Invokation und Evokation

Invokation und Evokation sind beliebte Disziplinen bei Magiern. Der Gedanke, mit einer mächtigen Entität kommunizieren zu können, fasziniert die meisten. Die meisten von ihnen fragen sich, wie sich das anfühlt.

 

 

Zuerst muss man sich den unterschied von Invokation und Invokation vergegenwärtigen. Bei der Invokation rufen wir die Entität »vor uns« – in der Regel in ein Ritualkreis –, um mit ihm zu sprechen. Wir selbst befinden uns in einem Schutzkreis oder anderen Hilfsmitteln schützen uns, damit er uns nichts anhaben kann. Somit gibt es zwei Grenzen: erstens, dass wir körperlich von ihm getrennt sind und zweitens die Schutzmechanismen.

Invokation

Wir und die Entität

Bei der Invokation rufen wir eine Entität in uns hinein. Und hier wird es kompliziert:

 

1)    Die Wahrnehmung der Entität hängt davon ab, wie verwandt unser Charakter mit ihr ist. Rufen wir einen aggressiven und/oder bösartigen Dämon, weil wir es faszinierend finden, vom Wesen aber selbst nicht so sind, wird der Kontakt eher negativ wahrgenommen.

 

2)    Entspricht unserer Kraft jener der Entität. Rufen wir eine Entität in uns, die uns weit überlegen ist, wird der Kontakt eher negativ wahrgenommen, weil wir sie kaum bändigen können und weil ihre Gedanken und Gefühle sehr stark auf uns wirken, was wir intuitiv und instinktiv als Bedrohung wahrnehmen.

 

3)    Die Entität in uns fahren oder nicht. Widersetzt sie sich, zwingen wir sie aber, kommt es zu einem Kampf, was eine negative Wahrnehmung fördert.

 

Diese drei Dinge spielen bei jeder Tiefe eine Rolle, in die wir eine Entität rufen. Mit Tiefe meine ich, wie viel Raum wir einer Entität in uns gewähren.

Die Tiefe der Invokation

1)    Reine Kommunikation. Das ist eine sehr oberflächliche Ebene, bei der es nur darum geht, Gedanken, Gefühle und Emotionen auszutauschen, um Informationen zu erhalten und eigene weiterzugeben. Dieser Kontakt findet lediglich in Agya statt, wobei die Entität entweder über Sahasrara eindringt oder über die Stirn/das Dritte Auge.

 

2)    Einsitz oder das Teufelchen auf der Schulter. Dabei weisen wir der Entität einen Platz in uns zu, in der sie Einsitz nehmen kann, von wo sie uns bei Ritual begleiten kann, um uns mit Wissen zu unterstützen, Kraft zu liefern oder Brücken zwischen den Dimensionen zu bilden. Als Sitz für die Entität kommen alle Chakren infrage oder der Zwischenraum im Brustraum und somit Anahata. Der Zwischenraum ist insofern interessant, weil er auch für die Konstitution von Kraftorten wichtig ist und man so quasi ein Refugium hat, um mit Entität zu sprechen. Aber sie kann die Kraft vom Zwischenraum auch nutzen, um sich in einem festzusetzen und stark auf einen zu wirken.

 

3)    Integration. Die Integration ist die stärkste Form der Invokation. Dabei wird die Entität auf alle Felder der Emanationen verteilt, deren Felder verschmelzen mit unseren, womit sie in allen Chakren, Energiekanälen und ebenen ist. Die Entität ist somit ein integraler Bestandteil von uns. Sie kann somit alle Ebenen unserer Existenz nutzen und es besteht die Gefahr, dass sie uns okkupiert. Daher ist es wichtig, diese Entität überlegen zu sein.

Die Wahl der richtigen Tiefe

Die reine Kommunikation ist die übliche Form der Invokation, der Einsitz wird verwendet, brauchen wir längere Zeit Unterstützung und die Integration kommt praktisch nie vor, weil uns Entitäten von geringerer Macht nur wenig Nutzen bringen und jene, die uns ebenbürtig sind, sehr gefährlich werden können.

 

 

Es versteht sich von selbst, je tiefer die Verbindung geht, umso stärker ist der Austausch von Gedanken, Gefühlen, Emotionen und beim Einsitz und der Integration auch von Energieimpulsen und Schwingungen. Entsprechend stärker wirkt die positive oder negative Erfahrung der Entität hinaus.

 

Das führt dazu, dass wir für gewöhnlich mit der Kommunikation beginnen, wenn wir uns überlegen, mit einer Entität zu arbeiten. Zeigt sich, dass die Zusammenarbeit konstruktiv ist, gehen wir zum Einsitz oder der Integration über, wenn wir es für erforderlich halten.

 

 

Wichtig ist, zu verstehen, dass wir entscheiden, wie tief die Verbindung ist auch wir entscheiden, mit welcher Entität wir arbeiten wollen. Entsprechend sorgfältig sollten wir Entität studieren, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben und uns auch über unser Wesen im Klaren sein. So ersparen wir uns viele Fehlschläge, Leid und möglicherweise auch grosse Probleme.