Samael

Meister der Schatten

 

Samael ist ein Dämon von hohem Bewusstsein, der sich in den Schatten zu bewegen weiss. Bewegt er sich durch den Äther oder die Astralwelt, hinterlässt er kaum Spuren. Er versteht es, sich entlang der Astralblasen zu bewegen, aber auch sie ungesehen zu durchqueren. Trotz seines hohen Bewusstseins besitzt er kein eigenes Territorium (Astralblase) und keine Gefolgsleute. Er ist ein Einzelgänger, der sehr schwer anzurufen ist, weil er sich in den Schatten bewegt.

 

So geschmeidig er sich durch Äther und Astralwelt bewegt, bewegt er sich zwischen den Welten. Er nutzt feine Verwerfungen zwischen ihnen, um durch den Schleier, der sie verbindet, zu sickern. Er nimmt sich die erforderliche Zeit, um zwischen den Welten zu wechseln, sodass er wenig Energie braucht und die natürlichen Interaktionen zwischen den Welten nicht stört. Das verhindert einen verräterischen Energieausstoss oder Signaturen.

 

Weil er schwer wahrzunehmen ist, stellt er selbst für den Magier, der ihn anruft, eine Gefahr dar. Es ist sehr schwierig, seine Präsenz zu fühlen. Ruft ein Magier ihn an und erreicht er ihn, kann er sich ihm leise nähern und sich mit den Kräften bewegen, die er mobilisiert. Je mehr Kraft ein Magier mobilisiert, umso leichter bewegt er sich zwischen den Welten und umso mehr Verwerfungen gibt es, die ihm helfen, sich zu verbergen. Dazu absorbiert das Ritual Aufmerksamkeit und Energie vom Magier.

Der Attentäter

 

Samael verhilft einem Magier nicht zu Wissen, Weisheit oder neuen Kräften. Er ist ein Attentäter. Entweder beauftragt der Magier ihn mit einem Attentat oder verlangt von ihm, dass er seine Kraft zur Verfügung stellt, um diese über ein Medium selbst einzusetzen. Die möglichen Medien beginnen bei einem Dolch, gehen über ein Amulett oder Siegel und enden bei einer Person.

 

Bei einem Attentat arbeitet Samael primär über den Energiekörper. Er verändert dessen Frequenzen, um das Immunsystem zu schwächen, sodass Krankheiten die Zielperson dahinraffen. Er ist auch fähig, auf die Chakren zuzugreifen, um die Felder der Aura zu verändern, um über das Gesetz der Resonan Unfälle oder Gewaltverbrechen anzuziehen. Dies geschieht jedoch selten, weil die Erfolgschance gering ist, sofern die Zielpersonen nicht bereits entsprechende Frequenzen in sich trägt. Dann verstärkt sie Samael jedoch.

 

Neben den L-Felder kommen auch die T-Felder und damit der Geist für Manipulationen der Frequenzen infrage. Diese greifen die psychische Gesundheit an, was bis zum Suizid führen kann, respektive soll. Ein kombinierter Angriff auf L-Felder und T-Felder kommt ebenfalls infrage. Degeneriert die psychische Konstitution, macht es anfälliger für physische Krankheiten, gibt es schwere physische Krankheiten, ist es leichter die Zielperson über T-Felder in den Suizid zu treiben.

 

Zwei weitere Fähigkeiten, um eine Zielperson zu töten, werden Samael zugeschrieben: Er raubt Zielperson im Schlaf die Luft oder entzieht ihr langfristig Prana, sodass die Lebenskraft schwindet, sie für Krankheiten anfälliger wird, die er nutzt, um ihr weiter Prana und andere Kräfte zu entziehen, bis sie tot ist.

 

Die Fähigkeit, Prana zu entziehen, besitzt er sicher, denn er braucht sie, um den Preis, den er verlangt, zu bekommen.

Der Preis

 

Samael verlangt ein Leben für ein Leben. Dabei geht es ihm nicht um das Leben an sich, sondern um die Energie dahinter. Er will Energie im Äquivalent zu einem menschlichen Leben. Meistens lässt sich der Preis bezahlen, in dem die Zielperson Samael geweiht wird. Das erfordert entsprechende Fähigkeiten vom Magier. Dabei darf er nicht übersehen, dass die Zielperson sich zur Wehr setzen könnte, Samaels Preis vorenthält, sodass dieser auf den Magier zurückkommt. Vermag dieser ihm keine alternative Energiequelle zu bieten, wendet er sich gegen ihn.

Die Gefahr

 

Das Samael gefährlich ist, braucht an sich keine Erläuterung. Er ist ein Meister der Tarnung, vermag sich ungesehen innerhalb der Dimensionen und zwischen den Dimensionen zu bewegen. Dazu gehört, dass er sich an den Magier anzuschleichen versteht, der ihn ruft. Glaubte er, der Magier kann ihm nicht bieten, was er will oder ist er eine leichte Beute, sieht er keinen Grund, sich nicht sofort zu holen, was er begehrt – Energie.

 

Wie erwähnt, endet die Gefahr nicht nach der Beschwörung, der Preis muss bezahlt werden. Ist der Magier nicht fähig, ihm die Zielperson zu weihen, muss er alternative Energiequellen beschaffen. Weiter sollte er alternative Energiequellen in der Hinterhand haben, sollte die Zielperson ihre Kraft Samael vorenthalten können.

 

Als alternative Energiequellen kommen nicht nur Menschen infrage, es können Tiere sein, das Blut von geschlachteten Tieren – also vom Metzger –, aber auch Pflanzen, Wein, Früchte, obwohl es sehr viel braucht. Viele dieser Dinge lassen sich zusätzlich durch Rituale mit Energie aufladen, sodass Samael sich bedienen lässt.

Zum Abschluss

 

Ich kenne nicht viele, die Samael anriefen. Die Gründe nannte ich oben. Neben der Gefahr gibt es für die meisten auch keinen Grund, ihn anzurufen. Er ist ein dämonischer Attentäter. Er vernichtet Leben. Mehr tut er nicht, mehr will er nicht tun. Er ist von hohem Bewusstsein, strebte aber nie Herrschaft an, hat keine Gefolgsleute unter den Dämonen, aber er geht Bündnisse mit mächtigen Magiern ein, die ihm helfen Klienten zu finden. Das verschafft ihm regelmässig Kraft. Was sein Endziel ist, weiss ich nicht, denn nicht nur hat er keine Gefolgschaft und kein Herrschaftsgebiet, er dient auch keinem Gebieter.

 

Zum dümmsten, was ein Magier tun kann, gehört, Samael aus Neugier zu rufen. Sollte das einem Narren gelingen, gibt es für Samael keinen Grund, sich nicht an ihm zu laben. Schliesslich ist dieser Magier für ihn vollkommen nutzlos. Weder hat er für ihn ein Ziel noch bietet er ihm Energie an. Wer sich jetzt denkt, er kann ihm eine Schale mit einer Mahlzeit präsentieren, um ihn zufriedenzustellen, sollte darin das Äquivalent eines Lebens liefern. Das könnte Samael reichen, vorausgesetzt, er geht davon aus, dass der Magier ihn wieder ruft. Wenn nicht, bediente sich noch beim Magier, denn einen weiteren Nutzen hatte für ihn nicht.