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Farbige Okkupationen

Die Rote Okkupation

Die Quelle

 

Bei der roten Okkupation führen die Magier ein Ritual durch, bei dem das Opfer einem Dämon übergeben wird, der den Auftrag erhält, dieses in den Wahnsinn zu treiben. Der Dämon erhält als Gegenleistung die Kraft, die bei den mentalen und energetischen Verwerfungen entstehen, während der Wahnsinn entsteht und sich ausbreitet.

 

Der Wahnsinn führt zu einer vollkommenen Degeneration der Psyche. Das Opfer landet in der Psychiatrie oder nimmt sich das Leben.

 

Sie ist eine Strafe für jene, die dem Zirkel schadeten.

Evolution

 

Das Opfer weiss von der Okkupation, es weiss, dass es einen Dämon in sich trägt, da dieser sich bemerkbar macht. Das gehört zum Wahnsinn, der es verzehren soll. Weil es verwirrt ist, weil es nicht an Dämonen glaubt oder weil es weiss, welche Kraft jetzt in ihm ist. Bei Magiern kommt immer Zweites zum Zug. Die Wirkung muss nicht schwächer sein als der überraschte Zivilist, denn Magier wissen, welche unbändige Kraft in einem Dämon wohnt. Sie wissen, Dämonen unterliegen nicht der Polarität der Moral, wie es Menschen tun. Bekamen sie den Auftrag, einen Menschen in den Wahnsinn zu treiben, führen sie diesen aus, während sie sich an deren Kraft laben. Sie sehen darin nichts Böses, das Flehen und Betteln bestärkt sie nur, weiterzumachen, denn sie fühlen, sie erledigen ihre Aufgabe richtig.

 

Ob sich der Dämon ihm im Wachzustand, dem Traumzustand oder gleichmässig in Beiden zeigt, hängt stark von dessen Wesen ab. Bei einem starken Magier ist es durchaus üblich, dass der Dämon in den Träumen beginnt, um ihm den Schlaf zu rauben, damit Ruhe und Entspannung. Dann taucht er in der Meditation auf, um ihm jede Möglichkeit zu nehmen, energetische und mentale Ströme zu kontrollieren. Er nimmt ihm das Fundament seiner magischen Kraft, bevor er an die Psyche geht. Der Übergang ist jedoch fliessend. Brechen die meditativen Fähigkeiten schnell, kommt es meist zu einem massiven Angriff auf die Psyche, da der Dämon versucht, den Magier zu überrennen.

 

Das Erscheinen am Tag dient, dass Opfer daran zu erinnern, dass es okkupiert ist. Der Dämon macht sich über das Opfer lustig, flüstert ihm ein, Dinge zu tun, die peinlich oder für das Opfer nachteilig sind. Tut es das nicht, lachte Dämon es aus. Sobald genug Zugriff auf das Energiesystem besteht, fügte er auch Schmerz zu.

 

Wie viel Zugriff ein Dämon auf die mentalen und energetischen Ebenen hat, hängt von seinen Fähigkeiten und jenen der Magier ab, die den Fluch aussprachen. Mit viel Zugriff auf die energetische Ebene, hat er Zugang zur Leidenschaft. Damit kann er das Fundament von Emotionen, Gefühle und Gedanken steuern. Sind die Magier sehr fähig/oder er sehr mächtig, hat er auch Zugang zum Nervensystem, sodass er sehr früh Schmerzen auslösen kann. Der Zugang über die Leidenschaft nutzt er oft, um zu Beginn Emotionen und Gefühle zu verzerren. Er nimmt der Zielperson die Orientierung, dann nimmt er den Gedanken das Fundament oder regt bestimmte Gedanken an. So verliert er die intuitive und die rationale Ebene.

Die Schwarze Okkupation

Strafe und Bezahlen

 

Bei der Schwarzen Okkupation wird ein Ritual durchgeführt, damit ein Dämon ein Opfer in dessen Träumen heimsucht. Sie kommt als Strafe zur Anwendung, aber auch um einen schwächeren Dämon oder eine andere Entität mit mentaler Kraft zu füttern.

 

Bei der Schwarzen Okkupation hat der Dämon nur über die Traumebene Zugriff. Er kommt nur begrenzt an das Energiesystem heran. Primärer Wirkungsbereich und primäre Kraftquelle sind Emotionen, Gefühle und Gedanken, die er über die Träume absorbieren kann. Wird der Dämon stärker, gewinnt er mehr Einfluss auf das Energiesystem und kann mehr Energie gewinnen und sogar Zugriff im Wachzustand bekommen.

 

Diese Okkupation erfordert, dass das Opfer in den REM-Schlaf geht, der für den Traumzustand unentbehrlich ist. Medikamente, die das verhindern, können diese Okkupation beenden oder unterbinden, aber sie können nicht auf Dauer genommen werden, ohne Schaden anzurichten.

 

Diese Okkupation wird gerne als Strafe eingesetzt, um Feinden zu zeigen, über welche Macht ein Magier verfügt und das Dämonen existieren. Die Zielperson soll gefügig gemacht werden. Sollte jemand nicht dauerhaft gequält werden, vereinbart der Magier mit dem Dämon, dass er ihn zurückbinden darf. So kann der Magier den Dämon dauerhaft zurückrufen oder seinem Medium Freiraum verschaffen. Aber gewissen Nächten musste das Medium immer dem Dämon zur Verfügung stellen, um den Preis für dessen Hilfe zu bezahlen.

Die Blaue Okkupation

Ein Wächter für ein Medium

 

Bei der Blauen Okkupation setzen Magier ein Ritual ein, um einen Wächter in einem Menschen zu implantieren. Es kann sich um ein Mitglied des Zirkels handeln, um einen Diener des Zirkels oder eine fremde Person, die etwas für den Zirkel tun soll.

 

Der Wächter hat über das Medium zu wachen. Es achtet, dass es seine Aufgabe erfüllt, erinnert es, seine Aufgabe zu erfüllen, tut es das nicht oder lässt es sich andere Verfehlungen zu Schulde kommen, bestraft der Wächter es. Abhängig vom Charakter des Dämons kann das extremschmerzhaft werden. Die Strafe kann unmittelbar im Wachzustand erfolgen oder durch Albträume.

 

Je gefügiger das Medium ist, umso weniger tritt der Wächter in Erscheinung. Er bleibt im Hintergrund lässt das Medium in Ruhe, aber ist es widerspenstig, lässt der Wächter es seine Präsenz fühlen. Allein das kann zu einem Dunst im Geist führen.

 

Der Wächter kann unabhängig vom Medium für seine Dienste entlohnt werden oder bekommt die Erlaubnis, sich an der Kraft des Mediums zu bedienen. Es kommt vor, dass das Medium die Pflicht erhält, ein rituelles Liebesspiel durchzuführen, um den Wächter mit Energie zu versorgen. Tut es das nicht, fügt der Wächter ihm üblicherweise schlimme Schmerzen zu oder verpasst ihm Albträume, die es nicht schlafen lassen.

Servitoren

 

Bei der Blauen Okkupation ziehen Magier häufig Servitoren Dämonen vor, die sie für diese Aufgabe programmieren. Diese lösen sich auf, sobald die Aufgabe beendet ist. Sie verlieren die Verbindung zum Energiesystem, den L- und den T-Feldern, womit ihre Kraftquelle versiegt und/oder sie sich aus dem Körper lösen. Der Ablauf der Auflösung hängt stark vom Ritual ihrer Erschaffung und der Okkupation ab.

 

Die stärksten Servitoren sind üblicherweise an Svadhishthana/Kanda gebunden. So können sie sich nicht nur über Kanda laben, sondern über die Nadis auf alle Emanationen Zugriff nehmen.