Die erste Entscheidung eines Neolythen

Die Frage

 

Orden, Zirkel, Loge oder der Weg des Kriegers?

 

Meister und Schüler oder Einzelgänger

 

Gruppenmensch in Workshops oder Eremit?

 

Alte Lehren oder neues Dogma?

 

Was ist der richtige Weg für einen Neolythen?

Mein Weg

 

Ich weiss es nicht, jeder muss den richtigen Weg für sich finden. Ich weiss, wie meiner sich entwickelte. Ich schrieb Geschichten, begann mit Yoga, kämpfte – und kämpfe noch – gegen eine Krankheit, entdeckte, dass Dinge, die ich schrieb, funktionieren, studierte magische Werke, traf auf Schamanen und andere Magier, lernte von ihnen einiges, begann mich mit weiteren Magiern auszutauschen und entwickelte mich weiter.

 

Durch Astralreisen und Astralprojektion begann ich andere Dimensionen zu erforschen, stiess auf frühere Leben, erschuf einen Kraftort in der Astralwelt, traf meine Urmutter Ereshkigal, die mir mein Schicksal als Ancient Nephilim offenbarte. Ich fand vieles über Dämonen heraus, was es mit Göttern auf sich hat, den Wächtern (Demiurgen), entdecke immer wieder meine Fehlbarkeit, muss meine Erkenntnisse und Ansichten revidieren, sodass sich das Gesamtbild vervollständigte.

 

Ich gründete meinen eigenen Orden, der mit zwei Akolythen Familiaris – Siona und Aaron – ihren Anfang nahm: »Der Orden der Drei Schlangen«. Siona und Aaron gründeten ihre Zirkel, ich bildete weitere Akolythen aus und so entwickelte sich der Orden. Nicht so, wie ich es mir vorstellte. Er ist weniger straff zu organisiert, ist die Struktur sehr föderal, dazu der Geiste eines Geburts- und Heimatlandes (die Schweiz) und meines langjährigen Gastlandes den USA.

 

Aktuell beschäftige ich mich mit dem Thema Kingu. Er war der Heerführer der Grossen Alten im Krieg, aus dem unser Kosmos hervorging. Ich stehe vor der Frage, ob er selbst einer der Götter war oder ein mächtiger Dämon, der die Heerscharen der Grossen Alten anführte. Eine Vision ist dafür verantwortlich. Lange ging ich davon aus, dass er das Prana (sein Blut) in den Kosmos brachte wie auch die Zeit. Das war am Anfang, aber der Orden entwickelte sich, ich gewann neue Erkenntnisse, dazu kamen Erkenntnisse von Siona und besonders Aaron.

 

Schwierige Frage

Ich weiss nicht, ob mein Weg für dich geeignet ist. Er war und ist beschwerlich. Ich kann mich keinen grossen Meister nennen, weil ich immer wieder stolpere. Ich sehe das nicht als Tragödie, ich sehe das als ein Teil dieser Inkarnation, die ich meinen zahlreichen anderen Inkarnationen hinzufügen.

 

Frage dich, wer du bist. Keine einfache Frage. Wir belügen uns gerne selbst. Ich nehme mich nicht aus. Es gibt einige Menschen, die es meisterhaft verstehen, mir den Spiegel vorzuhalten. Siona gehört dazu. Sie schaffte das bereits, als sie als Akolythe Familiaris meine Seite trat. Ich bin jemand, der sucht. Ich suche nach der Wahrheit, aber auch nach Macht. Ich bin jemand, der es geniesst, Macht auszuüben. Ich bin jemand, dem es nicht an Egozentrik mangelt. Diese Webseite beweist es, dazu der Wille oder die Anmassung – das hängt von der Perspektive ab – meinen eigenen Orden aufzubauen.

 

Frage dich, was du willst. Ebenfalls keine einfache Frage. Sie steht im Zusammenhang mit dem, wer du bist. Ich will Antworten, ich will mich entfalten, wozu ich auch Macht ausüben, ich will Kontrolle über meine Umgebung, mit Entitäten interagieren, von ihnen geachtet werden, teilweise gefürchtet. Ich will nicht irgendjemand sein, ich will als Lord anerkannt und geehrt werden. Das gelang mir auch. Ich will nicht alleine sein, aber ich will nicht einer unter vielen sein. Das gelang mir mit meinem Orden und im Beruf sehr gut. Ich bin umgebe mit mit Menschen mit Kraft, die mich ergänzen, die ich ergänze, sodass wir uns stärken und gegenseitig beschützen.

Mögliche Antworten

Entschliesst du dich, einer Gemeinschaft beizutreten, beachte deren Regeln. Du hast sie zu respektieren und dich einzufügen. Weisst du, dass dir das nicht gelingt, solltest du den Weg des Kriegers in Erwägung ziehen.

 

Wie eine Gemeinschaft kennt ein Meister Regeln, die er einfordert. Ein Meister folgt seiner eigenen Ideologie. Diese gibt er während der Ausbildung weiter und entsprechend dieser unterweist er seinen Akolyth. Vermagst du dich nicht zu beugen, gehe deinen Weg alleine, du wirst Korridore finden, die dich weiterführen, fehlt es dir nicht an Willenskraft.

 

Gruppen bieten den Vorteil der Gruppendynamik. Sie kann sehr vorteilhaft sein, weil du mit deinem Ansinnen nicht mehr alleine bist. Andere sehnen in dir Dinge, die dir entgehen, möglicherweise reden sie dir aber auch Dinge ein, die nicht vorhanden sind. Bist du zur Selbstreflexion fähig, brauchst du möglicherweise niemanden, da du im Spiegel erkennst, was in ihr vorgeht. Der Spiegel kann dein magisches Tagebuch sein.

 

Einige erschaffen ihr eigenes Dogma, andere folgen den Lehren vergangener Meister und Kulturen. Entscheide, was für dich richtig ist. Erfüllt das, was erschaffen wurde, dein Herz mit Glück? Glaubst du, es ist der richtige Weg? Oder bist du dir sicher, du musst den eigenen Weg gehen? Beides kann dich auf dem Weg der Magie weiterbringen. Sicher solltest du nicht wegstossen, was andere erarbeiteten, denn es ist die Grundlage, mit dem du arbeiten wirst, um deinen eigenen Weg zu gehen. Die Schrift ist eine grossartige Erfindung, sie hilft uns, auf den Schultern jener zu stehen, die vor uns kamen.