weg vom Akolyth Familiaris zu gehen. Ich hatte in meinem Leben vier, ihre Ausbildung war schwierig. Mit den beiden letzten lebte ich nicht zusammen. Berufliche und von meiner Seite familiäre Gründe verhinderten das. Aber die Verbindung war intensiv, wir verbrachten viel Zeit miteinander und die Nähe war oft anstrengend – auch für mich.

 

Aber meine Akolythen Familiaris – zu denen Siona gehörte, meine treuste Gefolgsfrau, die ich auf eine gewisse Weise mehr Liebe als alle anderen, zu der die Beziehung aber auch sehr kompliziert ist – lernten schnell, dass es für sie sehr anspruchsvoll ist. Sie hatten ihr Studium abzuschliessen, gleichzeitig die Kunst der Magie zu erlernen… Aber sie hielten, weil ich ihr den nötigen Freiraum gab. Dabei lernte ich eine wichtige Lektion: manchmal erreiche ich mehr, verlange ich weniger. Gab ich meinen Akolythen Luft, lernten sie in dieser Zeit. Sie verstanden Dinge, die im Zuge der Lektionen nicht aufgenommen werden konnten.

 

Das änderte nicht, dass das Pensum für meine Akolythen enorm ist. Sie kommen häufig an ihre Grenzen. Die psychische Belastung, mit Gebieter ausgeliefert zu sein und die Impressionen machten die Anfangszeit schwer. Sie lernten damit umzugehen, es wird für sie normal, aber entwickelt sich ihre Wahrnehmung weiter, setzten ihnen die Impressionen zu. Die Wahrnehmung dringt tiefer und tiefer ein, geht von der Sensorik vom Körper, auf den Energiekörper, auf die geistige Ebene. Natürlich erreichen Impressionen immer alle Ebenen, aber die Wahrnehmung erreichte das Bewusstsein nicht.

 

Bis zur Illumination zum Adepten, dient ein Akolyth Familiaris bedingungslos, alleine die Entwicklung der Wahrnehmung ist eine Tortur und es gibt kein Entkommen. Durch die Nacktheit und die ständigen magischen Praktiken haben sich die Akolythen den Impressionen und Kräften der Welt zu stellen.

 

Jeder Neolyth muss sich darüber im Klaren sein, dass sein Akolyth Familiaris bis zur Illumination zum Adepten nichts besitzt. Keine materiellen Güter, keine Freunde, keine sexuelle, physische, energetische, geistige und seelische Integrität. Diese Dinge behält der nur als freier Akolyth.

Ein Bild, um dich zu testen

 

Fragst du mich, ob du den Weg vom Akolyth Familiaris gehen willst, stell dir Folgendes vor:

 

Du stehst splitterfasernackt auf einem grossen Platz. Menschen, normal gekleidet, gehen ihren alltäglichen Geschäften nach, sie beachten dich nicht, du bist nicht existent. Alles geschieht ohne dein Zutun.

 

Ist dir dieser Gedanke unerträglich, eignet du dich nicht als Akolyth Familiaris. Das ist es, was auf dich zukommt. Nichts wirst du besitzen, vollkommen ausgeliefert sein, was auf der Welt geschieht, geschieht ohne dich, du treibst in der Welt, um dich zu entwickeln, in den Händen von deinem Gebieter, bis dir der Aufstieg zum Adepten gelingt.

Die Pracht vom Weg der Akolythen Familiaris

 

Der Weg vom Akolyth Familiaris ist nicht nur die Hölle. Ich erwähnte, dass ich eine besondere Beziehung zu Siona habe. Auch zu meinen anderen ehemaligen Akolythen Familiaris habe ich eine ganz besondere Beziehung. Ich bin stolz, was sie erreichten und sie sind stolz, dass sie den Aufstieg schafften. Obwohl fest in eine Institution angebetet, erlangten sie viel Kraft, bilden heute selbst Akolythen aus und sind Teil meines Zirkels oder gründeten eigene. Sie erlangten die Freiheit in einer harten Schmiede.

 

Ich bin stolz, auf das, was sich an ihnen vollbrachte und werde stolz sein, weitere Akolythen Familiaris und Freie Akolythen auszubilden. Ihre Erfolge, sind meine Erfolge, meine Erfolge sind ihre Erfolge.

Freie Akolythen

Der Weg vom freien Akolythen, das Zeitalter des Wassermanns und der Preis des Institutionalismus

 

Den meisten rate ich, den Weg vom freien Akolythen zu gehen. Dies erlaubt den Akolythen sich mit dem Adepten zu einigen wie viel Nähe und Unterwerfung es gibt. Beides lässt sich steigern, entwickelt sich die Beziehung entsprechend und beides lässt sich lockern, entwickelt sich die Beziehung weniger gut.

 

Wir leben in einer Zeit der individuellen Freiheit und das Zeitalter von Wassermann ist das Zeitalter der individuellen Freiheit. Das Konzept vom Akolyth Familiaris läuft im Zeitalter von Wassermann entgegen, es existiert, weil wir im Übergang vom Zeitalter der Fische zum Zeitalter des Wassermanns sind.

 

Der Preis, den Akolythen Familiaris bezahlen, zeigt, was es bedeutet, sich in die Hände von Institutionen oder dem Institutionalismus zu begeben. Der Preis ist hoch, er muss bezahlt werden, aber wir haben die Wahl. Also überlegt euch gut, welchen Weg ihr geht.