Visionen aus Bildern:

Der Adept setzt sich im Lotussitz oder einer anderen meditativen Haltung hin, beginnt seinen Herzschlag zu kontrollieren, dem Rauschen in seinen Ohren zu lauschen, beobachtet die hypnagogen Effekte der geschlossenen Augen, den Geruch in seiner Nase, den Geschmack auf der Zunge und das Kitzeln auf den Armen.

 

 Vor sich befindet sich ein Bild. Es steht im Zusammenhang mit dem, was er sehen will. Vielleicht eine Szene von Menschen im Wald, will er Aktivitäten im Wald erkunden. Will er sehen, was sich morgen in einem Konferenzraum abspielt, sieht er sich ein Bild von diesem an, um einen Vorteil zu erlangen.

 

Der Adept kann sich einen Kraftkreis fertigt, Kerzen angezündet und andere Dinge aufbauen, die ihm bei der Konzentration, der Ansammlung von Kraft und deren Projektion helfen.

 

Der Adept fokussiert sich auf das Bild. Er sieht die Personen darauf, wie sie gekleidet sind, ihre Körperhaltung am Tisch ist, worauf sie sich konzentrieren, wie sie zueinanderstehen, wie das Sonnenlicht einfällt, welche Stimmung herrscht, er lässt alles fliessen. Er bemüht sich, nicht bewusst nachzudenken, den tut er das, baut er eine Blockade in den Flux in die Zukunft auf. Er nimmt die Impressionen an, akzeptiert sie, respektiert sie, lässt sie fliessen – denn sie sind der Weg in die Zukunft.

 

Im nächsten Schritt bemerkt der Adept, wie sich Silhouetten bei den Personen und Objekten lösen. Das hat seine Richtigkeit. Der Adept ist versucht, die Silhouetten aktiv zu lösen, um Personen und Dinge in die Zeit zu schieben, in die er sehen will. Doch das misslingt, weil sie nicht dorthin gehören. Was auch immer auf dem Bild geschah, es ist Vergangenheit und es muss nichts mit dem zu tun haben, was geschah, als es aufgenommen wurde. Also wartete er, lässt die Silhouetten leuchten, er wird sehen, Personen und Objekte leuchten dazwischen – Tisch, Stühle, Fenster, Boden, Decke…. Sie bekommen die Züge von Hologrammen.

 

Entweder verschieben sich die Hologramme, indem sie sich durch die Körper zurückbewegen oder auf den Adepten zubewegen. Bewegen sie sich weg, gehen sie in einer Blase auf, in die der Adept eintreten kann. Kommen sie auf ihn zu, bauen sich die Blase um ihn auf.

 

Als zweites können die Hologramme sich vollkommen als solche auflösen und die neue Welt aus der Alten erschaffen. Der Adept befindet sich in dem, was er am kommenden Tag erleben wird.

 

Der Adept darf nichts erwarten, nichts anrufen, er ist da, geht zwischen den anwesenden Personen durch, hört ihnen zu, spricht nicht mit ihnen, zeigt kaum Regungen, er bewegt sich nur. Von seiner Person selbst hält er sich fern, um jede Interaktion zu vermeiden, die zum Kollaps der Blase führen kann.