Re'ia - die neue Akolythe Serveris

Ich nahm eine neue Schülerin auf. Ihr magischer Name ist Re'ia. Ich überlegte mir, sie anzunehmen, weil ich mir unsicher war. Von Anfang an, als ich mit ihr in Kontakt stand, taten sich Fragen auf. Ist sie geeignet? Hat sie das Durchhaltevermögen? Passt sie vom Charakter zu mir, dass wir Hand in Hand gehen oder unsere Rädchen sich ineinander verkeilen?

 

Ich kann das mit gutem Gewissen schreiben, sie wird es auch lesen, aber das spielt keine Rolle, denn sie kennt meine Gedanken. Ich sehe keinen Grund, sie anzulügen. Das ist ein Grund, warum ich mich schlussendlich entschied, sie zu akzeptieren. Ich konnte mit dir offen sprechen. Sie beantwortete meine Fragen, sie nahm Fragen nicht persönlich und sie blieb beharrlich.

 

Ich zweifle nicht, dass einige Friktionen zwischen uns geben wird. Sie entschied sich für den zweiten Kreis - einer Akolythen Serveris. Wir werden oft miteinander zusammen sein und ich werde ihre Ausbildung genau überwachen.

Heute gab ich ihr vor wie sie mit Pranayama, Asanas und Yoga-Nidra beginnen soll. Das Pranayama am Morgen, die Asanas im Verlauf des Tages, sodass sie es in den Alltag einbauen kann und das Yoga-Nidra vor dem Schlafengehen, damit sie möglichst schnell Klarträume bekommt.

 

Von der Literatur, die ich ihr zum Studium empfohlen habe, war sie überrascht. Ich habe noch kein eigenes Buch geschrieben, anhand dem ich eine Akolythe vernünftig ausbilden könnte. Material gibt es ohnehin genug. Zu den Werken, die sie studieren muss, gehören „Magische Einweihungspfade“, die Gnosis der Dunkelheit“ von Fra .;. Oriphiel, „die Pfadarbeiten“  von Aleister Crowley „Praxis der weissen und schwarzen Magie“ von Det Morson, einige Grimoirs und weitere Bücher von genannten Autoren.

 

Sie hörte von vielen dieser Bücher und hat sich schon am einen oder anderen zu schaffen gemacht, aber ich erklärte ihr, dass sich ein intensives Studium erwarte. Sie muss das Wissen beherrschen. Sie wurde etwas nervös, weil sie einen Job hat, sie muss einkaufen gehen, die Wohnung putzen, dann bekam sie Pranayama, Asanas und Yoga-Nidra auferlegt und zuletzt noch intellektuelle Hausaufgaben.

 

Ich erklärte ihr, dass Magie eine Wissenschaft ist, die wir erlernen müssen. Harte Arbeit ist damit verbunden. Körper, Energiekörper und Geist müssen wir synchronisieren. Das erfordert Asanas, Pranayama und Meditationstechniken.

 

Sie holte Luft, ich lächelte, was sie sehr verunsicherte. Ich erklärte ihr, dass sie sich nicht übernehmen soll. Sie soll mit dem Programm anfangen, dann sehen wir, wie es läuft. Alltag und das Leben als Akolythe müssen ineinander gehen.

 

Ich gab ihr das Standardprogramm. Ich weiss nicht, wie viel ich ihr auferlegen kann, ohne dass sie an ihre Leistungsgrenze kommt. Das werden wir sehen. Es kostet sie mentale Ressourcen und auch mich, da ihre Erwartungen an mich hoch sind. Sie las mein Buch über die Entstehung der Dämonen unserer Wurzelrasse und sie bekam auch ein Blick in den Kodex vom Orden und kennt auch einige Geschichten von Siona, die meine erste Akolythe Familiaris war. Sie hofft sie bald kennen zu lernen, aber dieser Wunsch geht wahrscheinlich nicht zu schnell in Erfüllung …

 

Auf jeden Fall freue ich mich auf die Arbeit mit ihr. Sie ist vom Wesen her frech, sehr eigenständig, ehrgeizig, somit macht sie viel Arbeit. Aber auch Siona machte viel Arbeit und sie ist mir sehr gut gelungen.