Okkupation eines Mediums

Okkupation eines Mediums

Mit der Okkupation meine ich hier zwei Dinge nicht: Invokation in sich selbst sowie die Okkupation aufgrund der Initiative einer Entität. Hier geht es um die Beschwörung einer Entität in ein Medium und damit eine Drittperson.

Wahrnehmung des Mediums

Wie ein Medium eine Okkupation durch eine Entität wahrnimmt, hängt stark vom Medium ab und indirekt auch vom Magier. Ein Medium, dass sich magisch bearbeitet Kontakt mit Entitäten gewohnt ist, fällt es leichter, Entitäten aufzunehmen und sie in sich zu fühlen. Wichtig ist, dass die Prinzipien, die bei Invokationen und Evokationen erwähnt werden, berücksichtigt werden. Kurz gesagt: Medium und Entität müssen auf derselben Ebene sein.

Grund für die Wahl eines Mediums

Allerdings ist das Lied derselben Ebene eine verzwickte Angelegenheit. Oft nutzt wir Medien, um mit Entitäten zu sprechen, die ein gewisses Bedrohungspotenzial haben. Würden wir diese in uns oder vor uns rufen, kann es zu einem direkten Zweikampf kommen – in uns sehr viel intensiver als vor uns. Befindet sich eine Entität jedoch in einem Medium, können wir indirekt kämpfen. Denn die Entität muss über das Medium wirken, dessen Körper wir kontrollieren. Somit haben wir einen erheblichen Vorteil.

Die Strapazen des Mediums

Aus diesem Grund ist eine Okkupation für ein Medium oft anstrengend. Die Phasen der Strapazen lässt sich folgendermassen unterteilen:

 

1.    Die Vorbereitungsphase, in der Bammel auftritt. Wobei Bammel sehr euphemistisch ist. Es geht um die Angst in der Vorbereitungsphase, wenn das Medium weiss, was für eine Entität in es gerufen wird. Es gibt drei mögliche Entwicklungen beim Bammel:

 

1.1.Das Medium hat Angst, bleibt aber gefasst. Dann muss nichts getan werden.

 

1.2.Das Medium wird beruhigt, damit es sich entspannt und Entspannung beim Ritual genutzt werden kann. Im Orden nennen wir das auch Luft1.

 

1.3.Das Medium wird übersteuert, sodass es sich ganz der Angst hingibt, es weint und es klagt, sodass die Wogen der Furcht auf der mentalen und energetischen Ebene genutzt werden, um die Entität in es zu rufen. Im Orden nennen wir das Feuer2.

 

2.    Die Furcht auf dem Pfad. Der Pfad umfasst den Weg zur Ritualstätte sowie die Fixierung vom Medium. Wie sich das Medium verhält, hängt stark davon ab, auf welchem emotionalen Pfad es in der Vorbereitungsphase geschickt wurde. Wobei ein Medium, dass gefasst bleibt, auf dem Pfad noch die Verzweigung zu Entspannung oder Sturm einschlagen kann. Deswegen schicken wir das Medium oft vorweg auf den ein oder anderen Pfad.

 

2.1.Geht das Medium gelassen, setzt es einen Schritt vor den anderen, aber oft spürt es im Brustraum einen Druck oder Impuls, der die Beine stoppen will. Es bleiben Gedanken zurück, was mit ihm geschehen kann und die entsprechenden Gefühle dazu. Um Schritt für Schritt zu machen nutzt es die Reflexzonen der Fusssohlen, um Wogen über Beine und Körper auszudehnen, um sich zu beruhigen und das Schritttempo zu halten. Diese Wogen treiben es an, damit es seine Pflicht erfüllen kann und es unterdrückt Eruptionen der vorhandenen Gefühle und Emotionen, die den Takt des Gehens stören oder sogar in Panik geraten lassen könnten.

 

2.2.Geht das Medium entspannt, atmet es meist durch beide Nasenlöcher, führt die Kraft Svadhishthana zu, von wo sie sich über Kanda und die Nadis ausdehnt, während Ida und Pingala ruhig aufsteigen und das Medium in Entspannung halten. Manchmal ist der Mund auch offen und die Luft wird genutzt, um alle Quadranten aller Emanationen über die Zähne zu entspannen und zu öffnen und Entspannung aufrechtzuerhalten, in dem die Luft, die in Svadhishthana geführt wird, nicht nur über die Energiekanäle fliesst, sondern auch über ein Ausstrahlen direkt in die einzelnen Quadranten der Emanationen geht. Wenn die Quadranten der Emanationen geöffnet sind, dann wirkt beim gut konditionierten Medium auch die Luft, welche die nackte Haut berührt oder ein Umhang, der es sanft einhüllt, beruhigend. Wobei der Umhang selbst einen gewissen Schutz bietet und Wohlbefinden auslösen kann, während die Nacktheit die Verwundbarkeit umso deutlicher macht, aber in dieser Spannung kann die Spannung oft auch beruhigen, wenn Medium offen ist.

 

2.3.Geht es Medium ihn Furcht, wirken natürlich alle Gefühle Emotionen und Gedanken, welche diese auslösen. Es geht unter Tränen vorwärts, wobei es sich zwingen muss, Schritt für Schritt zu machen. Regelmässiges gehen ist fast unmöglich, es muss immer wieder stoppen, weinen und schluchzen, um dem Pfad zu gehen. Geht es zu langsam, müssen wir es führen oder sogar packen, um es voranzubringen, was den Sturm der Furcht noch verstärkt. Manchmal beginnt es auch Widerstand zu leisten, sich gegen den Pfad zu stemmen, dann kommt es vor, dass die Füsse auch vom Boden gehoben werden müssen, um es zur Ritualstätte zu bringen. (Wichtig: wenn das Medium das Safeword nutzt, muss abgebrochen werden. Das ist eine Situation, wo die Wahrscheinlichkeit dafür hoch ist.)

 

3.    Beschwörung und Eintreten/Okkupation. Wurde das Medium auf dem Altar oder im Ritualkreis oder wie auch immer fixiert oder in Position gebracht, beginnt die Beschwörung der Entität, die angerufen wird, damit sie das Medium okkupiert. Abgesehen davon, dass die Art, wie die Entität eintritt, die Wahrnehmung des Mediums verändern kann, können wir auch hier drei Grundpfade der Wahrnehmung und des Verhaltens festhalten:

 

3.1.Tritt die Entität in ein gelassenes Medium ein, wird sich die Atmung verändern, möglicherweise wird es auch schwitzen, die Augen werden aufgehen, ins Leere sehen, während es fühlt, wie die Entität Emanation für Emanation besetzt – wie es die Felder einnimmt, die Chakren, die Energiekanäle. Das Medium wird langsam verdrängt, sodass es die Umgebung nicht mehr klar wahrnehmen kann, es wird weit in den Hintergrund treten und auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers findet nur noch durch einen Schleier statt. Für ein unerfahrenes Medium ist das verwirrend, beängstigend, denn es spürt, wie es sich verliert. Es verliert sich natürlich nicht wirklich, aber wir sind schlicht sehr stark auf unsere physische Existenz fokussiert und die Wahrnehmung der Welt mit unseren körperlichen Sinnen. Diese Prozesse finden bei fast allen Entitäten statt, was dann folgt hängt stark von der Entität ab, die in das Medium gerufen wurde. Es kann in diesem Zustand bleiben, aber manchmal wird es auch in die Dunkelheit gestossen, es kann überhaupt nichts mehr wahrnehmen, ausser Schwärze, Leere und Kälte. Das sind Attribute, wenn einem Wesen die Fähigkeit zur Orientierung fehlt und gleichzeitig auch Attribute der Unendlichkeit, jenseits der Grenzen der Körperlichkeit warten.

 

3.2.Tritt eine Entität in ein Medium ein, dass beruhigt wurde, gibt es zwei Optionen. Erstens entwickelt sich alles, wie oben beschrieben, nur das es oft zu einer Blasebalgatmung kommt, welche das Eintreten der Entität und das Verdrängen des Mediums in die Dunkelheit beschleunigen kann. Dabei wird die Dunkelheit nicht nur schwarz wahrgenommen, oft auch rot und orange, was am Blasebalg liegt. Diese Wahrnehmung endet jedoch, sobald die Entität ganz im Körper ist und der Geist vom Medium verdrängt wurde. Der zweite Pfad ist Tränen und Klagen, dieser kann von einfachem Weinen bis zu schrecklichem Wehklagen gehen, was unten beschrieben wird. Besonders schlimm wird es für ein Medium, wenn es von der Entspannung schnell zu schrecklichem Wehklagen getrieben wird. Das betrifft den Moment selbst, aber dieser Bruch begleitetet das Medium oft Tage, Wochen oder noch sehr viel länger über das Ritual hinaus. Weshalb wir darauf achtgeben, dass genau das nicht geschieht.

 

3.3.Tritt eine Entität in ein verängstigtes Medium ein, weint dieses, es klagt, versucht sich sogar frei zu strampeln, aber alles hilft nichts. Das Medium ist fixiert, findet seine Furcht, während es darauf wartet, die Entität zu empfangen. Diese Situation, in dieser Phase ist für das Ritual entscheidend. Denn wenn das Medium merkt, dass es sich gegen die Fixierung nicht wehren kann, wenn ihm klar wird, dass die Entität in es fahren wird, wenn es begreift, dass es keinen Ausweg mehr gibt, es ganz der Gnade seines Herrn ausgeliefert ist, dann kann die Furcht es vollkommen überwältigend und es das Safeword sprechen, womit das Ritual hinüber ist. Entsprechend wichtig ist es, dass wir dafür sorgen, dass die Furcht nicht so stark wird. Die Furcht des Mediums ist leicht zu erkennen, da Atmung, Schweiss auf dem Körper, Gesichtsausdruck und den Augen – also nicht nur strampeln. Darin können wir sehen, wann wir es beruhigen müssen. Für den ausführenden Magier kann diese Situation sehr schwierig sein, denn entweder gelang es ihm nicht, das Medium vorher zu beruhigen oder er will die Furcht nutzen, damit das Ritual einfacher funktioniert oder überhaupt funktioniert. Er muss ein Gleichgewicht finden. Im zweiten Fall ist es oft einfacher, denn der erste Fall zeigt, dass es ihm selbst an Fähigkeiten fehlt oder das Medium für die entsprechende Entität vollkommen ungeeignet ist.

 

4.    Die Integration. Ist die Entität einmal im Medium, wird diese im Energiesystem fixiert. Das umfasst die Chakren, die Energiekanäle sowie die Emanationen. Während der Integration wird das Medium weggesperrt. Der Geist verschwindet hinter einer Dämmerung der Wahrnehmung oder sogar in vollkommener Dunkelheit. Hier spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle. Ein erfahrenes Medium hat damit wenig Probleme, weil es weiss, dass es zurückkehren wird, ein jungfräuliches Medium wird Angst verspüren. Das lässt sich kaum vermeiden, denn es ist sich gewohnt, dass Körper, Energiekörper und Geist zusammengehören. Durch die Okkupation wird es jedoch vom eigenen Körper getrennt, verliert die Kontrolle über das Energiesystem und der eigene Geist ist eingesperrt. Aber es gibt auch bei den erfahrenen Medien Unterschiede, die vom Zustand abhängen, in dem sie sich während der Integration befindet:

 

4.1.Bei Gelassenheit wird ein erfahrenes Medium kaum negative Gefühle empfinden, sofern das Wesen der Entität nicht vollkommen seinem widerspricht oder es für es um ein Vielfaches zu mächtig ist.

 

4.2.Ein beruhigtes Medium kann wie das gelassene Medium reagieren. Es akzeptiert, was geschieht und verweilt in Dämmerung oder Dunkelheit. Aber auch hier kann die Ruhe in den Sturm überschlagen. Allerdings manifestiert sich der Sturm nicht mehr körperlich, da es in Dämmerung oder in Dunkelheit verschwunden ist. Wir können die Gefühle und Emotionen von unserem Medium nur über die Felder wahrnehmen, auch über Blickkontakt ist es möglich, aber das Medium selbst hat kaum eine Chance, mit uns zu kommunizieren. Wenn es jetzt in vollkommener Panik verfällt, bleibt es mit dieser hinter der Dämmerung oder der Dunkelheit gefangen, was traumatisch ist und oft Monate anhält, denn die Dämmerung und die Dunkelheit wirken stark auf das Unterbewusstsein und das Unbewusstsein. Das Medium wird im Schlaf von den Empfindungen dieser Phase heimgesucht und oft treten starke Schlafstörungen auf. Daher braucht das Medium, welches das erlebt, nach dem Ritual eine intensive Betreuung, um das zu verhindern oder die Phase der Qualen zu verringern.

 

4.3.Ein Medium in Furcht weint und schreit geistig hinter der Dämmerung oder in der Dunkelheit. Gefühle und Emotionen sind sehr stark. Das Medium weiss um seine Wehrlosigkeit, es weiss, es hat den Kontakt zum Körper verloren, es kann nicht mehr mit dem Gebieter kommunizieren, es muss alles ertragen. Es kann ein Gefühl der Agonie aufkommen. Dieses Gefühl ist nicht angenehm, aber nicht mit dem Kippen von Ruhe in Furcht zu vergleichen, weil der Sturm der Furcht kohärent bleibt. Eine zweite Option ist die Starre – oder die Starre der Agonie. Die Furcht sorgt dafür, dass sich Gefühle und Emotionen nicht weiter manifestieren können und das Medium gedanklich in diesem Moment eingefroren wird. Ob dynamische Emotionen oder die Starre, langfristige Folgen hat es meist nicht, wenn das Medium nach Vollendung des Rituals aufgefangen wird. Wobei hier stark zwischen erfahrenen Medien und Novizinnen unterschieden werden muss. Die Novizen werden oft noch Tage oder Wochen an entsprechenden Gefühlen und Emotionen heimgesucht, weshalb es wichtig ist, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Aber es wird sich abklingen und keinerlei bleibende Schäden zurücklassen, da alles seinen natürlichen Lauf nahm – respektive, wie es geplant wurde.

 

5.    Die Interaktion. Bei der Interaktion mit der Entität holen wir uns Informationen, Kraft oder liefern Kraft3. die Wahrnehmung vom Medium hängt jetzt stark von der Erfahrung und dem eigenen Bewusstseinszustand ab, in dem es sich bereits befindet.

 

5.1.Geht es gelassen in die Interaktion, bleibt es in diesem Bewusstseinszustand. Es wartet.

 

5.2.Geht es beruhigt in diese Phase, bleibt es in aller Regel auch ruhig, nur sehr selten geht es in den Strom der Furcht. In den allermeisten Fällen dann, wenn dem Medium sehr viel Kraft entzogen wird oder weil es zu einem Austausch von Informationen kommt, die seinem Wesen komplett widersprechen.

 

5.3.Geht es in Furcht in diese Phase, ist es sehr weinerlich, dass in unterschiedlicher Intensität. Es kann vor sich her weinen, aber auch in Tränen und Schluchzen versinken. Den Entzug von viel Kraft verstärkt das, was bei erfahrenen Medien wenig Probleme auslöst, aber bei den Novizinnen die Nachwirkungen erheblich verstärken kann. Im Orden haben wir auch festgestellt, dass der Transfer von wesensfremdem Wissen4 einem Medium in Furcht weit mehr zusetzen kann als der Entzug von Kraft. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Bewusstsein hinter der Dämmerung oder in der Dunkelheit ausgeliefert ist und es über Unterbewusstsein und Unbewusstsein wirken kann.

 

6.    Die Entlassung. Die Wahrnehmung und der Zustand des Mediums bei der Entlassung ist das Ergebnis des gesamten Prozesses des Rituals bis anhin. Mit Vollendung der Interaktion haben wir das eigentliche Ziel des Rituals erreicht. Nun geht es nur noch darum, die Entität aus dem Medium zu entlassen und dieses wieder in seinen Körper zu integrieren. Jetzt ist es wichtig, dass wir diszipliniert bleiben, die Entität vollkommen aus dem Medium lösen, sonst kann diese es weiter manipulieren, es sich an ihm laben, dass für das Medium und auch für uns gefährlich werden kann5.

 

6.1.Haben wir es mit einem Medium zu tun, dass nach wie vor gelassen ist, wird dieses den Prozess der Befreiung mit einem Wohlgefühl wahrnehmen. Es wird fühlen, wie die Felder der Entität seine Felder verlassen, wie es aus den Chakren verschwindet, denn Nadis, den Meridianen, dem Nervensystem, bis es weg ist. Das Medium wird dann den eigenen Körper wieder in Besitz nehmen, wird die Chakren fühlen und die Rotation beschleunigen, dann wird es sich auf den Körper fokussieren, entweder, um ihn in seiner Gesamtheit zu fühlen und auf allen Ebenen einzunehmen oder es konzentriert sich auf die Zehn- und Fingerspitzen, um die eigenen Felder unter Spannung zu setzen oder den Schliessmuskel und die Lotusblüten, um damit die Energiekanäle anzuregen. Der Schliessmuskel dient primär der Anregung des Nervensystems und die Nerven sind die Energiekanäle der physischen Ebene. So kann es durch das Beben des Schliessmuskels, das Nervensystem beben lassen und über diese die Emanationen beben lassen. Natürlich ist das eine Frage der Erfahrung und der noch vorhandenen Kraft. Ein erfahrenes Medium schafft das immer, etwas schneller oder weniger schnell, abhängig von der Kraft. Wenn ein Medium natürlich Kraft liefern musste, ist es naturgemäss energetisch geschwächt. Allerdings ist die energetische Schwäche nicht synchron mit dem Geist, der hinter der Dämmerung und Dunkelheit war und aufgrund der Gelassenheit Schutz vor Entropie genoss.

 

6.2.Ein Medium, dass beruhigt wurde und ruhig blieb, wird sich wie genannt verhalten. In der Regel hat es dieses Medium schwerer, all seine Ebenen zurückzuerobern, aber es wird es schaffen.

 

6.3.Ein Medium in Furcht wird bereits beim Prozess der Befreiung das Gefühl verspüren, all seinen Emanationen zurückzuerobern und die Chakren zur Rotation zu bringen, um die Rückeroberung während des Prozesses des Austritts zu beginnen6. Sobald es sich bewegen kann, wird es versuchen, zu strampeln. Durch die Fixierung funktioniert das nicht, geht es dazu über, Finger und Zehen zu strecken und beugen, um auf die Felder zu wirken. Sobald es wieder Kontrolle über den Körper hat, beginnt es zu weinen und zu klagen, was zuvor nur mental geschah. Durch die enorme Dynamik wird das Medium relativ schnell eine gewisse Kontrolle über alle Emanationen gewinnen, als wenn das Medium gelassen ist, aber es dauert wesentlich länger bis zur vollkommenen Kontrolle und somit der Synchronisation von Körper, Energiekörper und Geist. Dann weint es oft und klagt, was uns die Gelegenheit gibt, es zu trösten und zu loben. Hier können wir viele langfristige Probleme vermeiden, indem wir dem Medium zu verstehen geben, dass alles gut ist und alles gut war. Diese Gefühle nimmt es dann auf, sie werden an das Gefühl oder die Gefühle der Furcht gebunden und werden sie immer hemmen. Es hilft bei der Bewältigung des Rituals und bei weiteren Ritualen – vor allem, dass das Medium das Ritual nicht abbricht.

 

 

7.    Ausklang und Reinigung. Das Medium wird von der Ritualstätte weggebracht und gereinigt, damit garantiert keine Verbindung mehr zu Entität besteht. Was in einem Medium vorgehen kann, habe ich oben erwähnt und was wir tun müssen ebenfalls. Wichtig ist, dass das Medium nicht verängstigt entlassen wird. Es muss zur Ruhe kommen, sonst wird es unter dem Ritual leiden. Das ist das psychologische Problem, das magische besteht darin, dass das Medium dadurch eine Verbindung zur Entität aufbauen kann, auch wenn es gründlich gereinigt wurde. Denn die Gefühle während des Rituals besitzen eine Verbindung zur Entität. Kommen diese in starker Weise wieder hoch und war die Verbindung zu Entität stark, ist es, als würde das Medium die Entität rufen.

Den Gefühlen des Mediums nachgehen

Einige komm jetzt zum Fazit, dass sich die Gefühle, Emotionen und Gedanken der Medien nicht detailliert beschrieben habe. Das Fazit ist korrekt und es wäre nicht zielführend, hier etwas detailliert zu beschreiben, da diese Dinge stark vom Medium abhängen. Wollt ihr wissen, wie euer Medium auf eine Entität reagiert, sprecht mit ihm darüber. Erklärte ihm, was für ein Wesen die Entität hat, was das Medium dabei empfindet und dass es empfindet, muss es die Entität in sich aufnehmen. Seit ihr aufmerksam, könnten ihr in ein Medium hinein fühlen und somit hinter die Worte gehen und ihr könnt erkunden, was das Medium und euch erwartet, solltet ihr die Entität in das Medium rufen.

Führsorge für das Medium und Macht über das Medium

Genauso wichtig ist, dass ihr euch nach einem Ritual mit eurem Medium unterhaltet. Geht das Ritual Schritt für Schritt mit dem Medium durch, versetzt es in einen meditativen Zustand, wenn es Schwierigkeiten hat, frei zu berichten, und hört ihm dann genau zu, um das Medium besser zu verstehen, um dessen Grenzen zu kennen, ob ihr sie erweitern könnt und wenn ja, wie ihr das schaffen könnt. Ihr werdet sehen, es dient dem Wohl eures Mediums, aber auch euch selbst und stärkt die Macht, die ihr über das Medium habt, weil ihr es so gut kennt.

Anmerkungen

1 Wir nennen das im Orden Luft, weil das Medium sich durch die Atmung zu beruhigen beginnt und die Atmung benutzt, um ruhig zu bleiben, weil der Bauch und Plexus auf und ab gehen, um die Angst auszubrennen, während die Kraft des Windes genutzt wird, um Ruhe über die Nadis, Meridiane und Nerven zu verteilen. Oder Bauch und Plexus liegen tief, dass Medium atmet flach, der Mund ist leicht offen, wodurch Ida und Pingala über die Lippen entspannt werden und alle Quadranten aller Emanationen über die Zähne, die von der Luft berührt werden über die Reflexzonen die Emanationen beruhigen.

 

2 Wir nennen das im Orden Feuer, weil einen Sturm aus Gefühlen und Emotionen das Medium beherrscht, während die Gedanken rasen. Das Medium beginnt zu schwitzen, Schweiss glänzt auf dem Körper, die Atmung geht unregelmässig, oft mithilfe von Blasebalg und der Mund ist offen, wodurch der Sturm sich ausdehnt und es dem Medium unmöglich wird, da eine gezielte Atmung durch die Nasenlöcher sich zu beruhigen.

 

3 Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Medium Informationen vorenthalten werden. Einen lesen wir hier: Furcht ist ein sehr starkes Gefühl es ist Kraft oder Energie, an der sich eine Entität laben kann. Zwei weitere Gründe habe ich bereits erwähnt: Damit das Ritual einfacher funktioniert, es überhaupt möglich ist oder weil der Magier das Medium nicht unter Kontrolle hat. Ein vierter, weder erwähnter noch angedeuteter Grund ist: das Medium empfindet gerne Angst und geniesst das Ganze. Das kann für den Transfer von Kraft nützlich sein und/oder damit das Ritual einfacher abläuft.

 

4 Wesensfremdes Wissen oder Wissen, dass dem Wesen oder Charakter des Mediums widerspricht hat zwei Komponenten: Der Charakter der Entität unterscheidet sich stark vom Medium und das Wissen betrifft Dimensionen und Kräfte, zu denen das Medium keinen Bezug hat. Erstes ist offensichtlich, zweites hat viel mit der magischen Praxis und somit der Erfahrung vom Medium zu tun. Im Verlauf der magischen Arbeit kommt ein Medium mit entsprechenden Dimensionen und Kräften in Kontakt. Zuerst wirkt alles fremd, aber dann passt es sich die Wahrnehmung an, es wird mit der Umgebung und der Gewalt vertraut und somit ist es nicht mehr fremd.

 

5 Da eine Entität der physischen und geistigen Gesundheit des Mediums schaden kann, wenn es sich an seiner Kraft labt oder mental quält, ist offensichtlich. Für uns wird es gefährlich, weil die Entität möglicherweise versucht, über das Medium auf uns Einfluss zu nehmen, sicher hat die Entität ein Gefühl der Stärke, weil es unser Medium manipulieren oder benutzen kann.

 

 

6 Sobald eine Entität beginnt, das Medium zu verlassen, beginnt eine autonome Rückeroberung durch die Wellen und Felder des Mediums. Sie beginnen den Platz aufzufüllen, welcher vorher die Entität hatte. Zuerst auf der energetischen Ebene, der unbewussten und unterbewussten mentalen Ebene, dann folgt die bewusste Ebene. Spätestens wenn das Bewusstsein die Dämmerung die Dunkelheit verlässt, wird das Medium aktiv an der Rückeroberung arbeiten. Aber theoretisch muss es das nicht tun, denn es ist ein natürlicher Prozess, dass das Medium sich sein Körper zurückholt und die Synthese von Körper, Energiekörper und Geist wiederherstellt. Denn das entspricht seinem Wesen, es ist ein natürlicher Zustand.

Bevorzugter Bewusstseinszustand

Generell

Unweigerlich kommt bei euch die Frage auf, welches der beste Bewusstseinszustand ist, ich ziehe die Gelassenheit vor, weil das Medium dann natürlich in allen Emanationen entspannt ist, weil es sich dem Ritual vollkommen hingibt, mir vollkommen vertraut, was auch die Interaktion mit der Entität erleichtert.

Gelassenheit

Gelassenheit ist aber etwas, was Erfahrung und Ausbildung erfordert. Das Medium muss konditioniert sein, Körper, Energiekörper und Geist müssen fähig sein, Felder und Kräfte aufzunehmen. Um mächtige Entitäten aufzunehmen, braucht es Monate oder Jahre der Ausbildung, abhängig, wie viel Zeit wir in ein Medium investieren.

 

 

Wer reibungslos mit Göttern arbeiten will, braucht ein Medium, dass Jahre Erfahrung hat und sehr gut konditioniert ist. Das bedeutet, dass es auch eine starke persönliche Beziehung braucht. Das bringt es mit sich, dass man viel Zeit miteinander verbringen muss und es braucht sehr viel Vertrauen, um soweit zu kommen.

Beruhigen

Jeder Magier muss ein Medium beruhigen können, wenn er will, dass es seine Fähigkeiten erweitert. Das geht nur, wenn der Magier das Medium kennt, sich auf es einlassen will und dieses ihm vertraut. Somit ist der Bewusstseinszustand »beruhigt« unausweichlich auf dem Pfad der Kraft.

 

Unruhe kann in einigen Situationen vorteilhaft sein. Dazu gehört, Entitäten anzulocken, die die vergangene Unruhe fühlen und an diese kommen wollen. Vor allem wenn es um die Übertragung von Kraft geht. Aber das führt meistens dazu, dass das Medium in Furcht kippt. Interessant ist auch, wenn die Furcht im Voraus genutzt wird, um das Medium aus den alltäglichen mentalen Prozessen zu ziehen. In diesem Fall hat die vorangehende Furcht eine läuternde Funktion.

 

 

Ebenfalls interessant ist das Beruhigen, wenn eine Entität gerufen wird, der es nach Demut verlangt, denn ein beruhigtes Medium ist ein starkes, demütiges Medium. Es braucht nicht zwingend ein beruhigtes, unterwürfiges Medium, um solche Entitäten anzuziehen, aber die devoten Emissionen aus dem beruhigten Zustand haben etwas Besonderes.

Furcht

Furcht ist aus den genannten Gründen interessant: wenn es das Ritual effektiver macht, die Entität nach diesem Gefühl verlangt, wenn es um den Transfer von Kraft geht. Auch ist es ein Gefühl, dass sich nutzen lässt, um ein Medium vollkommen gefügig zu machen. Ist es in der Furcht gefangen, kann es nur noch jammern und weinen, verwendet seine ganze Kraft dafür, während wir mit seinen Emanationen machen können, was sie wollen – wir und die Entität.

Art des Mediums

Persönlich

In den meisten Fällen greife ich auf Paladine oder Sklavinnen zurück. Der Grund ist einfach: sie wurden zu diesem Zweck ausgebildet und sind verpflichtet zur Verfügung zu stehen. Für die meisten Operationen mit Entitäten reichen ihre Fähigkeiten auch aus.

 

Auf meine Akolythe greife ich zurück, wenn es in ihre Ausbildung passt. Der Grund ist einfach: eine Entität in sie zu rufen kostet auch sie Kraft. Das gesamte Ritual kann Tage, Wochen oder noch länger beeinflussen.

 

 

In wenigen Fällen greife ich auf Adepten zurück. Das in der Regel nur bei gemeinsamen Ritualen, bei denen sehr mächtige Wesen gerufen werden. Das hat verschiedene Gründe: einerseits sind Adepten frei, andererseits verfolgen sie ihre eigene magische Praxis.

Orden

Diese Grundsätze werden auch im Orden befolgt. Grosse Unterschiede kann es bei den Akolythen geben. Das hängt mit der magischen Praxis des einzelnen Adepten zusammen. Ein Adept, der häufig mit Entitäten arbeitet, hat in der Regel Akolythen, die das auch tun wollen und in ihrer Funktion als Medium, lernen sie viel über Entitäten und Rituale. Ausserdem haben diese Adepten einen hohen Bedarf an Medien, die mit den Entitäten von unterschiedlicher Stärke arbeiten müssen. Akolythen können sie entsprechend ihrer Fähigkeiten einsetzen, was ihrer magischen Praxis dient und ihnen gleichzeitig Wissen vermitteln, was deren Ausbildung dient. Diese Akolythen sind meist auch fähig, sich nach Vollendung eines Rituals sehr schneller zu regenerieren, sodass energetische und mentale Prozesse des Rituals nach wenigen Stunden abflachen und sie nicht weiter beeinflussen.

 

Wenn Adepten gerne mit mächtigen Entitäten arbeiten und dafür starke Medien brauchen, tun sie sich manchmal zusammen und vereinbaren, sich gegenseitig als Medium zu dienen. Das stellt sicher, dass sie jemanden haben, der stark genug für ihe magische Praxis ist und gleichzeitig können sie vom anderen lernen, wenn sie nicht mit derselben Entität arbeiten. Das führte schon dazu, dass Adepten zu Gefährten in der Magie und dem Leben wurden.

 

 

Pflichten haben Adepten auch gegenüber dem Zirkel, geht es um Wächter oder die Arbeit mit den Göttern. Die meisten Pflichten beziehen sich nicht auf die Funktion als Medium, aber zur Teilnahme an Ritualen, da die Zirkelpflichten gegenüber den entsprechenden Entitäten haben.