Die Matrix der Kraft im Hailo von Anahata

 

So ideal es ist, wenn Magi aus dem Stand Kraft entfalten können, erfordern Kampfmagie Angriffe auf einem Energielevel und einer Konfiguration der Energie, die Vorbereitung bedarf. Zu diesem Zweck meditieren Magi oder exerzieren Rituale.

 

Theoretisch kommen alle Chakren als Speicherort infrage, die Magi können sich auch an Organen oder Körperpartien orientieren und sogar an ihren Koshas. Doch Agya und Anahata eignet sich am besten. Um das zu verstehen, müssen wir zuerst einen Blick auf die Ebene des Bewusstseins werfen.

 

Anahata ist das erste Chakra, wo das Bewusstsein vorherrschend ist, in Manipura treffen sich Bewusstsein und Unterbewusstsein, um beide Ebenen miteinander zu verschränken. Da die Magi bewusst Energie aufbauen, sind die Chakren ab Anahata am besten geeignet.

 

Aber auf Vishuddha verzichten Magi, weil dies das Chakra ist, dass alle inneren Dimensionen – die Koshas/Emanationen – miteinander verschränkt und der Zugang zu den äusseren Dimensionen ist. Es ist ein wichtiges Verbindungsglied, das nicht mit dem Ballast von Kraft belastet werden sollte.

 

Auch muss die Form von Vishuddha berücksichtigt werden. Wie ich sagte, dieses Chakra verschränkt unsere inneren Dimensionen untereinander und verbindet uns mit den Äusseren. Sie ist ein Knotenpunkt der Felder und Dimensionen, der Raum, der in ihr herrscht ist damit stets in Bewegung, ständig gibt es Impulse aus dem Zentrum, ständig fallen Felder und Wellen ein, um sich der neuen Umgebung, dem Gemütszustand oder einer magischen Praktik anzupassen.

 

Anahata dagegen Besitz sehr viel Raum. Allein der Sitz im Brustraum bezeugt das. Aber Anahata ist auch der Sitz von Individuellen Selbst sowie der Individuellen Seele und zwischen den Schlüsselbeinen liegt der Raum, wo sich die Traumwelt und die Wachwelt treffen, über den wir träumen können und den wir nutzen können, um eigene Traumblasen oder Astralblase zu erschaffen, um die jenseitige Welt zu nutzen oder in ihnen Kraftorte zu erschaffen.

 

Dazu kommen das Herz und der Herzschlag. Der Herzschlag arbeitet eng mit Vishuddha zusammen, sein Pulsieren hilft uns, bewusst oder auch unbewusst – bei der unbewussten Interaktion spielen für die Magi die Konditionierung von Körper, Energiekörper und Geist eine zentrale Rolle – mit der Umgebung vernetzen und unsere eigenen Dimensionen miteinander zu verschränkt. Das Herz ist der Taktgeber, der es uns erlaubt mit anderen Welten zu interagieren und unseren Bewusstseinszustand zu manipulieren, indem wir den ein oder anderen Kosha den Vorzug geben.

 

Kurz gesagt: Anahata ist geschaffen, um Räume zu erschaffen und uns zu vernetzen, weshalb es gut geeignet ist, einen Zauber in sich zu speichern.

 

 

 

Eine Möglichkeit ist, Zauber im Zwischenraum zu speichern, aber es gibt auch die Möglichkeit, den Zauber in einer Energiematrix zu formen, die aus Feldern besteht, welche die entsprechende Kraft enthalten, um diese in das Zentrum von Anahata zu setzen, mit dem Herzschlag zu erfassen, um Feld für Feld im Hailo von Anahata zu vorankern, indem sie aufgehen und warten, bis sie benutzt werden.

 

Die Matrix darf keinen Kern besitzen, die rohe Kraft muss in den Energiefeldern liegen, während die Befehle für die Kraft in mentalen Feldern liegen. Es ist wichtig, sie so zu verschränken, dass sie gemeinsam versinken. Sie dürfen sich nicht voneinander lösen. Denn nur wenn sie gemeinsam gelöst werden, können sie sich in Anahata sammeln und zum Zeitpunkt des Angriffs entfacht werden.

 

 

 

Eine Möglichkeit, die Matrix aufzubauen, besteht in einer Meditation. Der Magus setzt sich im Lotussitz, im Schneidersitz, im Fersensitz oder einer anderen bequemen Haltung, die es ihm ermöglicht, Muladhara zu stabilisieren und Energie über den Anus in den zentralen Energiekanal fliessen zu lassen.

 

Dann konzentrierte er sich auf sein Ziel. Was will er mit dem magischen Angriff bewirken?

 

Er visualisiert die Zielperson, erinnert sich an ihr letztes Treffen oder wenn er einen Auftrag ausführt, erinnert er sich an Bilder, die ihm gezeigt wurden, sind Gegenstände der Person vorhanden, kann er sie in die Hand nehmen oder vor sich hinlegen, ansehen und/oder mit den Chakren danach greifen, um ein Gefühl für die Zielperson zu bekommen und ihre Schwingungen in die Felder der Kraft einbetten.

 

Theoretisch müssen die Schwingungen der Zielperson nicht in die Kraft eingebettet werden. Eine Maga kann die Kraft bei Sichtkontakt auf sie entfesseln, aber sind die Schwingungen vorhanden, fällt es der Kraft leichter, nach der Zielperson zu greifen, in sie einzudringen und sich in ihr zu entfalten.

 

Die Maga konzentriert sich auf die destruktive Kraft, sie wartet, bis sie im Geist einen Sturm aus Wellen aufziehen sieht. Sie wird erkennen, dass ihre Formen sich unterscheiden, dass ihre Dichte verschieden ist, sie wird sie in energetische und mentale Wellen einteilen können, aber langsam beginnt sie zu sehen, welche Aufgaben ihnen zugedacht ist, um sie langsam fusionieren zu lassen, bis aus dem Sturm ein Spiel aus Feldern wird.

 

Der Magus arbeitet instinktiv, er arbeitet indem er Gedanken, Intuition und Instinkt sowie Leidenschaft verschränkt – er arbeitet holistischen. Er lässt Bewusstsein, Unterbewusstsein und Schwingungsfrequenzen zusammenarbeiten, um das zu erschaffen, wonach er begehrt. Es allein mit der geometrischen Kraft der Gedanken zu versuchen, ist zum Scheitern verurteilt, denn die Logik verlangt die exakte Analyse aller Wellen, dann die Extrapolation, um sie richtig zu verschränken und dann die Matrix aufzubauen. Natürlich ist es nicht gänzlich unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich, dass es gelingt. Es ist klüger, auf das göttliche Bewusstsein zu bauen, dass Rationalität, Intuition und Instinkt sowie Schwingung vereint.

 

Die Maga baut die Matrix der Kraft in Agya, Manipura oder direkt in Anahata auf. Agya dient sich an, da hier der Geist und das Bewusstsein liegen, es ist ein gutgeeigneter Ort, um Matrizen und andere Gebilde zu erschaffen. Wird Manipura verwendet, entsteht die Matrix im Brenn- und Alchemieofen des Menschen, geschieht es in Anahata, geschieht es im Ort des Raumes.

 

Manipura birgt gewisse Tücken, da das Feuer in ihm Wellen und Felder verzehren kann. Die Maga muss ihren Energiefluss perfekt kontrollieren, um sicherzugehen, dass das Feuer »die richtige Temperatur« hat.

 

Meistens greift die Maga auf Agya zurück, um die Matrix der Kraft zu bilden, um sie dann in Anahata sinken zu lassen. Dabei führt sie die Matrix direkt zum Herzen, konzentriert sich auf dessen Schläge und nutzt diese, um die einzelnen Felder der Matrix in den Hailo von Anahata zu implantieren. Der Vorgang ist nicht ganz leicht, denn der Herzschlag neigt dazu, durch sein Pulsieren Dinge wegzustossen. Das liegt in seiner Natur, denn er ist ein wichtiger Schutzmechanismus vor feinstofflichen Kräften. Aber Ruhe hilft, Gewissheit über den Zweck der Meditation, Vertrauen auf die eigenen Kräfte und der Wille, das Ziel zu erreichen. Oft entsteht ein angenehmes Summen in den Ohren, dass ihr zeigt, wann es soweit ist, dann lässt sie die Matrix fallen und aufgehen. Ist sie mit sich im Reinen, geht es automatisch, wenn ihr Körper optimal konditioniert ist.