Traumata

Magische Arbeit, Gruppendynamik und Meister-Akolyth-Konstalation

 

Es gibt viele, die halte Magie für ein Spiel. Ich zweifle nicht, dass es viele gibt, die auch nur etwas Magie spielen. Oft ist es in ihrem Interesse. Sie versuchen einige Rituale, es geschieht nichts, sie legen die Sache beiseite, die Sache ist erledigt. Einige haben weniger Glück. Sie haben das Pech und klinken sich in einen Strom ein, in der sich eine Entität befindet oder sie erreichen einen mentalen Strom, der sich auf ihre Psyche auswirkt, vielleicht fangen sie feinstoffliche Energie ab, die ihre Chakren stört, sogar der Fluss von Prana, aber es geschieht relativ selten. Die meisten, die spielen, tun das nur kurz, Konsequenzen hat es keine.

 

 

 

Ich spreche primär von psychischen Traumata. Sie entstehen durch Kontakte mit Entitäten, durch Visionen, Kontakt mit energetischen und mentalen Strömungen, dass bereisen anderer Welten, aber auch sehen wir in den psychischen Spiegel. Unsere eigenen Schwächen und Abgründe zu erkennen, schmerzt uns häufig. Um in der Magie weit zu kommen, müssen wir uns diesen stellen. Von diesem Ziel beseelt, tun wir es, sind aber nicht bereit dazu unterscheiden uns selbst.

 

 

 

Befinden wir uns in einer Gruppe, besteht die Gefahr der Gruppendynamik. Andere sind erfolgreich, wir wollen mit ihnen gleichziehen, wir fangen an zu bilden und zu brechen, dann fällt unsere Vergangenheit über uns her, wir verbinden uns mit Energieströmen, die uns schaden, vielleicht flüstert uns eine Entität ein. Neben der Gruppendynamik gibt den Meister, der Forderungen stellt. Einige haben Lehrpläne, die es zu erreichen gilt, weit zu kommen, andere treiben an, damit der Schüler auf dem Laufenden bleibt. Der Schüler will den Lehrer nicht enttäuschend, er will sich selbst nicht enttäuschend, er will Macht erlangen, die sein Meister hat…

 

 

 

Oftmals gehen wir einen schmalen Grat, verfolgen wir konsequent dein Ziel. Ihr Geist ist nichts Schlechtes. Ich denke, in der Magie ist es unabdingbar. Besitzen wir keinen Ehrgeiz, kommen wir nicht weiter. Denn er ist ein Teil unserer Willenskraft. Ein schmaler Grat ist, wo endet unsere Willenskraft, unsere Überzeugung, unsere Disziplin, wo beginnt das Zwanghafte, dass Geltungsbedürfnis, der Druck von aussen.

 

 

 

Ich hatte bis jetzt wenige Akolythen Familiaris. Die ersten beiden haben heute eigene Zirkel. Ich habe weitere Akolythen und stehen oft vor dem Problem, soll ich sie anschieben oder ihnen Raum lassen. Je näher wir uns stehen, je mehr wir zusammenarbeiten, umso schwieriger kann es werden. Jemandem auf Distanz kann ich mich entziehen. Aber die Anforderungen an die Akolythen Familiaris sind hoch und ich treibe sie an. Ich bleibe sie oft an die Grenzen, ich nutze dabei auch ihre Schwächephasen, weil sie sich geradezu anbieten, auf den Grenzen zu tanzen und ihre Fähigkeiten zu erweitern, aber es erfordert viel Fürsorge. Ich kann behaupten, dass Gleichgewicht immer gehalten zu haben und ich stand ihnen immer bei, um mit den Nachwirkungen umzugehen. Diese sind oft unvermeidlich, spielen wir mit den Grenzen.

 

 

 

Kontakte mit Dämonen sind interessant, aber diese hinterlassen immer Spuren und je tiefer die Kontakte gehen, umso tiefer sind die Spuren. Ich erinnere mich an verschiedene Sessionen, an denen Akolythen physisch, energetisch und psychisch am Ende waren. Nichts davon war ein Fehler, alles gehörte zum Ritual. Es galt, sie zu reinigen, aufzupeppen – also, dass sie dazu Kraft kommen –, sie auf beide Beine zu stellen, damit sie weitermachen konnte. Bei Akolythen muss die Ausbildung weitergehen, Paladine weiter Verwendung finden, Adepten ihren Beitrag im Zirkel und dem Orden leisten.

Unsere Abgründe und uns über sie zu erheben

 

Unsere Abgründe, unsere Schwächen. Es gibt Rituale, die uns weitestgehend auszehren. Werden wir nicht aufgefangen, können wir sehr tief gefallen. Wir erleiden ein Trauma. Deswegen ist es wichtig, uns mit den richtigen Leuten zu umgeben. Es ist wichtig, unsere Stärken und Schwächen zu kennen und es ist wichtig, die Fähigkeit zu besitzen, aus einem Tief herauszukommen.

 

 

 

Bevor ein Akolyth ressourcenintensive Rituale durchführen darf, muss er unter kontrollierten Bedingungen gefallen sein. Er fällt ein wenig, dann noch ein wenig, dann vollkommen. Er fängt sich auf, fängt sich auf und fängt sich wieder auf. Er vertraut auf seine Kräfte. In einer Gruppe vertraut er auf seine Geschwister.

 

 

 

Sich von einem Trauma zu erholen, dass durch magische Rituale entstand, ist nicht leicht, ist man alleine. Sucht sich jemand professionelle Hilfe, wir der Psychiater versuchen, den Patienten zu überzeugen, dass alles eingebildet war. Es ist nicht immer leicht für den Patienten, aber es kann helfen. Lässt er die Magie los, die andere Welt, lässt sie möglicherweise ihn los. Doch vermag sie zurückzukehren, beschäftigt er sich wieder damit, oder kommt der unvermeidliche Tag seines Todes.

 

 

 

Geschwister der Magie geben halt, gingen selbst durch die Schmiede der Magie. Sie lernten ihre Grenzen kennen, erhoben sie aus ihren Tiefs, halfen anderen darauf, wodurch sie empathisch und sehr fähig wurden, ihre Geschwister aufzubauen. Ein guter Zirkel oder eine gute Loge funktionieren so.