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Der Zauber der Nackthaltung

 

„Nimm ihr die Kleidung,

 

denn sie sind es, die sie verbergen,

 

von der Welt isolieren,

 

über ihr Wesen hinwegtäuschen-

 

 

 

Nimm ihr die Kleidung,

 

um auf ihr wahres Wesen zu sehen,

 

fern jeder Täuschung,

 

fern jedes Schutzes,

 

dein Blick brennt auf ihrem Leib,

 

dein Verstand nagte an ihrem Leib,

 

die Luft streichelt ihren Leib,

 

der kühle Boden massiert ihren Leib …“

 

 

 

Die Augen vom Dom tasten den Körper ab, was die Sub sich fragen lässt, wie er urteilt.

 

Der Verstand vom Dom macht sich Gedanken, was die Sub weiss, was an ihr nagt. Sie fragt sich, was er denkt, vielleicht ist sie auch voller Erwartung, dass Herz schlägt schneller, vielleicht ist sie verunsichert, vielleicht erregt, auf jeden Fall beschäftigen sie Gedanken, Gefühle und Emotionen, die auf das Empfinden im Körper übergreifen.

 

Die Augen und der Verstand arbeiten an in Hand.

 

Die Sub sollte im Zentrum von einem Raum stehen, der möglichst wenig Möbel hat. Frische Luft sollte einströmen und sie erreichen, sie steht auf beiden Beinen und damit Füssen, sodass die Kälte vom Boden aufsteigen kann.

 

 

 

„… Ist sie nicht prächtig,

 

in ihrer Einzigartigkeit,

 

die Einzigartigkeit ihrer Formen,

 

ihrer Gedanken und Gefühle,

 

ein Zucken der Finger, der Versuch zu dir zu schielen,

 

alles ist ein Teil von ihr,

 

von ihr alleine,

 

denn sie ist einzigartig,

 

diese Einzigartigkeit siehst du jetzt.

 

 

 

Tagein, tagaus, tun wir nichts anderes, als unser Wesen zu verbergen,

 

unsere Körper zu verhüllen,

 

unsere die Gedanken und Gefühle zu verkleiden,

 

um angenehm zu wirken und anderen zu schmeicheln,

 

doch nimmst du der Sklavin das Gewand,

 

nimmst du ihr den Mantel der Täuschung,

 

öffnest sie,

 

gehst in die Tiefen ihres Wesens,

 

dass sie dir öffnet,

 

bist du alles hast, was sie ausmacht.

 

 

 

Wir leben in einer Welt der Täuschung. Einige Täuschungen werden uns auferlegt, weil die gesellschaftlichen Konventionen es verlangen. Wer in der Bank arbeitet, hat sich auf eine bestimmte Weise zu kleiden, ebenfalls der Bauarbeiter. Die Dame, die uns das Frühstück serviert, hat zu lächeln und stets zuvorkommend zu sein, doch es ist Falschheit, denn es ist ihre Pflicht. Selbst wenn sie ein fröhliches, genügsames, demütiges Wesen ist, wird sie ihre Momente haben, in denen sie aufbrausen will, doch die Ketten der gesellschaftlichen Konventionen binden sie.

 

Die Ketten beginnen mit den Kleider, die universelle Pflicht sind. Deswegen nehmen wir sie in unseren angehenden Sklaven. Wo auch immer sie im Alltags sind, sie tragen sie, sobald sie unser Reich betreten, verlieren sie sie. Sie müssen sich zeigen, ihre Körper stehen für Zucht und Lust zur Verfügung, der Schutz der gesellschaftlichen Konventionen endet.

 

Doch die physische Nacktheit ist nur den Anfang, die Schale, die wir aufbrechen, sodass wir tiefer gehend, die Psyche erreichen, bis wir das Selbst berühren und es ganz im unsere Hände gelegt wird.

 

 

 

„… Bringe deiner Sub bei,

 

wie sie zu gehen hat,

 

wie sieht zu stehen hat,

 

wie sieht zu sitzen hat,

 

wie sieht zu liegen hat,

 

wie sieht zu sprechen hat,

 

jede Bewegung und jedes Wort werden in deinem Dienst erfolgen.

 

 

 

Lass sie vor dir auf die Knie fallen,

 

lass sie ihren Kopf in deinen Schoss legen,

 

sehe ihr in die hübschen Augen,

 

und lass sie dir ihre Lebensgeschichte erzählen,

 

nicht soll sie auslassen,

 

weder Freude noch Schmerzen,

 

stets vor dir auf den Knien oder in deinem Schoss liegend,

 

deine Dominanz und deine Wärme fühlend,

 

so wird sie weit aufgehen,

 

alles mit dir teilen,

 

nichts verborgen halten,

 

vollkommen dir gehören.“

 

 

 

Alles was sie tut, tut sie nach Anleitung. Sie weiss, was richtig und falsch ist, wofür sie belohnt und bestraft wird. Sie lebt in einem Umfeld von Sicherheit und Geborgenheit. Sie hat weit mehr Kontrolle über die Reaktion ihres Gebieters, als sie es als Mensch im Alltag hat – es sei denn ihr Dom ist unberechenbar.

 

Vertrauensvoll gehorcht sie, vertrauensvoll lebt sie, vertrauensvoll erzählt sie. Sie fürchtet nicht, sich zu öffnen und so schenkt sie alles von sich ihrem Herrn und Meister und sie wird ganz ihm gehören, weit mehr als es jede Peitsche könnte.

 

Ihr Körper ist nackt, ihr Geist ist nackt, ihre Seele ist nackt.

 

So gehört sie in die Welt jenseits dem Schleier.