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Die Geometrie der Gedanken und Gefühle

Gedanken und Gefühle, Verstandeskraft und Intuition, Logik und Vertrauen, zwei mächtige Werkzeuge und Eigenarten des Menschen, die in der Magie unentbehrlich sind. Gelingt dem Magier die Synthese, vermag er das göttliche Verständnis zu erreichen, ein Verständnis bei dem er nicht nachdenkt, bei dem die Informationen fliessen und sich konstituieren. Jenseits von Verständnis liegt der Fluss von Psienergie, der erlaubt, magische Kräfte zu projizieren.

 

Gedanken besitzen feste Koordinaten, sie bilden wohl angeordnete Formen, während Gefühle flüchtig sind, sich winden, sich nie ganz zu konstituieren vermögen, sie entstehen, vergehen, um wieder zu entstehen, dass Eine geht in das Andere, zur Ruhe bringen sie die Gedanken.

 

Den Gedanken gehören eckige geometrische Formen. Sie besitzen gerade Linien, Winkel, die sie begrenzen. Die Form selbst symbolisiert einen Gedanken, die Linien mit ihrem Winkeln lenken die Energie.

 

Gefühle besitzen geschwungene Linien, Bögen, sie bilden Kreise, Ovale, alles was keine Ecken und Kanten hat, in denen sich Energie verfangen könnte. Sie mögen es nicht, in irgendeiner Form begrenzt zu werden, alles muss in Bewegung sein. Die Formen, die sie bilden, manifestieren die Gedanken, sie sind weich, sie sind flüchtig, beweglich, im Entstehen und Vergehen, sie sind zeitlos, wie der Quantenzustand der Gegenwart, die aus der zerfallenden Vergangenheit und der sich konstituierenden Zukunft besteht, während die Gedanken die Vergangenheit und die Zukunft sind – in der Vergangenheit wohl geordnete Strukturen, in der Zukunft klar akzentuierte Möglichkeiten.

 

 

Bei der Herstellung von Sigillen, Pentakeln und einigem mehr hatten Magier das zu berücksichtigen. Bringt er Gedanken auf Pergament, Holz, Metall – egal welches Material –, verkörpert er die Gedanken mit geraden Linien, Ecken und Kanten, die Gefühle mit Windungen, Bögen und der Unendlichkeit.